Große Suchaktion in der Schweiz: 26-Jährige aus Sachsen spurlos verschwunden
Interlaken (Schweiz) - Eine junge Frau aus Sachsen wollte Anfang Mai in den Berner Alpen wandern gehen - seitdem fehlt von ihr jede Spur.
Wie die Kantonspolizei Bern berichtet, war Abrar Bin Ramadan (26), deren Hauptwohnsitz berichten zufolge in Chemnitz liegt, am 2. Mai gegen 9.30 Uhr zu einer Bergwanderung in den Berner Alpen vom Harder Kulm zum Augstmatthorn aufgebrochen.
Nach Angaben der Polizei nahm die angehende Ärztin zunächst in Bern einen Zug in Richtung Interlaken, was durch ein elektronisches Bahnticket bestätigt wird. Zuletzt wurde die deutsch-libysche Frau im Zug auf Höhe Spiez gesehen.
"Anschließend fehlen konkrete Anhaltspunkte zu ihrem Verbleib", erklärt ein Sprecher der Polizei.
Sämtliche Kontaktversuche seien bislang erfolglos geblieben.
Wer hat die Deutsche Abrar Bin Ramadan gesehen?
Ob die 26-Jährige die anspruchsvolle Wanderung tatsächlich angetreten hat, ist bislang unklar.
Laut der libyschen Nachrichtenplattform "Libya Akhbar" erklärte ihr Bruder Abdulrahman, dass Zeugen eine Frau mit Hidschab auf dem Wanderpfad gesehen haben sollen.
Die Kantonspolizei Bern leitete umfangreiche Suchmaßnahmen ein. Auch Drohnen und Spürhunde sollen dabei zum Einsatz gekommen sein - bislang jedoch ohne Spur von Abrar Bin Ramadan.
Nun bitten die Ermittler die Bevölkerung um Mithilfe. Die Vermisste spricht Deutsch und Arabisch, ist etwa 1,73 Meter groß, von schlanker Statur und trägt ein schwarzes Kopftuch. Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens war sie mit einer dunklen langen Hose, weißen Turnschuhen und einem schwarzen Rucksack unterwegs.
Zur Unterstützung der Suche hat der Libyan Youth Culture Verein eine GoFundMe-Seite eingerichtet. Die Spenden sollen unter anderem professionelle Suchteams und Spezialisten finanzieren. Bisher kamen 22.805 Schweizer Franken (rund 24.903 Euro) zusammen.
Titelfoto: Bildmontage: Facebook/Screenshot/شيف ام عما

