Tübingen - Nachdem die Polizei am Mittwoch mit einem Großaufgebot nach einem sechsjährigen Junge gesucht hat, ist er nun wieder aufgetaucht. Das Kuriose: Er hatte bereits die ganze Nacht in einem Kinderheim in Sicherheit verbracht.
Gegen 14 Uhr hatte der Junge die Wohnung seiner Eltern in der Tübinger Südstadt mit seinem Fahrrad verlassen, teilte die Polizei mit.
Gegen 18 Uhr soll er sich im Volksgarten in der Ebertstraße aufgehalten haben. Doch anschließend fehlt jede Spur von dem Sechsjährigen.
Die Polizei suchte mir einem Hubschrauber und zahlreichen Einsatzkräften in Tübingen nach dem Sechsjährigen.
Der Junge fiel aber wohl bereits am Mittwochabend an einer Kasse in einem Stuttgarter Einkaufszentrum auf. Vermutlich ist der Sechsjährige mit dem Zug von Tübingen nach Stuttgart gefahren.
Mitarbeiter riefen das Sicherheitspersonal und der Junge wurde in ein Kinderheim gebracht. Doch davon wussten die Beamten nichts und versuchten weiterhin das Kind mit vielen Einsatzkräften und einer Öffentlichkeitsfahndung zu finden. Vermutlich wussten auch die Eltern des Jungen nicht, dass er sich bereits in einem Kinderheim befand.
Während das Kind in Sicherheit im Kinderheim schlief, lief die Suche der Polizei weiter auf Hochtouren. Erst am Donnerstagmorgen erfuhr die Polizei davon und führte Eltern und Kind wieder zusammen.
Obwohl die Tatsachen kurios erscheinen, betont die Polizei, dass sich alle Beteiligten richtig verhalten haben.
Die Polizei nimmt die Öffentlichkeitsfahndung nach dem Jungen wieder zurück und bedankt sich bei der Bevölkerung für die Unterstützung.
Nach Angaben des Landeskriminalamtes endeten die meisten Vermisstenfälle mit Kindern glimpflich und die Kinder werden schnell wieder gefunden. Dieser Fall sorgte für Aufsehen und die Polizei bat die Bevölkerung um Mithilfe.
Ursprungsmeldung 7.12 Uhr, aktualisiert 14.45 Uhr