Vanessa Huber verschwand vor vier Jahren spurlos: Jetzt kommt plötzlich wieder Schwung in den Fall
Rostock/Unterhaching - In Rostock häufen sich die mutmaßlichen Sichtungen einer Frau, die vor vier Jahren in Unterhaching spurlos verschwand. In Bayern ist man von der Entwicklung überrascht.
In der vergangenen Woche sorgte die Meldung über Sichtungen der damals 39-Jährigen für Aufsehen. Am Montag bestätigte die Polizei in Rostock gegenüber TAG24, dass sich weitere Zeugen gemeldet haben, die Vanessa Huber (39) gesehen haben wollen.
"Seitdem wir die Fahndung herausgegeben haben, haben wir die ganze Zeit Hinweise bekommen", so eine Polizeisprecherin. Man könne aber nicht sagen, ob es wirklich die Vermisste ist, da alle Hinweise mit Verzögerung eingegangen seien. Somit konnten die Ermittler in keinem der Fälle die Identität überprüfen.
Die Sichtungen wurden allesamt im Großraum Rostock gemeldet. Insgesamt seien seit der Herausgabe der Fahndung 15 bis 20 Hinweise eingegangen, so die Sprecherin.
In München ist man von dieser Entwicklung durchaus überrascht. Die letzten Hinweise gingen nach Angaben eines Sprechers des Polizeipräsidiums München nach der Ausstrahlung der Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" im Jahr 2024 ein. Seitdem herrschte Stillstand.
"Also das war jetzt auch für uns was Neues mit Rostock", so der Sprecher.
Todesursache beim Ehemann bis heute ungeklärt
So ganz daran zu glauben, dass Huber plötzlich quicklebendig wieder auftaucht, scheint man in Bayern aber nicht.
"Wir haben schon immer gesagt: Wir sind in allen Richtungen offen. Ein Gewaltdelikt ist aber nicht auszuschließen", sagte der Sprecher. "Aber Fakt ist, dass natürlich auch zu dem damaligen Zeitpunkt eine Variante war, dass sie einfach gegangen ist. Nur eben eine nicht so wahrscheinliche."
Die Polizei ermittelte nach ihrem Verschwinden am 5. November 2022 wegen des Verdachts des Totschlags gegen den Ehemann. Dieser wurde allerdings rund anderthalb Jahre später tot in seiner Wohnung aufgefunden, nachdem Nachbarn Verwesungsgeruch gemeldet hatten. Die Todesursache ist bis heute ungeklärt.
"Hinweise auf eine Fremdeinwirkung liegen bislang nicht vor, lagen auch nicht vor. Aber es ist offen, wie er verstorben ist oder woran er verstorben ist. Es ist nicht ganz klar, ob es ein Suizid war oder nicht", so der Sprecher.
Mit dem Tod wurden die Ermittlungen gegen den Mann eingestellt. Man könne aber nicht ausschließen, dass der verstorbene Ehemann für das Verschwinden verantwortlich war, hieß es am Montag.
Aufklärung konnte wohl nur Vanessa Huber selbst bringen, sofern sie denn tatsächlich noch am Leben ist.
Titelfoto: Bildmontage: Polizeipräsidium München

