Frau in Dresden sexuell belästigt, 100.000-Euro-Schaden und Rassismus: Polizei startet drei Zeugenaufrufe

Dresden - Die Polizeidirektion Dresden hat am Montag mehrere Zeugenaufrufe veröffentlicht. Die genannten Vorfälle haben allerdings nichts mit den 1.-Mai-Feierlichkeiten zu tun. Sie alle spielten sich bereits Ende April ab. Im ersten Fall wurde eine Frau sexuell belästigt, im zweiten eine Frau mit drei Kindern rassistisch beleidigt und im dritten ein Unfallschaden in Höhe von 100.000 Euro verursacht.

Der Vorfall ereignete sich auf der oft recht gut besuchten Augustusbrücke.  © Ove Landgraf

Die sexuelle Belästigung ereignete sich bereits am Samstag, dem 25. April, gegen 15.30 Uhr in der Inneren Neustadt.

Dort wurde eine junge Frau (34) auf der Augustusbrücke von einem ihr unbekannten Mann "unsittlich" berührt, wie die Polizei meldet.

Das Problem: Die Geschädigte leidet an einer so starken Sehbeeinträchtigung, dass es ihr nicht möglich ist, eine Täterbeschreibung abzugeben. Aus diesem Grund setzt die Polizei jetzt auf Zeugen.

Die Behörde fragt konkret: Wer hat Wahrnehmungen im Zusammenhang mit der Straftat gemacht? Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer 0351-483 22 33 entgegen.

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35-Jährige wird rassistisch ausfällig

Die Polizei hofft auf neue Impulse durch Zeugen. (Symbolfoto)  © Patrick Pleul/dpa

Am Montag, dem 27. April, stand eine Frau mit drei Kindern gegen 14.40 Uhr an der Straßenbahnhaltestelle "Amalie-Dietrich-Platz" in Dresden-Gorbitz.

Dort wurden sie und die drei Kinder wegen ihrer Herkunft von einer Frau (35) rassistisch beleidigt, wie die Polizei laut Zeugenaussagen mitteilte.

Als alarmierte Polizeibeamte die Tatverdächtige ausfindig machen konnten und eine Anzeige fertigten, hatten die Betroffenen den Ort des Geschehens bereits verlassen.

Die Polizei fragt deshalb: Wer hat Wahrnehmungen im Zusammenhang mit der Straftat gemacht? Weiterhin bittet sie die Betroffenen, sich bei der Polizei zu melden.

Hinweise nimmt die Behörde ebenfalls unter der Rufnummer 0351-483 22 33 entgegen.

Hoher Schaden im Wiener Tunnel

Der Unfall ereignete sich im Wiener Tunnel. (Symbolfoto)  © Norbert Neumann

Zuletzt sucht die Dresdner Polizei auch wegen eines Unfalls in der Wilsdruffer Vorstadt nach Zeugen. Dort knallte es am Mittwoch, dem 29. April, gegen 13.45 Uhr im Wiener Tunnel.

Ersten Erkenntnissen zufolge war der 20-jährige Fahrer eines Audi RS3 in dem Tunnel in Richtung Ammonstraße unterwegs, als er auf einen Kia Ceed auffuhr.

Der Fahrer (24) des Kia erlitt durch den Aufprall leichte Verletzungen. Wirklich heftig fiel der Schaden an den Fahrzeugen aus: etwa 100.000 Euro.

Die Polizei fragt deshalb: Wer hat Wahrnehmungen im Zusammenhang mit dem Verkehrsunfall gemacht? Wer kann Aussagen zum Fahrverhalten der Beteiligten machen?

Erneut steht für diese Fragen die Rufnummer 0351-483 22 33 zur Verfügung.

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