Coronavirus in NRW: Laschet will Corona-Monitoring

Köln – In NRW konnten einige Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus Covid-19 zuletzt wieder gelockert werden. Wir geben einen Überblick auf die aktuellen Entwicklungen in der Corona-Krise in NRW.

Am Flughafen Düsseldorf gibt es nun ein zweites Corona-Testzentrum, das privat betrieben wird und auch für Nicht-Reisende erreichbar ist.
Am Flughafen Düsseldorf gibt es nun ein zweites Corona-Testzentrum, das privat betrieben wird und auch für Nicht-Reisende erreichbar ist.  © Rolf Vennenbernd/dpa

In NRW ist die Maskenpflicht an Schulen im Unterricht seit dem 31. August ausgesetzt.

Am Donnerstag (27. August) verkündete NRW-Ministerpräsident Armin Laschet zudem weitere Maßnahmen des Landes wie die lokale Corona-Bremse.

Es gibt vorerst keine neuen Beschränkungen bei Familienfeiern.

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Update, 25. September, 8.35 Uhr: Erhöhte Corona-Zahlen: Schalke gegen Bremen doch ohne Zuschauer

Der FC Schalke 04 muss im Heimspiel gegen Werder Bremen doch auf seine Fans verzichten (Archivbild).
Der FC Schalke 04 muss im Heimspiel gegen Werder Bremen doch auf seine Fans verzichten (Archivbild).  © Bernd Thissen/dpa

Das Krisen-Duell zwischen dem FC Schalke 04 und Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga muss am Samstagabend (18.30 Uhr/Sky) doch ohne Zuschauer stattfinden.

 Wie die Schalker am Samstagmorgen mitteilten, haben sie von den lokalen Behörden die entsprechende Nachricht bekommen, nachdem die 7-Tage-Inzidenz in Gelsenkirchen zum entscheidenden Zeitpunkt am Samstag um 0.00 Uhr doch wieder über 35 lag.

Weil sie im Wochenverlauf und am Freitag mit 33,4 erstmals unter 35 gesunken war, hatten die Schalker auf die Erlaubnis für etwa 11.000 Zuschauer gehofft und die entsprechende Zahl an Tickets verkauft. Die betreffenden Fans erhalten nun ihr Geld zurück.

Es ist am 2. Spieltag bereits das dritte Spiel, bei dem wenige Stunden vor dem Anpfiff die Erlaubnis für eine bestimmte Zuschauerzahl zurückgezogen wird. In der Vorwoche waren die Partien FC Bayern München gegen Schalke (8:0) und 1. FC Köln gegen 1899 Hoffenheim (2:3) betroffen.

Update, 25. September, 8.05 Uhr: Gladbacher Abwehrspieler Beyer positiv auf Corona-Virus getestet

Abwehrspieler Jordan-Louis Beyer vom Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Dies gab der Club am Freitag bekannt. Der 20-Jährige, der beim vorherigen Test wie alle anderen getesteten Personen noch negativ getestet worden war, zählte bislang nicht zum Kader in den bisherigen Pflichtspielen und befindet sich nun in häuslicher Quarantäne.

Die Austragung des Bundesligaspiels gegen Union Berlin am Samstag (15.30 Uhr) ist davon nicht betroffen. Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt müsse kein weiterer Spieler und kein Mitglied des Trainer- und Betreuerstabs in Quarantäne.

Auch bei Schalke 04 gibt es einen weiteren Corona-Fall. Der Verein gab den Namen des Betroffenen jedoch nicht bekannt.

Update, 25. September, 16.29 Uhr: Inzidenz in Köln bei 28,8

In Köln liegt der Inzidenz am Freitagnachmittag bei 28,8, wie die Stadt mitteilte. Demnach sei die Zahl der mit Corona-Infizierten innerhalb der letzten 24 Stunden von 4649 auf 4691 gestiegen.

Update, 25. September, 14.14 Uhr: 20 Menschen nach Familienfeier in Bielefeld positiv getestet

Nach einer größeren Familienfeier in Bielefeld sind mittlerweile 20 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Stadt am Freitag mit. Unter den Betroffenen seien auch neun Schülerinnen und Schüler, die fünf verschiedene Schulen besuchten.

"Das Gesundheitsamt hat die Kontaktnachverfolgung gestartet und wird das gesamte Wochenende über die betroffenen Personen kontaktieren", kündigte die Stadt an. Wegen der hohen Zahl an Menschen, die benachrichtigt werden müssten, könne es aber ein wenig dauern, bis alle informiert seien.

Ab Montag seien Tests etwa für andere Schüler und Lehrer geplant, die mit den Infizierten Kontakt hatten.

Nach Angaben einer Sprecherin hatte es sich um eine private Feier in privaten Räumlichkeiten gehandelt. Sie habe in der vergangenen Woche stattgefunden. Da die Nachverfolgung noch laufe, könne die Zahl der positiv Getesteten noch weiter steigen. 

Update, 25. September, 13.54 Uhr: Gesamtschule in Remscheid wird geschlossen

Nach gestiegenen Corona-Fallzahlen schließt die Albert-Einstein-Gesamtschule in Remscheid bis zu den Herbstferien. Dies teilte Schulleiterin Martina Gathen am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die knapp 1200 Schüler sollen per Distanzunterricht weiter unterrichtet werden.

Man komme damit nach Rücksprache mit der Bezirksregierung einer Empfehlung des Gesundheitsamtes nach, den Präsenzunterricht einzustellen, sagte Gathen. Derzeit seien acht Schüler infiziert. Mehrere Klassen und Kurse sowie 30 Lehrer befänden sich infolgedessen bereits in Quarantäne.

Insgesamt unterrichten an der Schule rund 100 Lehrer. Nach Angaben der Stadt waren am Donnerstag zehn Schulen von Quarantäne-Maßnahmen betroffen. Zwei Kitas wurden geschlossen. Von weiteren Schulschließungen wurde zunächst nichts bekannt.

Update, 25. September, 13.17 Uhr: Sieben-Tage-Wert klettert in Hamm auf 99,9

In der nach einer Großhochzeit von vielen Corona-Neuinfektionen betroffenen Stadt Hamm ist der sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz-Wert am Freitag nach Zählung der Kommune auf 99,9 gestiegen. Dies teilte ein Stadtsprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Der Wert mit Stand Freitag, 12.00 Uhr, gibt an, wie viele Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner registriert wurden. Derzeit gebe es 207 akut Infizierte. Mehr als 150 Fälle stünden in Zusammenhang mit der Hochzeit.

Wie schon am Donnerstag wurden den Angaben zufolge 13 Personen in Krankenhäusern behandelt. Davon gebe es bei sieben einen Zusammenhang mit der Hochzeit. Unter diesen sieben sei auch eine Frau, die intensivmedizinisch behandelt werde.

Das Robert Koch-Institut, das die Zahlen mit zeitlichem Verzug veröffentlicht, wies am Freitagmorgen (Datenstand: 0.00 Uhr) einen Wert von 96,0 aus. Hamm verzeichnete damit am Freitag den höchsten Wert bundesweit.

Update, 25. September, 11.03 Uhr: Massentest bei Fleischverarbeiter haben begonnen

Nach dem Corona-Ausbruch in einem fleischverarbeitenden Betrieb in Emsdetten (Kreis Steinfurt) mit 26 Infizierten hat am Freitag ein Massentest begonnen. Teams des Kreises wollen bei allen rund 300 Mitarbeitern Abstriche nehmen.

Erste Ergebnisse werden laut Kreissprecherin Kirsten Weßling frühestens am Samstagabend erwartet. Getestet werden sollen auch weitere rund 200 Kontaktpersonen vorwiegend aus dem häuslichen Umfeld der Beschäftigten.

Bei Bedarf wollen mobile Abstrichteams die Betroffenen zu Hause aufsuchen. Zu einer Testteilnahme aufgefordert sind außerdem alle Personen, die sich vom 18. bis 24. September mehr als 30 Minuten auf dem Firmengelände aufgehalten haben.

Die Infektion der 26 Beschäftigten war am Mittwoch bekanntgeworden. Der Kreis Steinfurt hatte daraufhin alle rund 300 Mitarbeiter des Geflügelverarbeiters Allfrisch in Quarantäne geschickt.

Ein weiterer Abstrich ist für kommenden Dienstag geplant. Die Produktion steht derzeit still. An einem Konzept für einen Notbetrieb werde gearbeitet, hatte der Kreis am Donnerstag mitgeteilt.

Das Unternehmen geht bislang davon aus, dass die Infektionen auf zwei Feiern aus familiären Anlässen zurückgehen.

Update, 25. September, 9.25 Uhr: 7-Tage-Wert steigt in Remscheid auf 71,2

In Remscheid sind die Corona-Fallzahlen stark gestiegen. Der sogenannte Wocheninzidenz-Wert kletterte am Freitag auf 71,2, wie das Robert Koch-Institut mitteilte. 

Am Mittwoch hatte er noch bei 51,4 gelegen. Nach Angaben des Landeszentrums Gesundheit waren allein am Donnerstag 20 neue Fälle hinzugekommen. Die Stadt hatte im Tagesverlauf von allein acht Neuinfektionen an Schulen und einer Kita gesprochen. Der Inzidenzwert gibt an, wie viele Neuinfektionen in einer Region in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner registriert wurden.

Seit einigen Tagen gelten in der bergischen Stadt mit rund 114.000 Einwohnern besondere Einschränkungen, um eine weitere Ausbreitung einzudämmen. So dürfen sich etwa im öffentlichen Raum maximal fünf Personen oder Angehörige von zwei häuslichen Gemeinschaften treffen. Private Feiern mit mehr als 24 Personen müssen bei den Behörden angemeldet, ab 50 Personen genehmigt werden.

In Remscheid gelten nach früheren Angaben vor allem "reiserückkehrende Familienverbünde" als Verursacher des Corona-Ausbruchs. Den Bürgern wird geraten, in der Öffentlichkeit im gesamten Stadtgebiet Alltagsmasken zu tragen. Eine mehrsprachige Aufklärungskampagne und eine Plakataktion starteten.

Update, 25. September, 8.20 Uhr: Darf Schalke vor Zuschauern spielen?

Angesichts der neuesten Corona-Infektionszahlen könnte das erste Saison-Heimspiel des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 an diesem Samstag vor Fans stattfinden. 

Die maßgebliche Anzahl der Neuinfizierten in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner sank unter die Verbotsschwelle von 35 auf 33,4, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte. Das letzte Wort haben die Gesundheitsbehörden der Stadt.

Bereits am Donnerstag hatte der Verein mit der Ticketzuteilung begonnen und darauf hingewiesen, dass weiterhin kurzfristig möglich sei, "dass die Partie ohne Zuschauer stattfinden muss". 

Alle Fans sollten dann benachrichtigt werden und ihr Geld umgehend zurückerhalten. Schalke will nach früheren Angaben eines Sprechers rund 11.000 Fans zuschauen lassen. Gegner in der Veltins-Arena am Samstag ist Werder Bremen (18.30 Uhr).

Update, 25. September, 6.45 Uhr: Weitere Tests bei Geflügel-Betrieb

In Emsdetten (Kreis Steinfurt) beginnen am Freitag die Corona-Tests bei den Mitarbeitern eines Geflügelverarbeiters, bei dem 26 Mitarbeiter positiv getestet worden waren. 

Teams des Kreises wollen bei allen rund 300 Mitarbeitern und weiteren rund 200 Kontaktpersonen vorwiegend aus dem häuslichen Umfeld Abstriche nehmen. Die Ergebnisse werden Samstagnachmittag erwartet.

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa

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