Coronavirus in NRW: Große Nachfrage nach Kleingärten

Köln – In NRW konnten einige Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus Covid-19 zuletzt wieder gelockert werden. Wir geben einen Überblick auf die aktuellen Entwicklungen in der Corona-Krise in NRW.

Auch Kinos dürfen seit Samstag (30. Mai) wieder öffnen.
Auch Kinos dürfen seit Samstag (30. Mai) wieder öffnen.  © Felix Kästle/dpa

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der registrierten Corona-Fälle von Sonntag auf Montag leicht um 46 gestiegen. Wie das NRW-Gesundheitsministerium mitteilte, lag die Gesamtzahl aller nachgewiesenen Infektionen seit Beginn der Pandemie damit bei 38.027.

Davon meldeten sich bislang 33.892 wieder genesen - hier gab es damit seit Samstag keine Veränderung. Die Zahl der Toten erhöhte sich um 1 auf 1597.

Daraus ergibt sich, dass aktuell rund 2535 Menschen in NRW mit dem Coronavirus infiziert sind. Am vergangenen Mittwoch war diese Zahl erstmals seit dem Zenit unter die Marke 3000 gesunken.

Den Ministeriumsangaben zufolge sind derzeit 339 Menschen mit einer Corona-Infektion in stationärer Behandlung.

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Update, 1. Juni, 17.35 Uhr: Rosenmontagszug könnte ausfallen

Nordrhein-Westfalens SPD-Chef Sebastian Hartmann hält nichts von einem Rosenmontagszug 2021. "Es ist absehbar, dass auch im Karneval die Mindestabstände eingehalten werden müssen", sagte Hartmann dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Dienstag-Ausgabe).

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Eine Gruppe marschiert beim Kölner Rosenmontagszug.
Eine Gruppe marschiert beim Kölner Rosenmontagszug.  © dpa/Oliver Berg

Update, 1. Juni, 13.48 Uhr: 108 Corona-Verstöße in Köln am Wochenende

Am Pfingstwochenende sind die Corona-Regeln in der Millionenstadt Köln nach Angaben des Ordnungsamtes "im Großen und Ganzen" eingehalten worden. 

Es wurden von Freitag bis Sonntag allerdings 108 Verstöße verzeichnet, hieß es am Montag. Es habe am Pfingstwochenende vor allem mit jungen Leuten Probleme gegeben: "Bei diesen Gruppen stellen die Mitarbeiter des Ordnungsamtes vermehrt fest, dass einige die Maßnahmen des Infektionsschutzes kaum noch ernst nehmen", hieß es. Für die Mitarbeiter werde es zunehmend schwieriger, hier mit Argumenten zu überzeugen.

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Update, 1. Juni, 13.33 Uhr: 46 weitere Corona-Fälle in NRW verzeichnet

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der registrierten Corona-Fälle von Sonntag auf Montag leicht um 46 gestiegen. Wie das NRW-Gesundheitsministerium mitteilte, lag die Gesamtzahl aller nachgewiesenen Infektionen seit Beginn der Pandemie damit bei 38.027. 

Davon meldeten sich bislang 33.892 wieder genesen - hier gab es damit seit Samstag keine Veränderung. Die Zahl der Toten erhöhte sich um 1 auf 1597.

Daraus ergibt sich, dass aktuell rund 2535 Menschen in NRW mit dem Coronavirus infiziert sind. Am vergangenen Mittwoch war diese Zahl erstmals seit dem Zenit unter die Marke 3000 gesunken. 

Den Ministeriumsangaben zufolge sind derzeit 339 Menschen mit einer Corona-Infektion in stationärer Behandlung.

Update, 1. Juni, 12.57 Uhr: Wegen Corona: Deutsche Einsatzkräfte aus Afghanistan zurückgeholt

Nach einem Corona-Ausbruch unter deutschen Polizeiausbildern in Afghanistan hat das Bundesinnenministerium insgesamt neun Polizisten nach Deutschland zurückgeholt - zwei erkrankte Beamte stammen aus NRW. 

Mit einem speziell ausgestatteten Airbus A400 MedEvac flog die Luftwaffe am Sonntag drei erkrankte Ausbilder in die Heimat. Mit an Bord war auch ein infizierter Bundeswehrsoldat, der im Camp Marmal im nordafghanischen Masar-i-Scharif stationiert war, wie die Luftwaffe mitteilte.

Der Airbus landete am späten Sonntagabend in Köln. Parallel dazu wurden mit einer gecharterten Maschine sechs weitere Polizisten nach Deutschland zurückgebracht. Sie hätten bei der Ausbildungsmission mit den infizierten Kollegen zusammengearbeitet und gälten daher als Erstkontakte, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums.

Zurückgebracht wurde außerdem ein positiv auf das Coronavirus getesteter Bundeswehrsoldat aus dem Camp Marmal in Masar-i-Scharif. Die Männer wurden auf dem Rückflug zur Sicherheit von einem Arzt und einem Notfallsanitäter begleitet, wie ein Sprecher des Sanitätsdienst der Bundeswehr sagte.

Die Ausbildungsmission in Afghanistan gerät damit ins Stocken. Weil jetzt neun Polizisten fehlen, könne die gesicherte Unterkunft des Teams vorübergehend nicht genutzt werden, erklärte der Ministeriumssprecher. Für den Betrieb sei eine Mindestanzahl an deutschen Einsatzkräften notwendig.

Update, 1. Juni, 9.03 Uhr: Corona-Beschränkungen sorgen für "Run auf Kleingärten"

Seit geraumer Zeit verzeichnen die Kleingartenvereine einen Ansturm auf freie Plätze (Archivbild).
Seit geraumer Zeit verzeichnen die Kleingartenvereine einen Ansturm auf freie Plätze (Archivbild).  © Boris Roessler/dpa

Die Corona-Beschränkungen haben die Nachfrage nach Kleingärten in Deutschland sprunghaft ansteigen lassen. "Es gibt mindestens eine Verdopplung der Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr", berichtet der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde als Dachverband von rund 893.000 Kleingarten-Pächtern. 

Vor allem in Großstädten seien die Gärten begehrt. "Schon vor Corona war die Nachfrage sehr hoch. Mit Corona ist sie nochmal gestiegen, die Wartezeiten werden immer länger", sagte Verbandssprecherin Sandra von Rekowski. So gebe es in Berlin Gärten mit einer Wartezeit von sieben Jahren.

Der Geschäftsführer des Kleingärtner-Landesverbands Westfalen und Lippe in Lünen (Kreis Unna), Werner Heidemann, bestätigte: "Die Nachfrage nach Gärten hat zu Corona-Zeiten nochmal einen Schub erhalten." Er beobachte jedoch bereits seit einigen Jahren einen generationenübergreifenden "Run auf die kleinen Gärten". 

Ralf Krücken vom Landesverband Rheinland sieht als wichtige Gründe ein gestiegenes Bewusstsein für gesunde Ernährung und den Wunsch, sich in der Freizeit mit der Natur zu beschäftigten.

In Nordrhein-Westfalen gibt es laut Umweltministerium insgesamt 118.000 Kleingärten in 1600 Kleingartenanlagen. Schwerpunkte sind das Ruhrgebiet und die Rheinschiene.

Update, 1. Juni, 8.05 Uhr: Laschet fordert Hilfe für Kommunen im Konjunkturpaket

Vor den für Dienstag geplanten Beratungen über ein milliardenschweres Konjunkturpaket der Bundesregierung hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet gefordert, den Kommunen besonders unter die Arme zu greifen. "Das Konjunkturpaket soll ja jetzt in der Krise helfen und ohne leistungsfähige Kommunen wird das nicht funktionieren", sagte der CDU-Politiker am Sonntag dem WDR.

Die Kommunen müssten bei den Sozialkosten wie der Unterbringung von Arbeitslosen entlastet werden, aber auch bei Investitionen. "Die Kommunen sind ja gleich doppelt getroffen: Zum einen brechen die Gewerbesteuereinnahmen weg, zum anderen steigen die Arbeitslosenzahlen", sagte Laschet.

Der Deutsche Städtetag hat bereits mehrfach eine stärkere Entlastung der Kommunen gefordert. Die schwarz-rote Koalition will am Dienstag über umfassende Maßnahmen beraten, die die deutsche Wirtschaft wieder in Fahrt bringen sollen. Infolge der Corona-Krise wird eine schwere Rezession erwartet.

Armin Laschet (59) ist Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.
Armin Laschet (59) ist Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Update, 31. Mai, 14.32 Uhr: 90 weitere Corona-Fälle in NRW verzeichnet

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Corona-Fälle von Samstag auf Sonntag um 90 gestiegen. Wie das NRW-Gesundheitsministerium mitteilte, lag die Gesamtzahl aller nachgewiesenen Infektionen seit Beginn der Pandemie damit bei 37 981. Davon meldeten sich bislang 33.892 wieder genesen - hier gab es keine Veränderung im Vergleich zum Samstag. 

Die Zahl der Toten erhöhte sich um 2 auf 1596.

Daraus ergibt sich, dass aktuell rund 2500 Menschen in NRW mit dem Coronavirus infiziert sind. Am Mittwoch war diese Zahl erstmals seit dem Zenit unter die Marke 3000 gesunken.

Update, 31. Mai, 8.56 Uhr: Pommes-Flaute stellt Landwirte vor Probleme

Die wochenlange Schließung der Gastronomie hat dazu geführt, dass große Mengen an Fritten-Kartoffeln in den Lagern der Landwirte liegen bleiben. Etliche Erzeugerbetriebe säßen auf größeren Mengen Lagerware, die nun nicht mehr abfließen könnten, heißt es in einem Bericht des NRW-Umweltministeriums. 

"Wir können nicht die Pommes, die wir in den letzten zwei Monaten nicht gegessen hätten, jetzt auch noch essen", sagte Bernhard Rüb von der Landwirtschaftskammer NRW der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die Wiedereröffnung der Gastronomie. Weitere Infos zu diesem Thema bekommt Ihr >>>hier.

Update, 31. Mai, 8.16 Uhr: Ruhrbahn testet Anti-Corona-Beschichtung in Bussen und Bahnen

In einem Fahrzeug der Ruhrbahn bestreicht ein Mitarbeiter einen Haltegriff mit einem Spezialmittel.
In einem Fahrzeug der Ruhrbahn bestreicht ein Mitarbeiter einen Haltegriff mit einem Spezialmittel.  © ---/Ruhrbahn Essen /dpa

Das Nahverkehrsunternehmen Ruhrbahn testet in den kommenden Monaten in acht Bussen und Bahnen eine Spezialbeschichtung von Oberflächen, die das Corona-Infektionsrisiko senken soll. 

Das klarlackähnliche Mittel wird dazu auf Flächen wie Lenkrädern, Handgriffen und Haltestangen aufgetragen. Ein chemischer Prozess soll dafür sorgen, dass nahezu alle Bakterien, Viren und Pilze beseitigt werden. 

Eine Studie der Universitätsklinik Regensburg habe die Wirksamkeit belegt, berichtet die Ruhrbahn. Das Mittel soll bis zu einem Jahr wirksam, für Mensch oder Natur aber unschädlich sein.

"Wir wollen zunächst einmal testen, wie das Verfahren funktioniert und wie die behandelten Oberflächen reagieren", erklärte Projektleiter Michael Bartels. 

Nach der zwei bis drei Monate dauernden Testphase sollen nach und nach alle Fahrzeuge der Ruhrbahn mit der Substanz behandelt werden. Der Fuhrpark der Ruhrbahn umfasst nach Angaben einer Sprecherin 274 Busse und 163 Straßenbahnfahrzeuge.

Update, 31. Mai, 8.06 Uhr: Bundeswehr holt erkrankte Polizisten aus Afghanistan zurück

Die Luftwaffe holt erstmals an Covid-19 erkrankte deutsche Polizisten aus dem Ausland zurück - sie kommen aus NRW. Ein Airbus A400 startete am Samstag Richtung Afghanistan, wie der "Spiegel" berichtete. 

Das Transportflugzeug mit medizinischem Personal an Bord soll nach einer Zwischenlandung im nordafghanischen Masar-i-Scharif am Sonntag in der afghanischen Hauptstadt Kabul ankommen. Die Rückkehr sei für den Sonntagabend geplant, sagte eine Sprecherin der Luftwaffe der Deutschen Presse-Agentur. 

Mitfliegen soll nach Angaben des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr auch ein positiv auf das Coronavirus getesteter Bundeswehrsoldat aus dem Camp Marmal in Masar-i-Scharif.

Die beiden erkrankten Polizisten stammten aus Nordrhein-Westfalen, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums der dpa. Drei Beamte zeigten Anfang der Woche Symptome einer Covid-19-Erkrankung. Zwei von ihnen wurden positiv auf das Coronavirus getestet, bei einem dritten war das Testergebnis negativ. Alle drei sollen nun nach Deutschland zurückgeholt werden. 

Die Beamten wurden im Feldhospital der Nato in Kabul medizinisch behandelt. Auf dem Flug sollen die begleitenden Ärzte und Soldaten Schutzmontur tragen, um sich nicht selbst zu infizieren, wie der "Spiegel" berichtete.

Die Beamten sind dem Bericht zufolge Teil des deutschen Polizeiausbildungsprojekts in Afghanistan. Das "German Police Project Team" trainiert in Kabul und Masar-e-Scharif lokale Polizisten.

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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