Coronavirus in NRW: Kölner Inzidenz bei kritischen 36,75

Köln – In NRW konnten einige Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus Covid-19 zuletzt wieder gelockert werden. Wir geben einen Überblick auf die aktuellen Entwicklungen in der Corona-Krise in NRW.

Ab September gilt die Maskenpflicht an NRW-Schulen nicht mehr während des Unterrichts.
Ab September gilt die Maskenpflicht an NRW-Schulen nicht mehr während des Unterrichts.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

In NRW ist die Maskenpflicht an Schulen im Unterricht seit dem 31. August ausgesetzt.

Am Donnerstag (27. August) verkündete NRW-Ministerpräsident Armin Laschet zudem weitere Maßnahmen des Landes wie die lokale Corona-Bremse.

Es gibt vorerst keine neuen Beschränkungen bei Familienfeiern.

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Update, 21. September, 8.10 Uhr: Rund 7000 Schüler und 580 Lehrer in Quarantäne

Im Zuge der Corona-Pandemie befinden sich nach jüngsten Zahlen des nordrhein-westfälischen Schulministeriums knapp 7000 Schüler und rund 580 Lehrer in Quarantäne.

Bei 238 Schülern und 46 Lehrkräften sei eine Infektion mit dem Virus bestätigt worden, berichtete die in Düsseldorf erscheinende Rheinische Post unter Berufung auf das Ministerium. Vier Schulen seien wegen der Pandemie komplett geschlossen, dazu kämen 106 Teilschließungen.

Das Bildungsministerium hat die Zahlen laut Zeitung in einer Umfrage ermittelt, an der 4510 von 4862 Schulen teilgenommen hätten. Danach waren zuletzt exakt 6987 Schüler und 576 Lehrer in Quarantäne.

Nach Auffassung des Verbandes Lehrer NRW fehlt dem Blatt zufolge ein klares Konzept für den Schulbetrieb in Corona-Zeiten. Vor allem die Abschaffung der Maskenpflicht nach zwei Wochen habe zu massiver Verunsicherung bei Schülern und Lehrern geführt.

Update, 21. September, 8 Uhr: Kölner Inzidenz knackt kritische 35-Marke

In Köln steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen. Der Inzidenz liegt am Sonntagnachmittag bei 36,75.
In Köln steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen. Der Inzidenz liegt am Sonntagnachmittag bei 36,75.  © Marius Becker/dpa

Am Sonntagnachmittag gab es in Köln ingesamt 4.472 der Stadt bestätigte Corona-Fälle. Die Inzidenzzahl liegt damit bei 36,75.

Auch wurde ein weiterer Todesfall einer mit Covid-19 infizierten Person gemeldet. Insgesamt erlagen bis Sonntag 116 Kölnerinnen und Kölner dem Virus.

Aktuell sind 460 Bürger an Corona erkrankt.

Städte und Kreise, die eine Sieben-Tages-Inzidenz über 35 aufweisen, müssen in NRW mit den zuständigen Landesbehörden konkrete Gegenmaßnahmen abstimmen.

Welche Konsequenzen in Köln folgen, ist noch nicht geklärt. Am Samstag fand bereits die Bundesliga-Partie des 1. FC Köln unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Update, 20. September, 15.30 Uhr: Mehrere Tausend demonstrieren in Düsseldorf

In Düsseldorf demonstrieren am Sonntagnachmittag mehrere Tausend Menschen gegen die Corona-Maßnahmen. Die Kundgebung findet unter der Aufsicht von zahlreichen Polizisten statt.

Update, 20. September, 13.02 Uhr: Bochum freut sich auf ersten Auftritt vor Zuschauern

Vor dem ersten Saisonspiel gegen den FC St. Pauli am Montag (20.30 Uhr/Sky) freut sich Sport-Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz vom Fußball-Zweitligisten VfL Bochum über die Rückkehr der Zuschauer.

"Wir kommen aus Spielen, die komplett ohne Fans stattgefunden haben. Das ist kein schöner Zustand für uns und auch den Fußball im Allgemeinen gewesen. Ich finde, es ist ein richtiger und wichtiger Schritt in eine gute Richtung", sagte der 41-Jährige.

Die Partie gegen die Kiez-Kicker können 5000 Fans im Bochumer Stadion verfolgen. "Ich hoffe, dass die Testphase gut verlaufen wird", sagte Schindzielorz.

Update, 20. September, 10.22 Uhr: Starker Anstieg der Corona-Fälle auch in Hamm und Remscheid

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in einigen nordrhein-westfälischen Städten steigt weiterhin stark an. Am Sonntag überschritten auch die Städte Hamm und Remscheid die sogenannte Vorwarnstufe. Das heißt, die Menschen dort müssen sich jetzt womöglich wieder auf erste Einschränkungen des öffentlichen Lebens einstellen.

Bei der entscheidenden Kennzahl – den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – lag Gelsenkirchen am Sonntag weiterhin an der Spitze der großen Städte und Kreise in NRW.

Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz wurde vom Robert Koch-Institut (RKI) wie am Vortag mit 44,1 angegeben – eine Woche zuvor waren es 10,7.

Hamm kam am Sonntag auf einen Wert von 43,0 – eine Woche zuvor betrug die Sieben-Tages-Inzidenz dort noch 10,1. In Remscheid infizierten sich laut RKI in den vergangenen sieben Tagen 36,9 Personen pro 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus – eine Woche zuvor waren es noch 20,7.

Städte und Kreise, die eine Sieben-Tages-Inzidenz über 35 aufweisen, müssen in NRW mit den zuständigen Landesbehörden konkrete Gegenmaßnahmen abstimmen.

Zudem sind ab diesem Wert keine Zuschauer etwa bei Fußball-Bundesligaspielen mehr erlaubt, was in Gelsenkirchen ein Thema werden könnte. Der FC Schalke 04 hat am nächsten Samstag sein erstes Heimspiel der Saison.

In der Nähe der Vorwarnstufe sind außerdem die Stadt Köln mit einem Wert von 34,2 sowie der Oberbergische Kreis mit einem Wert von 33,0.

Update, 19. September, 17.47 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen steigt in Gelsenkirchen massiv an

In Gelsenkirchen gab es zuletzt einen starken Anstieg der Corona-Neuinfektionen.
In Gelsenkirchen gab es zuletzt einen starken Anstieg der Corona-Neuinfektionen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Gelsenkirchen ist massiv angestiegen und nähert sich der wichtigen Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. 

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz am Samstag in Gelsenkirchen bei 44,1 - eine Woche zuvor lag der Wert noch bei 10,7. 

Schon ab 35 Fällen pro 100.000 Einwohner müssen Kommunen in NRW mit den zuständigen Landesbehörden konkrete Gegenmaßnahmen abstimmen. 

Zudem sind ab diesem Wert keine Zuschauer etwa bei Fußball-Bundesligaspielen mehr erlaubt. Der FC Schalke 04 hat sein erstes Heimspiel der Saison am nächsten Samstag gegen Werder Bremen.

Sollte die wichtige Kennziffer der Neuansteckungen auf 50 steigen, kündigte die Stadt "einschneidende Einschränkungen" an. Die Stadt Gelsenkirchen hatte bereits am Freitag mitgeteilt, dass größere private Feiern zu einer Verbreitung des Coronavirus beigetragen hätten.

Update, 18. September, 21 Uhr: Land verlängert Corona-Hilfen für Solo-Selbstständige bis Jahresende

Das Land Nordrhein-Westfalen will die Corona-Hilfe für Freiberufler und Solo-Selbstständige bis zum Jahresende verlängern. 

Die monatliche Unterstützung zum Lebensunterhalt von 1000 Euro werde bis zum Jahresende weitergezahlt, sagte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) der Rheinischen Post. 

Bislang war die Hilfe für Solo-Selbstständige bis August befristet. "Dies ist ein wertvoller Beitrag, um auch die private wirtschaftliche Existenz der kleinsten Unternehmer unseres Landes zu sichern", sagte er.

Update, 18. September, 16.36 Uhr: 73 Prozent der Lehrer wollen Maskenpflicht zurück

Eine große Mehrheit von rund 6000 befragten Lehrern in NRW will laut der Gewerkschaft GEW die Maskenpflicht im Unterricht zurück. 

Fast 70 Prozent fühlten sich durch die gegenwärtigen Maßnahmen der Landesregierung mangelhaft oder ungenügend geschützt, teilte die Gewerkschaft am Freitag mit.

Fast ein Drittel der Befragten habe angegeben, dass es an ihrer Schule Gremienbeschlüsse zum freiwilligen Tragen einer Maske im Unterricht gebe. 

"Obwohl Masken im Unterricht pädagogisch unsinnig sind, spricht sich eine große Mehrheit für die Wiedereinführung aus, mangels besserer Alternativen zum Infektionsschutz", so die nordrhein-westfälische GEW-Vorsitzende Maike Finnern.

Über 6000 Mitglieder der Gewerkschaft hätten sich an der Befragung, die zwischen dem 3. und 14. September stattfand, beteiligt. 

Über 80 Prozent hätten ein landesweit einheitlich geregeltes Vorgehen bei Schutzmaßnahmen gefordert, wenn diese im Falle steigender Infektionszahlen erforderlich sein sollten. Mit Blick auf die kalte Jahreszeit sei dies dringend nötig, betonte auch die Gewerkschaft.

Update, 18. September, 15.53 Uhr: Bundesverdienstkreuz für Heinsbergs Landrat Pusch

Der Heinsberger Landrat Stephan Pusch erhält für seine Verdienste in der Corona-Krise das Bundesverdienstkreuz.
Der Heinsberger Landrat Stephan Pusch erhält für seine Verdienste in der Corona-Krise das Bundesverdienstkreuz.  © Henning Kaiser/dpa

Der Landrat des Kreises Heinsberg, Stephan Pusch (CDU), soll am 1. Oktober mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet werden. 

Wie eine Sprecherin des Kreises der Deutschen Presse-Agentur am Freitag sagte, wird Pusch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für seine Arbeit als Krisenmanager in der Corona-Pandemie geehrt. 

Eine Sprecherin des Bundespräsidenten sagte der dpa, Pusch habe, als sich das Corona-Virus im Februar in Heinsberg als erstem Landkreis in Deutschland rasant ausbreitete, Pionierarbeit bei der Eindämmung der Pandemie geleistet. 

"Viele seiner Maßnahmen wurden in den folgenden Monaten von anderen Kreisen in der ganzen Bundesrepublik übernommen."

Puschs Kreis Heinsberg war nach einer Karnevalssitzung im Februar zum ersten deutschen Corona-Hotspot geworden. 

Der Landrat hatte Schulen und Kindergärten schließen lassen und die Bevölkerung unter anderem durch tägliche Videobotschaften informiert.

Update, 18. September, 14.15 Uhr: Online-Kirchgang nach Corona stark gefragt

Der coronabedingte zeitweise Umstieg auf Online-Gottesdienste hat bei vielen evangelischen Gläubigen einer Umfrage zufolge Anklang gefunden. 

Künftig wünschten sich mehr als 82 Prozent regelmäßige Online-Gottesdienste, auch wenn Präsenzveranstaltungen wieder möglich seien, teilte die Evangelische Kirche im Rheinland am Freitag mit. An der Online-Befragung im Auftrag von fünf Landeskirchen hatten 5000 Personen teilgenommen.

Fast zwei Drittel der Befragten (65,4 Prozent) hatten auch nach Ende des Lockdowns weiterhin an digitalen Gottesdiensten teilgenommen. Besonders hoch war die Zustimmung bei den 41- bis 60-Jährigen. Mehr als 80 Prozent waren mindestens viermal beim digitalen Kirchgang dabei.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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