Coronavirus in NRW: Erhöhte Corona-Fallzahlen

Köln – In NRW konnten einige Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus Covid-19 zuletzt wieder gelockert werden. Wir geben einen Überblick auf die aktuellen Entwicklungen in der Corona-Krise in NRW.

Im Kreis Kleve gab es 54 positive Corona-Tests nach einer privaten Feier (Archivbild).
Im Kreis Kleve gab es 54 positive Corona-Tests nach einer privaten Feier (Archivbild).  © Sven Braun/dpa

Landesweit kletterten die Gesamtinfektionszahlen in NRW über das Wochenende wieder leicht nach oben: nach Statistiken des Gesundheitsministeriums zwischen Freitag und Sonntag um 314 auf über 46.000 seit Beginn der Pandemie. 

Davon sind die weitaus meisten den Angaben zufolge wieder genesen. 

Mehr als 1700 Menschen mit Coronavirus sind in NRW gestorben. Nur Bayern hat im Ländervergleich höhere Fallzahlen (49 710) und Todesfälle (2616) zu beklagen als das einwohnerstärkste Bundesland NRW.

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Update, 8. August, 14.02 Uhr: Keine größeren Verstöße

In der Nacht zum Samstag hat die Polizei in mehreren Großstädten Nordrhein-Westfalens kaum Verstöße gegen die Corona-Regelungen verzeichnet. 

Lediglich in Bonn nahmen die Beamten sieben junge Männer frühzeitig in Gewahrsam, die zum Teil stark alkoholisiert und aggressiv gewesen sein sollen. 

Die Männer seien Platzverweisen nicht nachgekommen, teilte die Polizei mit. Insgesamt wurden 20 Menschen verwiesen. Darüber hinaus habe es jedoch kaum Gründe für ein Einschreiten der Einsatzkräfte gegeben.

In Köln kam es zu keinen größeren Vorfällen. "Es waren zwar viele Leute wegen des guten Wetters unterwegs, aber es gab keine nennenswerten Störungen", sagte ein Sprecher der Polizei. Es sei eine ziemlich normale Nacht an den Rheinufern gewesen. 

Update, 8. August, 11.42 Uhr: Zwei Spieler beim 1. FC Köln positiv getestet

Der 1. FC Köln beim Training.
Der 1. FC Köln beim Training.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Beim 1. FC Köln sind zwei Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies bestätigte der Verein am Samstag und teilte über den Kurznachrichtendienst Twitter weiter mit: "Beide begaben sich in Absprache mit dem Gesundheitsamt direkt in häusliche Quarantäne. In den beiden Testrunden fielen alle anderen Tests negativ aus." 

Am Samstag trainierte die Mannschaft von Coach Markus Gisdol drei Tage nach dem offiziellen Trainingsstart erstmals gemeinsam auf dem Platz.

 Das Training des Fußball-Bundesligisten wird trotz der beiden positiven Tests fortgesetzt.

Update, 8. August, 8.47 Uhr: Mehr Corona-Fälle in NRW

In Nordrhein-Westfalen sind innerhalb eines Tages 324 neue Corona-Fälle registriert worden. Das teilte das NRW-Gesundheitsministerium zum Wochenende in Düsseldorf mit.

Insgesamt gab es seit Beginn der Pandemie damit 50.937 bestätigte Corona-Infektionen im bevölkerungsreichsten Bundesland.

Inzwischen seien aber 45.532 Erkrankte wieder genesen, berichtete das Ministerium. Dem standen 1755 Todesfälle gegenüber.

Update, 8. August, 8.45 Uhr: Geplantes Groß-Konzert in Düsseldorf in der Kritik

Das Getöse ist schon ziemlich laut, bevor der erste Ton gespielt wurde: Ein trotz Corona-Pandemie in Düsseldorf geplantes Konzert mit 13 000 Zuschauern hat innerhalb von Stunden zu massiven Verstimmungen zwischen Stadt und Land geführt. 

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) zweifelte am Freitag öffentlich an der rechtlichen Grundlage des Vorhabens. "Konzept und Genehmigung sind jedenfalls nicht mit dem Land abgestimmt und ich habe begründete Zweifel an der rechtlichen Grundlage", erklärte er der Deutschen Presse-Agentur. 

Sein Ministerium habe das örtliche Gesundheitsamt angewiesen, "unverzüglich die Rechtsgrundlage für diese Genehmigungsentscheidung darzustellen".

Update, 6. August, 18.08 Uhr: Laschet negativ auf Corona getestet

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat Vorwürfe der SPD zurückgewiesen, weil er keinen Corona-Test nach seiner Rückkehr aus Griechenland gemacht habe. "Diese Aussage, die sie übrigens da tätigt, ist falsch", sagte Laschet am Donnerstag.

Nach seiner Landung ließ er sich testen. Das Ergebnis war negativ – wie es nach dpa-Informationen auch bei vorigen Tests war, die Laschet aus Vorsicht und ohne Symptome hatte machen lassen.

Update, 6. August, 15.19 Uhr: SPD schlägt "Kurzstunden" und Schichtbetrieb vor

Durch "Kurzstunden" und Schichtbetrieb soll das Infektionsrisiko an Schulen in NRW verringert werden. (Archivfoto)
Durch "Kurzstunden" und Schichtbetrieb soll das Infektionsrisiko an Schulen in NRW verringert werden. (Archivfoto)  © Jonas Güttler/dpa

Mit "Kurzstunden", Schichtbetrieb und Lernen im Freien könnten die Schulen in Nordrhein-Westfalen aus Sicht der SPD-Opposition trotz Corona-Pandemie wieder durchstarten.

Am Donnerstag präsentierten die Vizevorsitzenden der Landtagsfraktion, Jochen Ott und Eva-Maria Voigt-Küppers, in Düsseldorf entsprechende Vorschläge – Mitte der kommenden Woche enden die Sommerferien.

Demnach sollte eine "Kurzstunde" Unterricht nur 30 Minuten statt der sonst üblichen 45 bis 50 Minuten dauern. Das erlaube gestaffelte Startmöglichkeiten in den Klassen und einen entzerrten "Umlauf" auf den Pausenhöfen, argumentieren die Sozialdemokraten.

Auch gestaffelte Schulöffnungszeiten plus Streckung des Schulbetriebs bis in den Nachmittag könnten für Freiräume und damit geringere Ansteckungsrisiken sorgen, wenn die Schüler im Schichtbetrieb pauken.

Bis zu den Herbstferien sei zudem mehr Lernen im Freien angesagt. Dafür böten sich auch außerschulische Kooperationen an – etwa mit Museen, Wald- oder Volkshochschulen, die derzeit ohnehin weniger besucht seien. 

Wenn das dortige Personal sowie freiberufliche Pädagogen eingebunden würden, seien zudem kleinere Lerngruppen möglich, heißt es im SPD-Konzept zum "Neustart ins Corona-Schuljahr".

Wenn Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) frühzeitig ein flexibles Konzept für den Präsenzunterricht vorgelegt und regelmäßige Corona-Tests auch für Schüler angeboten hätte, wäre der nun beschlossene "Regelbetrieb mit Maske" sogar im Unterricht nicht nötig gewesen, bemängelte die Opposition.

Jetzt sei Mund-Nasen-Bedeckung in der Schule zumindest in den ersten Wochen des neuen Schuljahres leider nötig.

Update, 6. August, 10.23 Uhr: Kritik an Laschet nach Griechenland-Besuch

NRW-Oppositionsführer Thomas Kutschaty (SPD) hat Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nach dessen Griechenland-Reise kritisiert, weil der laut Regierung keinen Corona-Test hat machen lassen. 

Das Land hatte einem Facebook-Nutzer, der von Laschet eine Quarantäne von zwei Wochen gefordert hatte, in dem Sozialen Netzwerk geantwortet, es bestehe "kein Grund, dass der Ministerpräsident und seine Delegation nach Rückkehr einen Pflichttest machen müssen oder sich in Quarantäne begeben, da weder Lesbos und das Flüchtlingslager noch weitere Teile Griechenlands Risikogebiete sind".

Update, 6. August, 7.11 Uhr: Prostitution in NRW bleibt vorerst verboten

Anders als Berlin wird Nordrhein-Westfalen das coronabedingte Arbeitsverbot für Prostituierte vorerst nicht lockern. Das stellte das NRW-Gesundheitsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf klar.

Sexuelle Dienstleistungen in und außerhalb von Prostitutionsstätten, Bordellen und ähnlichen Einrichtungen seien laut Coronaschutzverordnung ausdrücklich untersagt, stellte die Behörde von Arbeits- und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) fest. 

"Solange in anderen Lebensbereichen massive Restriktionen wie Abstand, Maskenpflicht und Rückverfolgbarkeit von Infektionsketten gelten, sind aus Sicht unseres Hauses Lockerungen im Prostitutionsbereich schwer vorstellbar."

Update, 5. August, 19.22 Uhr: Metro von Pandemie belastet, Profit durch China-Verkauf

Der Handelskonzern Metro hat seinen Gewinn im dritten Geschäftsquartal dank des Verkaufs seiner chinesischen Aktivitäten deutlich gesteigert. 

So legte das Periodenergebnis in den drei Monaten bis Ende Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 115 Millionen auf 512 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte.

Für den Verkauf des China-Geschäfts verbuchte Metro dabei 943 Millionen Euro. Der ebenfalls in dem Quartal abgeschlossene Verkauf der Supermarktkette Real dämpfte den Gewinnanstieg jedoch.

Für die Veräußerung fiel ein Verlust von 401 Millionen Euro an, der vor allem auf Abschreibungen zurückzuführen sei, erläuterte Metro.

Damit hat Metro den Umbau zu einem reinen Großhändler abgeschlossen. Im fortgeführten Geschäft fiel im dritten Geschäftsquartal allerdings ein Verlust von 140 Millionen Euro an, nach einem Gewinn von 90 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Hier belasteten der Nachfrageeinbruch im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sowie Restrukturierungskosten.

Update, 5. August, 11.32 Uhr: Hilfen für die Tafeln in NRW

Menschen in der Schildergasse in Köln.
Menschen in der Schildergasse in Köln.  © Marius Becker/dpa

Die rund 170 Tafeln zur Speisung Bedürftiger in Nordrhein-Westfalen werden mit einem 900.000 Euro umfassenden "Corona-Notfallpaket" unterstützt. 

Das kündigte NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf an.

"Bei vielen Tafeln hat Corona zu Einschränkungen geführt, bei manchen sogar zu Schließungen", begründete er die Hilfe. 

Andere hätten hohe Zusatzausgaben gehabt, um ihre Lebensmittelausgabe neu zu organisieren, damit die Sicherheit ihrer Mitarbeiter und Kunden gewährleistet bleibe.

Titelfoto: Jonas Güttler/dpa

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