Köln - Am Kölner Hauptbahnhof herrscht während der Sommerferien Hochbetrieb. Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor dreisten Betrugsmaschen.
"Wo viele Menschen mit Koffern und Rucksäcken unterwegs sind, nutzen Taschendiebe gezielt die Unachtsamkeit ihrer Opfer. Bereits wenige Sekunden der Ablenkung reichen aus, um Geldbörsen, Smartphones oder Ausweisdokumente zu entwenden", betonen die Ordnungshüter am Freitag.
Die Vorgehensweise der mutmaßlichen Täter samt ihrer Gehilfen sei dabei "äußerst professionell" und perfide. Mit verschiedenen Tricks würden sie demnach gezielt versuchen, an die Wertsachen ihrer Opfer zu kommen.
Auf drei Maschen müssen sich Reisende am Hauptbahnhof laut Polizei aktuell besonders einstellen: den "Anrempeltrick", den "falschen Touristen" sowie den "Beschmutzertrick".
Bei ersterem wird das Opfer beispielsweise im Menschengedränge absichtlich angerempelt. Während die Aufmerksamkeit dadurch auf den offenbar unbeabsichtigten Körperkontakt gelenkt wird, greift ein Komplize unbemerkt in die Taschen oder Rucksäcke.
Ganz ähnlich funktioniert auch der "Beschmutzertrick": Hier werden Reisende scheinbar versehentlich mit einem Getränk oder einer anderen Flüssigkeit überschüttet. Während die Verursacher daraufhin beim Säubern der Kleidung helfen wollen, werden unbemerkt die Taschen geleert.
Beim "falschen Touristen" geben sich die Taschendiebe derweil als hilflose Besucher der Stadt aus. Mit einem Stadtplan oder einem Smartphone in der Hand fragen sie andere Reisende beziehungsweise Ortskundige dann nach Wegbeschreibungen. "Während sich das Opfer auf die Erklärung konzentriert, nutzt ein weiterer Täter die Ablenkung und entwendet Wertsachen", warnt die Polizei.
So können sich Reisende vor Taschendiebstählen schützen
Um sich und seine Wertsachen möglichst effektiv zu schützen, raten die Ordnungshüter dazu, Geldbörse, Smartphone und Co. möglichst in verschlossenen Innentaschen direkt am Körper aufzubewahren. Handtaschen sollten darüber hinaus mit der Verschlussseite zum Körper getragen werden.
Zeugen, die einen vermeintlichen Taschendiebstahl beobachtet haben oder selbst Opfer einer Betrugsmasche geworden sind, werden zudem gebeten, sich umgehend bei den Ermittlern zu melden. "Je schneller eine Tat gemeldet wird, desto größer sind die Chancen, Tatverdächtige zu ermitteln und gestohlene Gegenstände sicherzustellen", betont die Polizei.