Heroin, Crack, Koks: Zivilbeamte erwischen mehrere Dealer in flagranti - Ihr Alter erstaunt
Köln - Zivile Einsatzkräfte der Kölner Polizei haben in dieser Woche zwei mutmaßliche Drogendealer im innerstädtischen Brennpunktbereich rund um den Neumarkt festgenommen. Die Verdächtigen sind gerade mal 19 und 24 Jahre alt. Auch ein mutmaßlicher Koksdealer (28) ging den Ermittlern ins Netz.
Wie ein Sprecher der Beamten an diesem Wochenende berichtete, hatte ein 19-Jähriger am Donnerstagabend gegen 19.30 Uhr einen Peugeot mit Aachener Zulassung an der Jabachstraße unweit des Neumarkts abgestellt, um seinen "Geschäften" nachzugehen. Als die Zivilfahnder den Heranwachsenden dabei festnehmen wollten, versuchte der durch einen Sprint durch die unterirdische U-Bahnhaltestelle Neumarkt vor den Ordnungshütern zu flüchten - der Versuch scheiterte jedoch.
Die Beamten nahmen den 19-Jährigen nicht nur fest, sondern durchsuchten auch den Peugeot, in dem sie insgesamt 18 Verkaufseinheiten Heroin sicherstellten. Eine anschließende Durchsuchung der Aachener Wohnanschrift seines 24-jährigen Komplizen führte zudem unter anderem zur Sicherstellung von 18.000 Euro Bargeld.
Nur wenig später, gegen 20 Uhr, ging den Ermittlern ein mutmaßlicher Crackdealer (24) ins Netz, der im Zuge seiner "Tätigkeit" an der Fleischmengergasse erwischt wurde. Bei einer Durchsuchung des jungen Mannes sowie eines von ihm am nahe gelegenen Josef-Haubrich-Hof genutzten Erddepots stießen die Polizisten auf insgesamt 49 Verkaufseinheiten Crack und Heroin.
Die Drogen wurden sichergestellt, der 24-Jährige ebenfalls vorläufig festgenommen.
Voller Erfolg für Kölner Polizei: Drei mutmaßliche Drogendealer festgenommen
Am selben Abend stellte die Kölner Polizei auch im Brennpunktbereich Kalk einen 28-jährigen E-Scooter-Fahrer, der gegen 21.50 Uhr von einem Streifenteam kontrolliert wurde. Dabei flog nicht nur sein offenbar gefälschtes Versicherungskennzeichen auf, zudem hatte der Mann auch Kokain dabei.
"In der von ihm augenscheinlich genutzten Wohnung fanden sich dann neben weiteren Kokaineinheiten und Verpackungsmaterial knapp 2000 Euro und ein griffbereiter Baseballschläger", berichtete der Polizeisprecher. Weil sich bei dem Verdächtigen außerdem Hinweise darauf ergaben, dass er selbst Kokain konsumiert hatte, wurde die Entnahme einer Blutprobe angeordnet.
Alle mutmaßlichen Dealer wurden am Freitag einem Haftrichter vorgeführt. Wie es nun für sie weitergeht, blieb zunächst offen.
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