Jugendlicher versprüht Reizgas in Regionalzug: Kleinkind in Klinik

Köln - Ein 17-Jähriger hat in einem Regionalexpress der Deutschen Bahn Reizgas versprüht und damit etliche Reisende verletzt. Ein Kleinkind wurde nach dem Vorfall in Köln in eine Klinik gebracht.

Der 17-Jährige hatte in einem Regionalexpress der Deutschen Bahn mit Reizgas herumgesprüht und dabei zahlreiche Reisende verletzt. (Symbolfoto)
Der 17-Jährige hatte in einem Regionalexpress der Deutschen Bahn mit Reizgas herumgesprüht und dabei zahlreiche Reisende verletzt. (Symbolfoto)  © Moritz Frankenberg/dpa

Wie ein Sprecher der Bundespolizei am Mittwoch berichtete, war der Jugendliche am frühen Dienstagabend gegen 17.50 Uhr im Regionalexpress der Linie 1 unterwegs, als er ersten Erkenntnissen zufolge im Bereich der Haltestelle Kerpen-Horrem im Inneren des Zuges Reizgas gegen eine Fensterscheibe sprühte.

Das Gas verteilte sich anschließend im Zug und führte bei zahlreichen Reisenden zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen. "Insgesamt 18 Personen erlitten Reizhusten und Augenreizungen", schilderte der Sprecher der Beamten.

Der Rettungsdienst wurde alarmiert, während Sanitäter zehn Zugreisende noch vor Ort behandelten. Ins Krankenhaus mussten die Verletzten in dem Falle aber nicht, hieß es seitens der Beamten.

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Anders sah es bei einem Kleinkind aus, das ebenfalls durch das Reizgas verletzt wurde. Das Kind wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. "Die übrigen Betroffenen entfernten sich nach kurzer Zeit selbstständig vom Ereignisort", so die Polizei.

Die Bundespolizei leitete Ermittlungen wegen gefährlicher Verletzung gegen den 17-Jährigen ein. (Symbolfoto)
Die Bundespolizei leitete Ermittlungen wegen gefährlicher Verletzung gegen den 17-Jährigen ein. (Symbolfoto)  © Sven Hoppe/dpa

17-Jähriger flüchtet vom Tatort

Der Tatverdächtige, der die ganze Misere verursacht hatte, flüchtete unterdessen zunächst, konnte jedoch schon kurze Zeit später von Dürener Polizeibeamten gestellt werden. Er wurde erst an die Bundespolizei und anschließend an einen Erziehungsberechtigten übergeben.

Der Teenager muss sich nun auf strafrechtliche Konsequenzen einstellen: Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den 17-Jährigen ein.

Titelfoto: Moritz Frankenberg/dpa

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