Von Frank Christiansen
Köln - Nach einem gescheiterten Mordanschlag in Köln haben die schwedischen Behörden einen mutmaßlichen Auftragskiller an die deutsche Justiz ausgeliefert.
Der 28-Jährige sei am Donnerstag überstellt worden, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei in Köln mit.
Der Verdächtige habe zuletzt im südschwedischen Oxie gelebt. Er soll im Dezember in Köln einem in seinem Auto sitzenden 36-Jährigen aufgelauert und acht Schüsse durch die Windschutzscheibe auf ihn abgegeben haben.
Das Opfer habe lebensgefährlich verletzt überlebt. Der mutmaßliche Täter sei anschließend mit einem Mietwagen geflüchtet.
Die Ermittler gehen davon aus, dass der 28-Jährige für die Tat mehrere tausend Euro erhalten sollte und keine persönliche Beziehung zu dem Opfer hatte.
Hinweise auf Hintergründe sowie mögliche Auftraggeber machten die Behörden mit Verweis auf laufende Ermittlungen nicht.
Der aus Syrien stammende Verdächtige sei bereits Anfang Februar in Schweden festgenommen worden. Grundlage sei ein europäischer Haftbefehl des Amtsgerichts Köln gewesen.