Schüsse auf offener Straße! Imbissbude im Fadenkreuz der Attacke?
Von Rolf Schraa, Christine Bähr
Köln - Drei Männer (20, 22, 51) sollen am frühen Sonntagmorgen mehrere Schüsse auf einen Imbissladen in Köln-Höhenberg abgegeben haben. Die Polizei nahm das Trio fest.
Zeuginnen und Zeugen hätten beobachtet, wie der Schütze nach der Tat in ein Auto gestiegen sei. Die Polizei habe dieses mithilfe eines Hubschraubers im Stadtteil Humboldt-Gremberg entdeckt.
An dem Wagen habe sie die Tatverdächtigen gestellt.
Vor dem Imbiss hätten die Einsatzkräfte mehrere Patronenhülsen gefunden, hieß es in der Pressemitteilung weiter. In der Nähe des Einsatzortes hätten sie überdies eine Schusswaffe entdeckt.
Ob diese mit der Tat in Zusammenhang stehe, werde geprüft. Auch zu den Hintergründen werde noch ermittelt.
Besteht ein Zusammenhang mit anderen Straftaten in und um Köln?
Einen Zusammenhang mit anderen Straften in Köln in der jüngeren Vergangenheit sähen die Ermittler nicht, hieß es. Anfang Juni waren an der Fensterfront eines Kölner Juweliergeschäftes Einschusslöcher festgestellt worden. Zwei Tage später hatten Unbekannte vor einer Eisdiele in Köln-Raderberg einen Brandsatz gezündet. Dabei wurde die Scheibe der Eingangstür zerstört.
Danach war über einen Zusammenhang mit dem sogenannten Kölner Drogenkrieg spekuliert worden - einer Serie von Straftaten, die sich nach dem Diebstahl einer größeren Menge Marihuana aus einer Lagerhalle entwickelt hatte.
Erstmeldung: 7. Juni. 10.08 Uhr; zuletzt aktualisiert: 7. Juni, 14.55 Uhr
Titelfoto: Daniel Evers
