Köln - Zwei Polizeihunde, ein Gabelstaplerfahrer und eine verräterische Leiter auf dem Boden sind einem mutmaßlichen Einbrecher und Kupferdieb (27) in Köln zum Verhängnis geworden.
Wie die Polizei am Donnerstag mitteilt, wurde die Leitstelle am Mittwochnachmittag gegen 14.50 Uhr von Mitarbeitern eines Sicherheitsdienstes auf das ehemalige Großmarktgelände an der Marktstraße in Köln-Raderberg gerufen.
Diese hatten zuvor festgestellt, dass eine der leerstehenden Hallen von innen hermetisch verbarrikadiert worden war und sich im Inneren mindestens eine Person aufhielt.
Vor Ort angekommen umzingelten die Einsatzkräfte dann zunächst die Halle. Zudem veranlassten sie mit Zustimmung des Halleneigentümers die Öffnung eines Tores, indem sie einen Gabelstaplerfahrer dazu anhielten, das Laderampentor mit seinem Fahrzeug anzuheben.
Daraufhin stürmten die Einsatzkräfte mit Unterstützung von Polizeihund "Taicon", der im Laufe des Einsatzes durch seinen tierischen Kollegen "Jax" abgelöst wurde, die Halle.
Verdächtiger hat sich in Zwischendecke versteckt
Obwohl beide Vierbeiner daraufhin eine frische menschliche Witterung anzeigten und die Beamten neben einer Jacke und einem Rucksack auch eine Axt, diverse Kabel und ausgebaute Kupferrohre entdeckten, fehlte von dem Gesuchten zunächst aber jede Spur.
In einem der durchsuchten Räume wurden die Ordnungshüter dann allerdings stutzig: Mitten auf dem Boden lag eine Holzleiter. Zudem bemerkten sie eine kaum erkennbare, mit einer Styroporplatte passgenau verschlossene Öffnung in der Raumdecke.
Beim Öffnen dieser Platte folgte dann die große Überraschung: Auf einem Stahlträger lag der Verdächtige mucksmäuschenstill neben Sägen, Zangen, Bolzenschneidern und weiteren Kupferrohren.
Der 27-Jährige wurde vorläufig festgenommen und am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt. Dieser verkündete dem Kupferdieb einen bereits wegen schweren Raubes vorliegenden Haftbefehl.