Köln - Hätte er mal lieber den klassischen Kühlschrank-Magneten als Mitbringsel eingepackt: Ein Tourist (56) hat sich aus seinem Thailand-Urlaub einige ganz besondere Souvenirs mitgenommen - und wurde damit prompt am Flughafen Köln/Bonn erwischt.
Wie ein Sprecher des Kölner Hauptzollamtes am Mittwoch berichtete, hatte der Aachener nach seiner Rückreise aus Thailand den grünen Ausgang für anmeldefreie Waren am Kölner Flughafen passiert, wobei er von den anwesenden Zöllnern zur Kontrolle gebeten wurde.
Bei der anschließenden Überprüfung des Gepäcks staunten die Beamten dann nicht schlecht, denn wie das Röntgenbild seines Koffers entlarvte, hatte der 56-Jährige eine streng geschützte Steinkoralle in der Größe einer Honigmelone mit mehr als 400 Gramm Gewicht sowie zwölf weitere Teile einer Steinkoralle dabei.
Die Koralle ist vom Aussterben bedroht und darf daher nur unter streng geregelten Voraussetzungen mit nach Deutschland gebracht werden. "Da diese nicht vorlagen, wurde gegen den Mann noch vor Ort ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und die Korallen [wurden] sichergestellt", erklärt Jens Ahland, Pressesprecher des Hauptzollamts Köln.
Ob der Mann sich darüber bewusst war, dass es sich bei seinen Souvenirs um streng geschützte Mitbringsel gehandelt hatte, blieb unklar, doch Unwissenheit schützt bekanntlich vor Strafe nicht.
Das weitere Verfahren hat nun die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Köln übernommen, hieß es abschließend.