"Das geht so nicht!": Neue NRW-Kinderministerin mit Klartext zu Kita-Kernzeiten

Von Frank Christiansen

Düsseldorf - Die neue NRW-Kinderministerin Verena Schäffer (39, Grüne) hat die geplanten Kernzeiten in Kindertagesstätten verteidigt.

Verena Schäffer (39, Grüne) ist seit 2010 Mitglied im Landtag Nordrhein-Westfalen.  © Rolf Vennenbernd/dpa

"Es gibt nun mal momentan zu wenige Fachkräfte. Wir haben nur die Wahl, entweder Betreuungszeiten einzuschränken oder beim Personal flexibler zu werden", sagte Schäffer der "Rheinischen Post".

"Was aber nicht geht, ist, es weiterlaufen zu lassen, wie es ist. Es braucht mehr Verlässlichkeit im System", so die Ministerin.

Schäffer nannte ein Beispiel: "Ich kenne Familien, da ist die Gruppe an einem Tag in der Woche einfach zu. Erzählen Sie das mal einem Arbeitgeber: Leider kann ich das nächste halbe Jahr mittwochs nicht kommen. Das geht so nicht."

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Das neue Kinderbildungsgesetz soll es erlauben, Fachkräfte wie Erzieher in Kitas nur noch an fünf Stunden Kernzeit täglich zu beschäftigen und den Rest der Zeit, die Randzeit, mit Ergänzungskräften abzudecken. Die Grundidee von Kern- und Randzeiten halte sie für richtig, sagte Schäffer.

"Es geht hier nur um eine Option für den Träger, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, wenn eine Einrichtung beispielsweise eine Erzieherinnenstelle nicht nachbesetzt bekommt."

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Auch die Ergänzungskräfte in den Randzeiten seien pädagogisch qualifiziert mit einer zwei- statt dreijährigen Ausbildung.

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