Es wurde nicht einmal zwei Wochen alt: Faultier-Baby stirbt im Kölner Zoo

Köln – Traurige Nachrichten aus dem Kölner Zoo! Am Freitagmorgen mussten sich die Pflegerinnen und Pfleger von einem frisch geborenen Zweifingerfaultier verabschieden.

Zweifingerfaultiere sind Einzelgänger und stammen aus dem nördlichen Südamerika. (Symbolbild)
Zweifingerfaultiere sind Einzelgänger und stammen aus dem nördlichen Südamerika. (Symbolbild)  © Bernd Wüstneck/dpa

Das kleine Jungtier wurde erst am Neujahrstag geboren, überlebte die ersten zwei Wochen jedoch nicht.

"Wir gehen davon aus, dass es nicht genug Milch getrunken hat und dadurch nicht ausreichend Kräfte aufbauen konnte", so der Zoo in einer Mitteilung.

Der Zoo habe bislang noch nicht einmal herausfinden können, ob es sich bei dem neuen Erdenbürger um ein Weibchen oder ein Männchen handelte - "um die Mutter-Kind-Bindung nicht zu stören".

Süßer Nachwuchs im Kölner Zoo: Schwan-Küken geschlüpft!
Kölner Zoo Süßer Nachwuchs im Kölner Zoo: Schwan-Küken geschlüpft!

Mutter "Jumi" und Vater "Perez" hatten mit dem kleinen Faultier ihr erstes gemeinsames Kind auf die Welt gebracht. Jumi habe sich in die Mutterrolle zwar gut eingefunden, sei mit der Situation dennoch recht unvertraut gewesen, wie der Zoo erklärt.

Hinzukomme, dass die Sterblichkeitsrate bei kleinen Faultieren im Allgemeinen sehr hoch sei. "Das verstorbene Jungtier wird nun wie in diesen Fällen üblich von Experten pathologisch untersucht", teilen die Mitarbeiter mit.

Daher bleibe das Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Haus im Kölner Zoo derzeit geschlossen.

Zweifingerfaultiere sind gefährdet

Zweifingerfaultiere stammen aus dem nördlichen Südamerika und bewohnen dort die tropischen Regenwälder. Charakteristisch ist ihre kopfunter im Baum hängende Lebensweise und ihre träge Fortbewegung. Diese kommt durch ihre energiearme Ernährung. Denn meist fressen Faultiere Blätter, Früchte und Blüten.

Inzwischen gelten auch sie als bedroht, da ihr Lebensraum durch Brandrodung zunehmend zerstört wird.

Titelfoto: Bernd Wüstneck/dpa

Mehr zum Thema Kölner Zoo: