Mehr Ruhe an Silvester? Köln diskutiert über neues Böller-Verbot

Köln - In Köln werden die Stimmen für eine größere Böller-Verbotszone immer lauter. Ob am Rhein bald wirklich weniger geböllert wird, entscheidet sich im Stadtrat.

Nach Silvester bleiben in der Innenstadt oft Müll und Feuerwerksreste liegen. Die Grünen fordern strengere Regeln. (Symbolfoto)  © Christoph Reichwein/dpa

Die Grünen im Kölner Rat wollen privates Feuerwerk weiter einschränken und haben dazu einen Antrag im Stadtrat eingereicht.

Ihr Ziel ist es, bereits bestehende Verbotszonen auszudehnen und das Abfeuern von Feuerwerk besonders an "sensiblen Einrichtungen, Natur- und Erholungsräumen" zu begrenzen.

Die Partei sieht die Silvesterböllerei als großes Problem: Sie bringe "erhebliche Belastungen für Menschen, Tiere und Umwelt" mit sich. Neben dem Müll, der nach dem Jahreswechsel in großen Mengen zurückbleibt, sorgt auch der Feinstaub für Kritik.

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Außerdem würden "zahlreiche Verletzungen" entstehen, gerade bei jungen Menschen.

Laut Robert Schallehn, dem umweltpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion, seien strengere Regeln deshalb "ein notwendiger Schritt".

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Neben den Grünen: Auch OB Burmester will härtere Regeln

Oberbürgermeister Torsten Burmester (63, SPD) kann sich gut vorstellen, Silvester ohne Böller zu verbringen. (Archivfoto)  © Thomas Banneyer/dpa

Aktuell gilt das Böller-Verbot in Köln im linksrheinischen Innenstadtbereich bis einschließlich der Ringe. Dort ist das Abfeuern von Knallern und Böllern verboten.

Raketen, bei denen es hauptsächlich um die Sichtbarkeit geht, sind bisher aber noch erlaubt. Ein Punkt, der sich in Zukunft ändern könnte. Denn nicht nur die Grünen, auch Oberbürgermeister Torsten Burmester (63, SPD) spricht sich für umfassenderes Verbot aus.

Laut dem "Kölner Stadt-Anzeiger" will er die Regeln deutlich verschärfen und auch Raketen und Batterien in der Innenstadt verbieten.

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Doch mitreden darf dabei auch die CDU: Als zweitstärkste Kraft im Rat lehnt sie weitere Einschränkungen ab. Ihrer Meinung nach sei das Silvesterfest friedlich verlaufen, und neue Verbotszonen würden "mehr Probleme als Lösungen" bringen.

Einen offiziellen Termin für die Entscheidung oder Abstimmung im Stadtrat über den Antrag der Grünen gibt es noch nicht.

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