Feuerwehr erinnert mit emotionalen Zeilen an Stadtarchiv-Einsturz: "Ein Tag, den Köln nie vergessen wird!"

Köln - Auf den Tag genau vor 17 Jahren, am 3. März 2009, ereignete sich die wohl größte Tragödie Kölns nach Ende des Zweiten Weltkriegs: der Einsturz des Historischen Stadtarchivs sowie zweier benachbarter Wohnhäuser. Anlässlich des traurigen Jubiläums hat sich am Dienstag auch die Feuerwehr der Domstadt zu Wort gemeldet.

Am 3. März 2009 um 13.58 Uhr sackte der Boden unter dem Historischen Stadtarchiv Kölns plötzlich ein. Innerhalb weniger Minuten versank das Gebäude in einem Krater. (Archivbild)
Am 3. März 2009 um 13.58 Uhr sackte der Boden unter dem Historischen Stadtarchiv Kölns plötzlich ein. Innerhalb weniger Minuten versank das Gebäude in einem Krater. (Archivbild)  © Oliver Berg/dpa

"Ein Tag, den Köln nie vergessen wird. Vor 17 Jahren stürzte das Historische Stadtarchiv an der Severinstraße ein - und mit ihm zwei Wohnhäuser, Jahrzehnte Kölner Geschichte und das Leben zweier junger Männer. Khalil und Kevin. 24 und 17 Jahre alt. Wir gedenken euch", heißt es in einem emotionalen Beitrag auf dem offiziellen Instagram-Kanal der Brandbekämpfer.

Zur Erinnerung: Das damals sechsstöckige Archiv versank innerhalb von wenigen Minuten in einem riesigen Krater. Die zwei genannten jungen Männer kamen dabei ums Leben.

Ursache dafür war späteren Ermittlungen zufolge ein Fehler im Zusammenhang mit dem Bau der Nord-Süd-Stadtbahn: Durch Mängel in einer Schlitzwand drangen Wasser und Erde in eine unzureichend gesicherte Baugrube, was den Boden unter dem Archiv unterhöhlte.

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Das führte laut Feuerwehr nicht nur zum "längsten Einsatz unserer Geschichte", sondern auch zu einer "der größten Rettungs- und Bergungsaktionen", die es jemals in der Domstadt gegeben hat.

Auch Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester meldet sich zu Wort

"Hunderte Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehren, des THW und zahlreicher Hilfsorganisationen haben Seite an Seite gearbeitet, Schicht für Schicht, Tag für Tag, Woche für Woche", erinnern die Kameradinnen und Kameraden an den gigantischen Ausmaß des Einsatzes.

Oberbürgermeister Torsten Burmester (63, SPD) betont derweil anlässlich des traurigen Jubiläums in den sozialen Medien. "Dieser Ort ist eine Wunde im Herzen unserer Stadt. Und es ist ein Ort der Verantwortung. Dafür, genau hinzuschauen. Dafür, aufzuklären. Dafür, aus Fehlern zu lernen."

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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