Trauriges Schicksal: Dieser Hund hat nur noch drei Beine

Köln – Das Tierheim in Köln-Dellbrück berichtete am Freitag über das traurige Schicksal von Hündin Fortuna. Dem Tier musste ein Bein amputiert werden.

Hündin Fortuna musste wegen einer schweren Verletzung des Ellbogengelenks das rechte Vorderbein amputiert werden.
Hündin Fortuna musste wegen einer schweren Verletzung des Ellbogengelenks das rechte Vorderbein amputiert werden.  © Fotomontage Facebook/Tierheim Köln-Dellbrück

Die Hündin stammte aus dem Partnertierheim in Pecs (Ungarn). Dort war sie gelandet, nachdem sie zuvor zwei Tage lang durchnässt in einem Graben gelegen hatte. Die massiven Verletzungen lassen darauf schließen, dass Fortuna von einem Auto angefahren worden sein muss.

Da vor Ort nicht operiert werden konnte, wurde die Hündin nach Köln gebracht. Hier wurde beim Röntgen entdeckt, dass ein Ellbogengelenk zerstört und nicht mehr zu retten war.

Das Team entschloss sich aus zwei Gründen zur Amputation. Denn einerseits war ein Auftreten mit dem Bein nicht mehr möglich. Zudem kommen Hunde nach Angaben des Tierheims auch mit drei Beinen gut zurecht.

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Am Mittwoch (23. Oktober) war es dann soweit und die Hündin kam unters Messer. Das Tierheim schätzte die Kosten dafür auf etwa 800 Euro und startete einen Spendenaufruf.

Zwei Tage später gibt es nun News aus dem Krankenzimmer. Fortuna hat die Beinamputation gut überstanden. Sie sei zwar noch etwas unsicher beim Laufen, aber auch sehr verschmust.

Nach ihrer vollständigen Genesung sucht die Hündin dann auch einen neuen Besitzer. Das Tierheim macht sich um die Vermittlung der "zauberhaften" Fortuna keine Sorgen.

Das Tierheim Köln-Dellbrück

Bereits seit mehr als 50 Jahren gibt es das Tierheim im Kölner Stadtteil Dellbrück. Um die 23 Mitarbeiter kümmern sich um die Versorgung und Vermittlung von Haustieren. Pro Jahr werden laut Tierheim etwa 2000 Tiere vermittelt. Als privater Verein finanziert sich das Tierheim nach eigenen Angaben durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und Erbschaften.

Wer ein Tier übernehmen möchte, muss einige Dinge beachten. Neben einem persönlichen Gespräch gibt es beispielsweise bei Hunden auch einen Probespaziergang sowie einen Kontrollbesuch.

Je nach Tier fällt eine unterschiedlich hohe Schutzgebühr an, mit der die Kosten für die Unterbringung und die tierärztliche Untersuchung zum Teil gedeckt werden.

Titelfoto: Fotomontage Facebook/Tierheim Köln-Dellbrück

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