Kölner Dom erhält internationale Auszeichnung

Köln - Zuletzt geriet der Kölner Dom in die Schlagzeilen, weil ab Juli ein Eintrittsgeld für das Gotteshaus erhoben wird. Nun aber gibt es gute Nachrichten rund um das Wahrzeichen der Stadt.

Seit dem vergangenen Frühling erstrahlt der Kölner Dom in neuem Licht. (Archivfoto)
Seit dem vergangenen Frühling erstrahlt der Kölner Dom in neuem Licht. (Archivfoto)  © Thomas Banneyer/dpa

Die Beleuchtung der Kathedrale erhielt nämlich den "IALD Radiance Award 2026", die nach eigenen Angaben renommierteste Auszeichnung für professionelle Lichtplanung weltweit. Das haben die RheinEnergie und das für das Design zuständige Unternehmen Licht Kunst Licht AG zu Wochenbeginn mitgeteilt.

Die Jury hob dabei insbesondere das gestalterische Konzept der Installationen hervor: Die neue Anlage setze auf ein "gezieltes Streif- und Akzentlicht", wodurch die gotische Fassade des Doms noch differenzierter hervorgehoben werde als zuvor, heißt es etwa.

Zudem wurde die "Verbindung von Architekturverständnis, technischer Präzision und Nachhaltigkeit" gewürdigt.

Die neuen LEDs setzen den Dom nicht nur schön in Szene, sondern sparen auch bis zu 80 Prozent Strom. (Archivfoto)
Die neuen LEDs setzen den Dom nicht nur schön in Szene, sondern sparen auch bis zu 80 Prozent Strom. (Archivfoto)  © Oliver Berg/dpa

Seit vergangenen Frühling in Betrieb

"Der Kölner Dom verlangt nach höchster Präzision und größtem Respekt vor der Architektur - dieses Projekt zeigt, welches Potenzial entsteht, wenn Lichtplanung, Technik und Denkmalpflege konsequent zusammenwirken", sagte Prof. Andreas Schulz, Vorstandsvorsitzender von Licht Kunst Licht, bei der Preisverleihung.

Die Beleuchtung des Gotteshauses wurde im vergangenen Frühling nach drei Jahren Bauzeit in Betrieb genommen. In diesem Rahmen ersetzten rund 700 LEDs die bis dahin genutzten gebäudefernen Strahler. Dadurch konnte die benötigte Stromleistung um etwa 80 Prozent reduziert werden. Die eingesetzte warmweiße Lichtfarbe von 2700 Kelvin ist zudem insektenfreundlich und verzichtet auf UV- und Blauanteile.

Titelfoto: Thomas Banneyer/dpa

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