Kölner Schwimmbad installiert 17 Kameras am Beckenrand: Das steckt dahinter
Köln - Die KölnBäder sorgen für mehr Sicherheit beim Schwimmen im Ossendorfbad: Ein Ertrinkenden-Erkennungssystem zeigt der Badeaufsicht ab sofort an, wenn es im Becken brenzlig wird.
Wie eine Sprecherin am Freitag berichtete, setzen die KölnBäder auf künstliche Intelligenz, um die Sicherheit der Badegäste weiter zu erhöhen. Demnach werden nun schrittweise insgesamt 17 Kameras installiert, die (ausschließlich) die Wasserflächen der Schwimmbecken im Ossendorfbad erfassen, damit potenzielle Notlagen frühzeitig erkannt werden können.
"Das System analysiert mithilfe von KI in Echtzeit das Bewegungsverhalten der Schwimmerinnen und Schwimmer. Erkennt die Software Auffälligkeiten, die auf eine mögliche Notsituation hindeuten, wird das Aufsichtspersonal innerhalb kürzester Zeit alarmiert", erklärte die Sprecherin.
Lebensrettende Maßnahmen könnten so deutlich schneller erfolgen, während die Wasseraufsicht bei ihrer Arbeit unterstützt wird.
Die Investitionskosten für den Einsatz der KI-Technologie betragen rund 80.000 Euro.
Weitere Schwimmbäder sollen in Zukunft mit der KI-Technologie ausgerüstet werden
Wie Marc Riemann, Leiter Bäderbetriebsmanagement der KölnBäder, dabei betonte, ersetzt die KI jedoch kein Personal. "Sie ist ein zusätzliches Instrument, das die Aufmerksamkeit bündelt und die Sicherheit im Becken weiter erhöht", erklärte er.
Das System wurde bereits erfolgreich im Stadionbad installiert, wobei sich die KölnBäder strikt an die Datenschutzstandards halten. Bereiche außerhalb des Beckens werden demnach nicht erfasst oder ausgeblendet, während die Videodaten lokal verarbeitet und automatisch nach kurzer Zeit gelöscht werden. "Eine Gesichtserkennung findet nicht statt", hieß es.
Auch weitere Bäder in Köln sollen in den kommenden Jahren mit der KI-gestützten Technologie ausgestattet werden, um das Sicherheitsniveau im gesamten Kölner Bäderbetrieb weiter zu stärken.
Titelfoto: Fabian Sommer/dpa
