Köln - Das Geld liegt bereit - und trotzdem verzögert sich der dringend notwendige Ausbau des Rheinboulevards in Köln-Deutz zwischen der Hohenzollernbrücke und dem Tanzbrunnen weiter.
Eigentlich sollte die gut 350 Meter lange Sandpiste, die sich bei Regen regelmäßig in ein matschiges Ärgernis für Fußgänger und Radfahrer verwandelt, bereits ab März dieses Jahres angegangen werden. Innerhalb von rund 18 Monaten wollte die Stadt hier für etwa vier Millionen Euro ein neues Prestigeobjekt für Köln schaffen.
Nun aber ist klar: Der Umbau wird sich wohl um mindestens zwölf Monate verschieben. Das berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger" unter Berufung auf exklusive Angaben der Stadt Köln.
Demnach habe die Stadtverwaltung als Grund genannt, dass der Ausbau "sehr komplex" sei.
So müssten zunächst die Anforderungen des Hochwasserschutzes, des Naturschutzes, des Denkmalschutzes sowie der Deichverordnung in die Pläne aufgenommen werden. Zudem müsste die Entwässerung in dem Areal neu geplant werden.
Stadt Köln will Ausbau-Auftrag für Rheinboulevard im Januar 2027 vergeben
Zusätzlich erschwert werden die Planungen am Rheinboulevard dem Bericht zufolge durch den Ausbau am Bahnhof Köln-Messe/Deutz, dem Verlegen neuer Landstromleitungen für die Schiffs-Anlegestege und die Prüfung, ob ein weiterer Anleger für die Rhein-Kreuzer gebaut werden kann.
Wann die Arbeiten an dem Boulevard tatsächlich starten können, ist noch unklar. Die Stadt geht aber davon aus, den Auftrag im Januar 2027 vergeben zu können, sodass der Ausbau dann im ersten Quartal des kommenden Jahres tatsächlich starten kann. Eine provisorische Lösung für den Matschweg sei bis dahin aber zu teuer, so die Stadt.