Wegen juristischer Fragen: Umzug von Kölner Wahrzeichen verzögert sich
Köln - Seit über 30 Jahren gehört das Flügelauto auf dem Dach des Zeughauses zu Köln wie der Dom. Bald soll das Kunstwerk von HA Schult (86) aber umziehen.
Künftig soll es auf einem Turm des dem Kölner Projektentwickler Art-Invest gehörenden Hotel Maritim am Heumarkt stehen und dort Besucherinnen und Besucher der Stadt begeistern. Ursprünglich hatte HA Schult dafür den 25. April ins Visier genommen.
Doch der Umzug verzögert sich weiter, wie die Stadt nun gegenüber dem "Kölner Stadt-Anzeiger" mitteilt. Demnach werde der Abbau am Zeughaus "erst ab dem 18. Mai 2026 möglich sein". Zudem müsse das Flügelauto noch restauriert werden, ehe es an dem neuen Standort angebracht werden kann.
Grund dafür sind juristische Fragen, die noch geklärt werden müssten. So werde derzeit "eine Übernahme durch die Firma Art-Invest und in diesem Zusammenhang eine Platzierung auf dem Komplex des Maritim-Hotels ins Auge gefasst", berichtet die Stadt.
Dabei geht es unter anderem um die Frage, wer sich um das Kunstwerk kümmert und im Falle von Schäden finanziell haftbar ist.
Stadt Köln will Einsturz von Treppenhaus des Zeughauses "langfristig vermeiden"
Der umgebaute Ford Fiesta steht seit 1991 auf dem Turm des Zeughauses unweit des Doms. In dem denkmalgeschützten Gebäude war jahrelang das Kölnische Stadtmuseum (KSM) beheimatet, bevor es aufgrund eines Wasserschadens in das ehemalige Modehaus Sauer in die Innenstadt zog.
Inzwischen kann auch die Statik des Treppenhauses nicht mehr gewährleistet werden. "Um langfristig einen Einsturz des Turmes zu vermeiden", soll das Kunstwerk nun abgebaut werden, betont die Stadt.
Erstmals in Köln zu sehen war das Flügelauto schon 1989 im Rahmen der Kunstaktion "Fetisch Auto", damals auf dem Dach des Stapelhauses.
Titelfoto: IMAGO / Future Image
