Zum Gedenktag an die Holocaust-Opfer: Stadt Köln ruft zu besonderer Mitmach-Aktion auf

Köln - Zum internationalen Gedenktag an die Opfer des Holocaust ruft die Stadt Köln zu einer besonderen Mitmach-Aktion auf.

Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (63, SPD) fordert, dass sich die Gräueltaten der Nazis nicht wiederholen.
Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (63, SPD) fordert, dass sich die Gräueltaten der Nazis nicht wiederholen.  © Oliver Berg/dpa

"Wir erinnern heute an die Millionen Opfer des Holocaust und die unzähligen weiteren Opfer der national-sozialistischen Verfolgung. Es ist unsere Aufgabe, dafür Sorge zu tragen, dass die Erinnerungen an die Verbrechen des NS-Regimes nicht verblassen und sich diese Grausamkeiten nie wiederholen", mahnt Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (63, SPD) in einem Statement bei Instagram.

Demnach seien allein in der Domstadt über 8000 Jüdinnen und Juden "aus antisemitischen Motiven in Ghettos und Vernichtungslager deportiert und ermordet" worden.

Um diese Menschen zu ehren, wurden in Köln etwa 2800 sogenannte Stolpersteine vor den Wohnungen und Häusern der Verfolgten und Ermordeten angebracht. "Jeder Stolperstein erinnert an einen Menschen, an ein Leben. Wir sehen es als unsere Aufgabe, daran zu erinnern", heißt es in dem Post weiter.

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Zudem richtet sich die Stadt direkt an die Bevölkerung und ruft dazu auf, die Stolpersteine zu reinigen. Dafür würden schon handelsübliche Metall- oder Messingreiniger aus dem Drogeriemarkt sowie etwas Wasser und ein Küchenschwamm reichen.

Rund 2800 Stolpersteine erinnern vor den Häusern von Holocaust-Opfern in Köln an die Verbrechen des NS-Regimes.
Rund 2800 Stolpersteine erinnern vor den Häusern von Holocaust-Opfern in Köln an die Verbrechen des NS-Regimes.  © Friso Gentsch/dpa

Aber Vorsicht: "Werkzeuge mit sehr harter Oberfläche, wie Drahtbürsten oder andere abrasive Gegenstände, sollten nicht verwendet werden, da sie die Messingplatten dauerhaft beschädigen können", warnt die Stadt.

Titelfoto: Bildmontage: Friso Gentsch/dpa, Oliver Berg/dpa

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