Neue Zahlen und Statistiken: So attraktiv sind die Kölner Veedel wirklich
Köln - Wie bewerten Kölnerinnen und Kölner die Attraktivität ihrer Veedel? Genau das wollte die städtische Tochtergesellschaft KölnBusiness in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Markt und Absatzforschung (GMA) in einer Umfrage herausfinden.
Insgesamt 2400 Bürgerinnen und Bürger mussten dafür zwischen September und Oktober 2025 die zentralen Einkaufslagen in den zwölf Stadtteilen mit Schulnoten bewerten, wie KölnBusiness mitteilt.
Die Ergebnisse überraschen: Im Vergleich zu einer ähnlichen Erhebung aus dem Jahr 2023 hat sich die Durchschnittsnote von 2,9 auf 2,4 verbessert. Rund zwei Drittel der Befragten vergaben dabei die Noten eins oder zwei.
Besonders deutliche Verbesserungen erzielten dabei Dellbrück (3,3 auf 2,5), Porz (3,9 auf 3,2) und die nördliche Innenstadt (2,8 auf 2,1).
Am stärksten bewertet wurden derweil Lindenthal, Sülz und die südliche Innenstadt, jeweils mit einer Note von 2,0. Mit einer Note von 3,5 schnitt der Stadtteil Kalk hingegen am schwächsten ab.
Leerstand in Kölns Ladenlokalen wächst, ist aber weiter deutlich unter dem Bundesdurchschnitt
In einer weiteren Erhebung wurde zudem in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln der Leerstand in den Veedeln analysiert. Dafür wurden Ende 2024 sowie bei einer Nacherhebung 2025 alle rund 33.000 Ladenlokale in Köln samt augenscheinlichen Leerständen erfasst.
Im Ergebnis sei die Leerstandsquote im Vergleich zu 2022 um rund 1,6 Prozent gestiegen, berichtet KölnBusiness.
Mit einer Gesamt-Leerstandsquote von 5,1 Prozent in ganz Köln liege man aber weiterhin deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von circa 10 Prozent, heißt es weiter.
"Eine Leerstandsquote um rund fünf Prozent ist ein gesunder Leerstand, damit Betriebe umziehen, sich vergrößern oder verkleinern oder neu nach Köln kommen können", meint KölnBusiness-Geschäftsführer Dr. Manfred Janssen und ergänzt: "Viele Städte haben große Probleme mit dauerhaften, großflächigen Leerständen. Köln dagegen nicht, wenngleich wir auch gestiegene Leerstände verzeichnen."
Titelfoto: Thomas Banneyer/dpa

