Rhein-Pegel sinkt weiter: Diese Folgen treffen Schiffe und Wirtschaft

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Von Marco Rauch

Köln - Der Rhein ist derzeit von starkem Niedrigwasser betroffen - das hat auch Auswirkungen auf die Schifffahrt.

Der Rhein führt derzeit deutlich weniger Wasser als üblich. Die niedrigen Pegelstände erschweren die Schifffahrt und sorgen für steigende Transportkosten.
Der Rhein führt derzeit deutlich weniger Wasser als üblich. Die niedrigen Pegelstände erschweren die Schifffahrt und sorgen für steigende Transportkosten.  © Rolf Vennenbernd/dpa

"Die Folge sind geringere Transportmengen pro Schiff und damit steigende Transportkosten entlang der Lieferkette", teilte Andreas Bartel vom Duisburger Hafen auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit.

Gleichzeitig führe die reduzierte Auslastung dazu, dass für die gleiche Warenmenge mehr Schiffe eingesetzt werden müssen. "Daher ist bei Niedrigwasser häufig sogar ein höheres Schiffsaufkommen auf dem Rhein zu beobachten als unter normalen Bedingungen", erklärt Bartel.

Aktuell zeige sich die Binnenschifffahrt dennoch robust und weiche beispielsweise auf den Schienenverkehr aus.

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Bartel betont aber: "Der Klimawandel wird dazu führen, dass Phasen mit Niedrigwasser künftig häufiger auftreten können."

So geht es mit den Pegelständen weiter

Die Wasserstände am Rhein werden in den nächsten Tagen voraussichtlich weiter sinken. Ab Sonntag (19. Juli) könnte der Pegel zwar kurzzeitig wieder um etwa 30 Zentimeter steigen – allerdings von einem noch niedrigeren Niveau aus.

Eine echte Entspannung ist laut Experten erst in Sicht, wenn es im gesamten Rheingebiet länger und kräftig regnet. Das ist derzeit nicht absehbar. Auch in den kommenden Wochen wird keine deutliche Verbesserung erwartet.

Die niedrigen Wasserstände treffen inzwischen auch Unternehmen: Thyssenkrupp Steel Europe musste wegen Problemen beim Transport von Rohstoffen die Produktion etwas drosseln. Die eigene Schifffahrt wurde bereits eingestellt.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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