"Schull- und Veedelszöch" ziehen durch Köln: "Make Alaaf not War"

Von Christoph Driessen

Köln - Bei strahlendem Sonnenschein starteten am Sonntagvormittag in Köln wieder die "Schull- un Veedelszöch". Über 8000 Teilnehmer ziehen noch bis zum Nachmittag durch die Stadt.

Traditionell nehmen auch Schüler und Lehrer gemeinsam an den "Schull- und Veedelszöch" in der Kölner Innenstadt teil.
Traditionell nehmen auch Schüler und Lehrer gemeinsam an den "Schull- und Veedelszöch" in der Kölner Innenstadt teil.  © Oliver Berg/dpa

44 Schulen von Grundschulen über Hauptschulen bis zu Gesamtschulen und Gymnasien machen dieses Jahr mit. Dazu kommen Gruppen von 48 Veedels-Vereinen aus den einzelnen Stadtvierteln.

Am Straßenrand stehen nach Angaben der Veranstalter jedes Jahr über 250.000 Zuschauer, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie bei einem Marathon anfeuern. Sie mussten sich diesmal dick anziehen, denn unter dem wolkenlosen Himmel ist es ziemlich kalt.

Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen sind zumeist in selbst gestalteten Kostümen unterwegs, an denen sie monatelang gearbeitet haben.

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Dazu spießen sie aktuelle Themen auf, etwa die teils mangelhafte Ausstattung der Kölner Schulen oder den Einzug von KI in den Unterricht. "Mehr Lehrer für unsere Kinder", stand in diesem Jahr auf einem der Plakate. Aber auch: "Make Alaaf not War".

Eine Gruppe entwarf das Fantasiebild einer Schule mitten in der Natur, Mitglieder einer anderen Gruppe waren als Halsbandsittiche verkleidet: Die Papageienart hat sich in Köln in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter ausgebreitet.

Die "Schull- und Veedelszöch" gelten als besonders ursprünglich. Ihre Anfänge reichen bis ins Mittelalter zurück: Damals machten sich Gesellen aus Handwerksbetrieben über ihre mühselige Arbeit lustig.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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