Steigende Müllgebühren: Wer in Köln bald wie viel mehr bezahlen muss

Köln - Schlechte Nachrichten für alle, die in Köln wohnen: 2026 soll die Müllabfuhr spürbar teurer werden und auch die Straßenreinigung soll mitziehen. Welche Kosten dann auf wen zukommen, lest Ihr hier.

Jeder in Köln soll 2026 mehr für Müll und Straßenreinigung zahlen. (Symbolbild)
Jeder in Köln soll 2026 mehr für Müll und Straßenreinigung zahlen. (Symbolbild)  © Caroline SeidSeidel-Dißmannel/dpa

Wie die Stadt mitteilt, rechnet man im kommenden Jahr im Schnitt mit rund 12,4 Prozent höheren Müllgebühren. Für die Bürger bedeutet das: Es wird spürbar teurer, egal ob man im Einfamilienhaus, im Mehrfamilienhaus oder alleine wohnt.

So zahlt eine vierköpfige Familie mit 80-Liter-Restmülltonne etwa im Teilservice künftig 502,62 Euro statt 434,11 Euro, also 68,51 Euro mehr. Im Vollservice steigen die Kosten von 514,27 Euro auf 585,34 Euro, ein Plus von 71,07 Euro.

Bewohnerinnen und Bewohner in Mehrfamilienhäusern trifft es oft noch stärker: Eine 240-Liter-Tonne im Vollservice kostet 2026 ganze 1246,98 Euro, rund 130 Euro mehr als bisher.

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Große Wohnanlagen mit 770- oder 1100-Liter-Schleusen müssen sogar mit Mehrkosten zwischen rund 395 und über 480 Euro im Jahr rechnen. Singles mit kleiner 20-Liter-Einheit kommen dagegen vergleichsweise glimpflich davon und zahlen etwa 18 Euro mehr pro Jahr.

Steigende Kosten für Kölner Haushalte: Das steckt dahinter

Zum ersten Mal fällt für die Stadt Köln eine CO₂-Abgabe auf Müllverbrennung an. Die sorgt für ordentlich höhere Kosten. (Symbolbild)
Zum ersten Mal fällt für die Stadt Köln eine CO₂-Abgabe auf Müllverbrennung an. Die sorgt für ordentlich höhere Kosten. (Symbolbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Die Stadt begründet ihr Vorhaben mit steigenden Kosten, neuen Auflagen und zusätzlichen Leistungen für ein saubereres Köln.

Darunter fallen höhere Gebühren bei der Müllverbrennung, die neue CO2-Abgabe auf Restabfall, teurere Logistik, Tarifsteigerungen und zusätzliche Leistungen aus dem "Masterplan Sauberkeit" sowie dem "Zero-Waste-Konzept".

Auch sinkende Einnahmen aus Strom und höhere Instandhaltungskosten treiben die Kosten nach oben.

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So wird auch die Straßenreinigung 2026 teurer, wenn auch nicht ganz so stark. Hier steigen die Gebühren im Schnitt um 3,45 Prozent.

Für ein typisches Einfamilienhaus mit 15 Metern Gehweg bedeutet das eine Steigerung von 174,75 Euro auf 181,20 Euro im Jahr, ein Plus von 6,45 Euro. Bei Mehrfamilienhäusern oder großen Wohnanlagen summieren sich die Mehrkosten ebenfalls, wenn auch im einstelligen bis zweistelligen Bereich.

Ganz offiziell ist die Sache aber noch nicht: Der Stadtrat soll am 16. Dezember 2025 final über das neue Konzept entscheiden.

Titelfoto: Caroline SeidSeidel-Dißmannel/dpa

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