Weiberfastnacht in Köln: Ab ins Trockene - Schlangen vor den Kneipen werden länger

Köln - An diesem Donnerstag bricht in den Karnevalshochburgen wieder der närrische Frohsinn aus, denn der Straßenkarneval beginnt. In Köln werden an Weiberfastnacht Zehntausende Feierende erwartet.

An Weiberfastnacht werden in Köln wieder Zehntausende Jecke erwartet, die ab 11.11 Uhr den Straßenkarneval einläuten. (Archivbild)  © Oliver Berg/dpa

Die Domstadt gilt bekanntlich als Hauptstadt des närrischen Treibens.

Um den Ansturm an Jecken zu bewältigen, ist das Ordnungsamt mit bis zu 400 Mitarbeitern und rund 2600 Sicherheitskräften von externen Dienstleistern im Einsatz. Zusätzlich sind bis zu 1500 Polizisten auf den Straßen Kölns unterwegs, um allen Karnevalisten ein möglichst sicheres Altweiber zu ermöglichen.

In vielen Städten stürmen Frauen um 11.11 Uhr traditionell die Rathäuser und übernehmen symbolisch die Macht. In Köln wird dann das Dreigestirn mit Oberbürgermeister Torsten Burmester (63, SPD) auf der Bühne stehen.

Köln Lokal Etliche Notrufe pro Tag: So oft alarmierten Kölner 2025 die Feuerwehr

Im TAG24-Ticker halten wir Euch über das bunte Treiben in der Domstadt auf dem Laufenden!

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11.11 Uhr: Der Straßenkarneval ist offiziell eröffnet

Kölle Alaaf - der Straßenkarneval ist offiziell eröffnet!

Das schlechte Wetter tut der guten Laune keinen Abbruch - die Stimmung unter den Jecken ist ausgelassen.

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11.05 Uhr: Lage auf Zülpicher Straße entspannt

Während sich in den vergangenen Jahren etliche Feiernden bereits weit vor 11.11 Uhr in der Zülpicher Straße gedrängt hatten, ist die Lage an Weiberfastnacht wetterbedingt mehr als entspannt.

Die Jecken suchen unter Fassaden und Brücken Schutz vor dem Dauerregen, während dafür die Schlangen vor den Kneipen immer länger werden. Dem Regen trotzen heute wohl nur die hartgesottenen Kostümierten.

Die Schlangen vor den Kölner Kneipen werden länger. Wer dem Regen auf den Straßen trotzt, schützt sich zumeist mit Regenponchos oder Schirmen.  © Rolf Vennenbernd/dpa

10.45 Uhr: OB Torsten Burmester spricht zum Auftakt des Straßenkarnevals

Kölns Oberbürgermeister Burmester findet am Karneval vor allem die "Kultur des Möglich-Machens" großartig.

Das Fest funktioniere nur, weil sich unglaublich viele Menschen freiwillig engagieren, wie der OB zum Auftakt des Straßenkarnevals im Historischen Rathaus lobte.

Köln sei generell eine Stadt, in der viele ehrenamtlich mit anpacken – und das nicht nur an Karneval. Viele Freiwillige stünden dabei nie im Rampenlicht. Für das Stadtoberhaupt lebt der Karneval vom Zusammenhalt - und genau diesen Teamgeist sollte man sich auch für den Rest des Jahres bewahren.

7.22 Uhr: Erste Feiernde schon auf den Straßen

Das Wetter könnte wahrlich besser sein, waschechte Karnevalisten lassen sich davon jedoch nicht beeindrucken.

So sind die ersten Narren trotz Dauerregens in Köln - ausgestattet mit Regenschirmen - bereits gut gelaunt auf den Straßen unterwegs.

Das fiese Regenwetter in Köln tut der guten Laune keinen Abbruch: Die ersten Jecken sind bereits unterwegs.  © Henning Kaiser/dpa

7.03 Uhr: Sicherheitskonzept für Feier-Hotspot Zülpicher Viertel

Auch in diesem Jahr werden im insbesondere beim jungen Publikum beliebten Zülpicher Viertel wieder weite Teile abgesperrt.

Zusätzlich zu den bereits bekannten Eingängen an der Roonstraße und bei der Uni-Mensa wird diesmal zudem ein weiterer Zugang an der Ecke Kyffhäuserstraße/Barbarossaplatz eingerichtet. Wenn sich zu viele Menschen in dem Bereich aufhalten, werden die Eingänge vorübergehend geschlossen.

Die Zülpicher Straße zählt zu den beliebtesten Feier-Hotspots in Köln - insbesondere beim jüngeren Publikum. (Archivbild)  © Thomas Banneyer/dpa

6.24 Uhr: Alle jecken Highlights in den kommenden Tagen

Von Weiberfastnacht bis Rosenmontag und Veilchendienstag reiht sich in Köln ein jeckes Highlight ans Nächste.

Wer noch unschlüssig ist, wie er seine Karnevalstage am besten verplanen soll, kann sich hier einen groben Überblick über das jecke Programm in den kommenden Tagen verschaffen.

6.02 Uhr: Karnevals-Wetter lässt zu wünschen übrig

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte es bereits am Mittwoch angekündigt: Das Wetter ist dieses Jahr nicht auf der Seite der Jecken.

Statt Sonnenschein ist Regenalarm angesagt. Wer auf den Straßen feiert, sollte sein Kostüm dementsprechend wetterfest machen.

Nach DWD-Prognose bleibt es tagsüber stark bewölkt, dazu wird es nass. Die Höchstwerte liegen immerhin bei milden 8 bis 12 Grad.

Wer für Weiberfastnacht kein wetterfestes Kostüm eingeplant hat und sich am Regen stört, sollte seinen Schirm nicht vergessen: Am Donnerstag wird's in Köln nass! (Archivbild)  © Thomas Banneyer/dpa

5.30 Uhr: Uralte Tradition - ab heute wird wieder tagelang gefeiert

Weiberfastnacht, im Kölschen "Wieverfastelovend", markiert den Beginn des Straßenkarnevals.

Ihren Ursprung hat die Tradition im 19. Jahrhundert: 1824 gründeten Wäscherinnen aus dem rechtsrheinischen Beuel ein eigenes "Damenkomitee", weil sie vom bis dahin männerdominierten Karneval ausgeschlossen waren.

Der Legende nach wollten sie sich einmal im Jahr von Arbeit und gesellschaftlichen Zwängen befreien - und übernahmen symbolisch das Regiment. Daraus entwickelte sich der Brauch, Männern die Krawatten abzuschneiden, als Zeichen der zeitweiligen Machtübernahme der Frauen.

Heute beginnt der Wieverfastelovend traditionell um 11.11 Uhr. Tausende Jecke feiern dann in der Kölner Innenstadt und in den Veedeln den Auftakt der "heißen Phase" des Karnevals.

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