Wohnungssuche wird zum Albtraum: Köln führt Mietpreis-Ranking an
Köln - Wer gerade in Köln auf Wohnungssuche ist, braucht mehr Geld in der Tasche als noch vor einem Jahr. Denn die Domstadt verzeichnet derzeit den stärksten Anstieg bei den Mieten unter den deutschen Großstädten.
Das geht aus dem aktuellen Wohnindex des Instituts der deutschen Wirtschaft hervor. Demnach müssen Mieter in Köln im Schnitt 7,9 Prozent mehr zahlen als noch vor einem Jahr.
Damit liegt die Stadt klar vor anderen Metropolen: In Hamburg stiegen die Mieten um 5,5 Prozent, in München um 3,7 Prozent.
Für Wohnungssuchende verschärft sich die Lage damit weiter. Schon jetzt gibt es in Köln deutlich mehr Interessenten als freie Wohnungen. Wer etwas Passendes findet, muss deshalb oft schnell sein und tief in die Tasche greifen.
Etwas entspannter sieht die Entwicklung bei Eigentumswohnungen und Häusern aus. Dort ziehen die Preise laut den Experten derzeit nur leicht an.
Eine schnelle Besserung ist allerdings nicht in Sicht. Nach Einschätzung der Fachleute müsste vor allem innerhalb der Stadt deutlich mehr Wohnraum entstehen.
Außerdem sollten Bauprojekte schneller genehmigt werden. Auch neue Bauflächen außerhalb der Stadt und ein besserer Nahverkehr könnten helfen, den Wohnungsmarkt langfristig zu entlasten.
Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa
