Niedrigwasser im Rhein bedroht Wachstum der NRW-Wirtschaft

Von Jonas-Erik Schmidt

Düsseldorf - Das Niedrigwasser des Rheins hat nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammern (IHK) Nordrhein-Westfalens erhebliche Folgen für die Wirtschaft.

Aufgrund der niedrigen Pegelstände entlang des Rhein können Frachtschiffe derzeit oft nur noch ein Fünftel der üblichen Ladung transportieren. (Symbolfoto)  © Benjamin Westhoff/dpa

"Auf dem Rhein fahren die Schiffe ja immer mit etwas Wasser unter dem Kiel, und wenn kein Wasser mehr da ist, wird es schwierig für Schifffahrt und Industrie", sagte Ocke Hamann, fachpolitischer Sprecher für Verkehr und Mobilität der IHK NRW, dem WDR.

Derzeit könnten die Schiffe zum Teil nur noch ein Fünftel der üblichen Ladung mitnehmen.

Als Erstes merke das die Industrie, die auf die Versorgung mit Grundstoffen und Vorprodukten angewiesen sei. "Insbesondere Stahl, Chemie, Mineralölprodukte werden auf dem Rhein transportiert, Futtermittel", sagte Hamann.

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Das seien schwere Ladungen, bei denen die Schiffe tief einsänken. Für die Unternehmen sei das Problem mit dem wenigen Wasser zwar nicht neu – extrem sei aber, dass es so früh im Jahr auftrete.

Hamann verwies auf eine historische Niedrigwasser-Phase vor acht Jahren: "2018 hat das Weltwirtschaftsinstitut in Kiel alleine durch das Niedrigwasser einen Rückgang im Wachstum von 0,4 Prozentpunkten ermittelt."

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Pegelstände entlang des Rheins sehr niedrig

Die Bundesregierung erwarte für dieses Jahr ganze 0,5 Prozent Wachstum, sagte der IHK-Vertreter. "Das heißt, dieses von der Bundesregierung eingeplante Wachstum kann innerhalb von wenigen Tagen schon pulverisiert werden", so Hamann weiter.

Die Pegelstände entlang des Rheins sind zurzeit sehr niedrig. In Duisburg-Ruhrort wurden am Montagmorgen 173 Zentimeter gemessen – also nur 20 Zentimeter mehr als der niedrigste bekannte Wasserstand von 153 Zentimetern (2018).

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