NRW-Regierung macht Weg frei: So sollen Bürger und Unternehmen entlastet werden

Von Bettina Grönewald

Düsseldorf - Weniger "Papierkrieg" mit den Behörden: Bürger und Unternehmen sollen in Nordrhein-Westfalen weiter von Bürokratie befreit werden.

Die NRW-Regierung sagt dem "Papierkrieg" innerhalb der Behörden den Kampf an. (Symbolfoto)  © Patrick Pleul/dpa

Dazu hat das Landeskabinett ein zweites sogenanntes Beschleunigungs- und Entlastungspaket beschlossen.

Mehr als 30 Maßnahmen machten die Verwaltung leistungsfähiger und verbesserten auch die Standortbedingungen für die heimische Wirtschaft, teilte Ministerpräsident Hendrik Wüst (50, CDU) mit.

Eine Änderung betrifft etwa die digitale Kommunikation in der Verwaltung. In vielen Bereichen sollen E-Mails statt formalem Schriftverkehr erlaubt werden. In einigen Bereichen werden Berichtspflichten gestrichen.

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Schulen sind durch die vielen Abfragen der Schulaufsicht zeitlich und personell belastet. Diese werden auf den Prüfstand gestellt und auf ein Mindestmaß reduziert. Das soll mehr Zeit für den Unterricht bringen.

Zudem soll die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse nicht länger durch langwierige Übersetzungen verzögert werden. Das Land will in Anerkennungsverfahren künftig auch englischsprachige Unterlagen akzeptieren.

Dadurch sparen Bewerber Geld für Übersetzungen und können schneller in den Job starten.

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FDP-Opposition nicht überzeugt: "Wüst bleibt ein Ankündigungsweltmeister"

FDP-Landesfraktionschef Henning Höne (38, Foto) konnte sich eine verbale Spitze gegen NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (50, CDU) nicht verkneifen. (Archivfoto)  © Henning Kaiser/dpa

Großraum- und Schwertransporte sollen längere Dauergenehmigungen erhalten. Im Denkmalschutz präzisiert die Landesregierung den gesetzlichen Rahmen, um bürokratische Hürden zu senken.

Auch für die Kampfmittelbeseitigung bekommt die Verwaltung einfachere Vorschriften. Darüber hinaus sind in etlichen weiteren Bereichen "Praxis-Checks", Vereinfachungen und Mut zu Experimentierklauseln auf kommunaler Ebene avisiert.

Die FDP-Opposition zeigte sich nicht überzeugt. "Hendrik Wüst bleibt ein Ankündigungsweltmeister", kommentierte Landtagsfraktionschef Henning Höne (38) den Kabinettsbeschluss.

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"Dieses Paket ist ein politisches Überraschungsei: ein bisschen was für jeden, aber keine konsequente Agenda für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit."

Was Schwarz-Grün am Ende tatsächlich liefern werde, bleibe unklar.

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