ÖPNV-Kracher in Bonn: Stadt reagiert auf Sperrung der Nordbrücke

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Von Jonas-Erik Schmidt

Bonn - Nach der plötzlichen Sperrung der Bonner Nordbrücke wird der öffentliche Personennahverkehr in der ehemaligen Bundeshauptstadt vorübergehend kostenlos.

Die Autobahnbrücke über den Rhein ist wegen neu entdeckter Schäden bis auf Weiteres für den Verkehr gesperrt.
Die Autobahnbrücke über den Rhein ist wegen neu entdeckter Schäden bis auf Weiteres für den Verkehr gesperrt.  © Benjamin Westhoff/dpa

"Wir möchten ein Anreizsystem setzen, damit so viele Menschen wie irgendwie möglich den ÖPNV nutzen", sagte Oberbürgermeister Guido Deús (CDU).

Am Donnerstag beschloss der Stadtrat die Maßnahme, die vom kommenden Montag an bis Ende Juni gelten soll. Bestehende Abonnements würden allerdings nicht erstattet.

Der Bürgermeister verwies auf die damit verbundenen Kosten: "Wir können uns schon vieles von dem, was ich Ihnen hier sage, in unserer Finanzsituation eigentlich nicht leisten und machen es trotzdem", sagte er.

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Dass man bei einem bestehenden Abo Geld zurückbekomme, könne er nicht verkünden.

Der Rat hat am Abend ein Paket mehrerer Maßnahmen beschlossen. Unter anderem sollen geplante andere Bauvorhaben auf den Prüfstand kommen und mehrere Strecken sollen für Autos mehrspurig werden.

Mehr Home-Office und Alternativ-Routen für Radler

Für Radfahrer soll es Alternativrouten geben. Die Stadtverwaltung hat die Home-Office-Regelung für ihre Beschäftigten ausgeweitet.

Der Oberbürgermeister sagte: "Die Lage ist ernst und wir wissen nicht, wie lange und in welchem Umfang die Nordbrücke gesperrt bleiben wird. Daher setzen wir alles daran, den Verkehr in Bonn und der Region wieder fließen zu lassen."

Titelfoto: Benjamin Westhoff/dpa

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