Überraschender Rücktritt: Kölner Regierungspräsident legt Amt nieder
Köln - Überraschende Personalrochade in der Kölner Bezirksregierung: Regierungspräsident Thomas Wilk (55) legt sein Amt auf eigenen Wunsch schon zum 1. Februar nieder.
Der 55-jährige Jurist hatte den Posten am 1. September 2022 von Gisela Walsken (67) übernommen, will nun aber aus persönlichen Gründen, "die im direkten Zusammenhang mit der besonderen Beanspruchung durch das Amt stehen", zurücktreten.
Das bestätigte Wilk laut "Kölner Stadt-Anzeiger" am Dienstag in einem Statement der Bezirksregierung. Demnach habe er seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits in einer internen Mitteilung über seinen Rücktritt informiert.
Der Entschluss sei ihm nicht leichtgefallen, ergänzte Wilk, der das Amt sehr gerne ausgeübt hätte. Immerhin sei die Bezirksregierung Köln eine "leistungsstarke Behörde, die vor allem durch die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Menge zum Wohle der Menschen, Unternehmen und Kommunen im Regierungsbezirk bewegt".
Nachfolger noch nicht bekannt
NRW-Innenminister Herbert Reul (73, CDU) dankte dem 55-Jährigen derweil für seine Dienste. Der 73-Jährige habe gerne mit Wilk zusammengearbeitet, so Reul: "Die wertvollen Impulse, die er gesetzt hat, bleiben und werden die Zukunft der Region weiter prägen. Ich respektiere seinen Schritt und wünsche ihm alles Gute."
Wilk war von 2013 bis 2018 Kreisdirektor des Landkreises Unna. Von 2018 bis 2022 leitete er zudem die Abteilung Bauen im Ministerium für Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, ehe er 2022 das Amt des Kölner Regierungspräsidenten antrat. Wer sein Nachfolger wird, ist aktuell noch unbekannt.
Titelfoto: Oliver Berg/dpa