Streit um hohe Spritpreise: Forderung nach Steuersenkung wird lauter

Von Yuriko Wahl-Immel

Köln - Angesichts der hohen Spritpreise hat der Verband Verkehrswirtschaft und Logistik NRW eine Senkung der Mineralölsteuer verlangt.

Hohe Spritpreise sorgen weiterhin für Diskussionen. Die Verkehrswirtschaft fordert nun eine Senkung der Mineralölsteuer. (Symbolfoto)  © Andreas Arnold/dpa

"Wir haben wesentlich mehr Abgaben auf den Diesel als unsere Nachbarländer", kritisierte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Marcus Hover im "Morgenecho" von WDR 5. Die Logistiker und Spediteure seien doppelt belastet durch die hohen Spritpreise und die Maut.

Deutschland sei "mit eines der teuersten Länder in der EU, was den Treibstoff angeht, durch die Steuern. Und da fordern wir eine Absenkung", sagte Hover am Freitag kurz vor einem Krisengipfel.

Durch die infolge des Iran-Kriegs erheblich gestiegenen Treibstoffkosten verteuere sich ein Lkw-Transport aktuell im Schnitt um 12 bis 13 Prozent.

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Das komme am Ende beim Verbraucher an. "Das heißt, das Leben in Deutschland wird auf jeden Fall teurer."

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Lars Klingbeil (48, SPD) will beim Energie-Gipfel über Entlastungen bei hohen Spritpreisen beraten.  © Kay Nietfeld/dpa

Spitzentreffen zu hohen Energiepreisen geplant

Vizekanzler Lars Klingbeil (48, SPD) hat Wirtschaft und Gewerkschaften zu einem Energiepreis-Gipfel am Freitag eingeladen.

Der Finanzminister hatte angeregt, Bürgerinnen und Bürger gezielt - etwa über eine Mobilitätsprämie - zu entlasten und das über eine Übergewinnsteuer quasi von den Energiekonzernen finanzieren zu lassen.

Außerdem wirbt er für einen flexiblen Preisdeckel für Sprit. Bisherige Maßnahmen der Bundesregierung gegen die steigenden Spritpreise haben bisher keine durchschlagende Wirkung gezeigt.

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