Vapiano zahlungsunfähig, doch diese Restaurants sind nicht betroffen

Köln - Am Freitag wurde die Zahlungsunfähigkeit der Restaurantkette Vapiano bekannt gegeben. (TAG24 berichtete) Die vermutete Folge: Alle Restaurants der Kette stünden bundesweit vor dem Aus. Das ist so aber nicht richtig.

Nach der Coronakrise öffnen die meisten Vapiano-Restaurants wieder ihre Türen! (Symbolbild)
Nach der Coronakrise öffnen die meisten Vapiano-Restaurants wieder ihre Türen! (Symbolbild)  © 123RF/TPG Images

Es sei zwar richtig, dass mehrere Restaurants der Vapiano SE schon vor den offiziellen Maßnahmen der Bundesregierung geschlossen hatten, das habe aber zunächst nichts mit der Zahlungsunfähigkeit der Vapiano SE zu tun gehabt, sondern mit den Vorsichtsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus, so ein Vapiano-Sprecher. In der Folge der Schließungen kämen erst zu der Zahlungsunfähigkeit.

Die "Vereinigte Deutsche Vapiano Partner e.V." klärte jetzt in einer Pressemitteilung auf, wie es um den weiteren Vapiano-Restaurantbetrieb in Deutschland steht.

Sollte es in naher Zukunft zum Äußersten kommen, also einem Insolvenz-Verfahren, sind nämlich nicht alle Vapiano-Restaurants betroffen, heißt es in der Pressemitteilung.

Denn, was vielfach unter den Tisch gefallen sei, ist Folgendes. Die Zahlungsunfähigkeit betrifft "nur" die Vapiano SE mit den "zugehörigen unternehmenseigenen Restaurants nicht die komplette Vapianokette". 

Die einzelnen Restaurants werden nämlich größtenteils eigenständig von den Vapiano-Lizenznehmern geführt. Sie handeln dementsprechend unabhängig von ihrem Lizenzgeber Vapiano SE. 

"Wir deutschen Vapiano-Franchisepartner führen unsere Geschäftstätigkeit losgelöst von der finanziellen Situation des Franchisegebers fort", heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Nach der Coronakrise gibt es hier wieder Pasta und Pizza:

Zurzeit sind die Restaurants natürlich aufgrund der Coronakrise - wie alle anderen auch - geschlossen. In folgenden Städten sind die Vapiano-Restaurants von der Zahlungsunfähigkeit der Vapiano SE nicht betroffen: 

  • Aachen 
  • Bielefeld 
  • Braunschweig 
  • Chemnitz 
  • Darmstadt 
  • Dortmund 
  • Dresden 
  • Duisburg 
  • Göttingen 
  • Hagen 
  • Heilbronn 
  • Ingolstadt 
  • Kaiserslautern 
  • Kassel 
  • Kiel 
  • Magdeburg 
  • Mainz 
  • Münster 
  • Oldenburg 
  • Osnabrück 
  • Rostock 
  • Ulm 
  • Wiesbaden 
  • Wolfsburg
  • Wuppertal 

Was ist ein Franchise-Restaurant?

Noch bleiben die Plätze bei Vapiano leer. Aber nicht mehr lange. (Archivbild)
Noch bleiben die Plätze bei Vapiano leer. Aber nicht mehr lange. (Archivbild)  © 123RF/TPG Images

Das Prinzip "Franchise" lässt sich am besten am "Musterbeispiel" McDonald's erklären. 

Zunächst gibt es ein erfolgreiches Restaurant mit einem besonderen und neuem Geschäfts-Konzept. Im Falle von McDonald's, Fastfood, das besonders schnell beim Kunden ist. 

Damit auch andere Kunden in anderen Städten/Ländern in den Genuss der Speisen kommen können, werden weitere Filialen des gleichen Restaurants mit den gleichen Produkten und dem gleichen Konzept eröffnet.

Im Falle eines Franchise-Unternehmens, werden aber nicht einfach Filialen vom "Mutter-Restaurant" eröffnet, sondern es werden sogenannte Lizenzen an Gastronomen vor Ort verkauft, die dann unter dem gleichen Namen und dem gleichen erfolgreichen Geschäfts-Konzept ein Restaurant eröffnen dürfen. 

Für die Lizenz zahlen sie viel Geld und verpflichten sich, ihre Restaurants nach den vorgegebenen Standards des "Franchisers" zu führen, wie auch die gleichen Produkte zu verkaufen. 

Deshalb sehen alle McDonalds gleich aus, verkaufen die gleichen Produkte und so weiter. 

Dennoch sind die Lizenznehmer finanziell und rechtlich unabhängig vom Franchiser und für den Erfolg ihres eigenen Restaurants selbst verantwortlich. 

Im Gegenzug profitieren die Lizenznehmer von der schon zuvor etablierten Marke. 

Titelfoto: 123RF/TPG Images

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