Pegelstand immer dramatischer: Rhein soll noch mehr Wasser verlieren
Von Paula Kühn, Volker Danisch, Yuriko Wahl-Immel
Köln - Das Rekord-Niedrigwasser des Rheins hat in Nordrhein-Westfalen seinen tiefsten Stand wahrscheinlich noch nicht erreicht.
Laut Prognose des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein werden Donnerstag und Freitag noch drastischere Tiefstände für Köln, Düsseldorf, Duisburg-Ruhrort und Emmerich erwartet.
"Es spitzt sich alles voraussichtlich noch stärker zu", heißt es in einer Mitteilung des Amtes. Am Pegel Köln werden für Freitag nur noch 63 Zentimeter erwartet. Dabei ist der alte historische Tiefstand 69 Zentimeter vom 23. Oktober 2018 gerade erst unterschritten worden. Der Pegelstand wurde am Samstag bei 67 Zentimeter abgelesen.
Am Pegel Düsseldorf sind für Freitag 17 Zentimeter vorhergesagt. Hier waren erst am Sonntag 20 Zentimeter gemessen worden. Das waren drei Zentimeter weniger als der Tiefststand 23 Zentimeter vom 23. Oktober 2018.
Am Pegel Duisburg-Ruhrort lautet der neue Tiefststand 149 Zentimeter, gemessen am gestrigen Sonntag. Das sind 4 Zentimeter weniger als am 23. Oktober 2018.
Für Donnerstag und Freitag werden 144 Zentimeter vorhergesagt. Am Pegel Emmerich liege der Schwimmer des Pegels sogar trocken. Der Tiefstwert von minus 1 Zentimetern vom 18. August 2022 war am Samstag mit minus 2 unterschritten worden.
Minus 9 Zentimeter werden am Donnerstag und Freitag erwartet. Die Fahrrinne ist deutlich tiefer als der Pegelstand Null am Ufer.
Titelfoto: Federico Gambarini/dpa
