Paracetamol und Co.: Diese Tabletten können die Persönlichkeit beeinflussen!

Netz - Für viele sind sie eine zuverlässige Hilfe gegen kleine Wehwehchen: Vermeintlich harmlose Tabletten wie Paracetamol können allerdings bedenkliche Nebenwirkungen haben! 

Einige rezeptfreie Medikamente stehen im Verdacht, starken Einfluss auf die psychische Gesundheit zu haben.
Einige rezeptfreie Medikamente stehen im Verdacht, starken Einfluss auf die psychische Gesundheit zu haben.  © 123rf/ Iryna Khabliuk

Das musste auch Dr. Sarah E Hill feststellen.

Erst seit einem Tag nahm sie Antihistaminika gegen ihre Histaminintoleranz. Und schon erlitt sie ihre erste Panikattacke. Weitere sollten folgen.

Einen Zusammenhang erkannte die Ärztin zunächst nicht. Schließlich sind solche Tabletten gegen verschiedene Allergien maximal dafür bekannt, ein wenig schläfrig zu machen.

Nach nur drei Tagen ging es ihr so schlecht, dass sie das Mittel absetzte. Und plötzlich war auch ihre nervöse Verstimmung wieder verschwunden.

"Ich konnte nicht glauben, dass ich nicht früher darauf gekommen bin", erklärte Hill gegenüber DailyMail.

Auch die Antibabypille steht immer wieder im Verdacht, starken Einfluss auch die Persönlichkeit ihrer Nutzerinnen zu nehmen.

Dabei kann die Pille nicht nur die Partnerschaft verändern, sondern sogar die sexuelle Orientierung unterdrücken.

"Eine Frau hatte die Pille seit ihrem 14. Lebensjahr eingenommen, nachdem sie ihr verschrieben worden war, um schwere Periodenkrämpfe zu lindern", sagte Hill.

Während ihrer Pubertät fühlte sie sich sexuell ausschließlich zu Frauen hingezogen. Als sie das Verhütungsmittel mit 23 absetzte, passierte das Unfassbare: Plötzlich interessierte sie sich nur noch für Männer. 

Und inzwischen ist sie sogar in einer heterosexuellen Beziehung.

Antibiotika können Depressionen und Angststörungen verursachen

Die übermäßige Nutzung einiger Medikamente kann ungeahnte Folgen haben.
Die übermäßige Nutzung einiger Medikamente kann ungeahnte Folgen haben.  © 123rf/ marctran

Doch auch andere Medikamente wie Mittel gegen Sodbrennen und sogar Paracetamol können unliebsame Nebenwirkungen haben und je mehr man davon einnimmt, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Persönlichkeit davon beeinflusst wird.

So können beispielsweise Mittel zur Senkung des Cholesterinspiegels mit einem Anstieg des Aggressionspotenzials einhergehen. Eine übermäßige Einnahme von Antibiotika kann dazu führen, dass Patienten Depressionen und Angststörungen entwickeln.

Im vergangenen Jahr stellte eine Studie in der Zeitschrift Frontiers in Psychology fest, dass Paracetamol das Gefühl von Empathie oder gemeinsamer Freude als Reaktion auf das Glück anderer Menschen verringert.

Dass dieses Gefühl des Mitgefühls abgestumpft werden kann, gibt Anlass zur Sorge, sagt Dominik Mischkowski, der Psychologe, der die Forschung an der Ohio University leitete: "Dieses Gefühl der Freude über die Erfolge anderer ist sehr wichtig - es ist ermöglicht den Aufbau von Beziehungen, von Intimität und Nähe."

Zwar entwickelt man sich durch die übermäßige Einnahme von Medikamenten wie Paracetamol nicht gleich zu einem Psychopathen. Dennoch kann dies ungeahnte Folgen für das Sozialleben haben.

Zudem erwähnen die meisten Beipackzettel diese Art von Nebenwirkungen mit keiner Silbe.

Dies liegt vor allem daran, dass Medizin- und Pharmaunternehmen nicht genügend Fallberichte vorliegen.

Titelfoto: 123rf/ Iryna Khabliuk

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