Tote und Verletzte in Leipzig: Auto rast in Menschenmenge
Leipzig - Hat es eine Amokfahrt am Montagnachmittag in Leipzig gegeben? Ein Autofahrer ist gegen 16.45 Uhr am Augustusplatz mit einem VW Taigo in die Grimmaische Straße eingebogen und mit hoher Geschwindigkeit durch eine Menschenmenge gefahren.
Nach Angaben des Leipziger Branddirektors Axel Schuh wurden zwei Personen so schwer verletzt, dass sie noch vor Ort beziehungsweise kurze Zeit später verstarben. Zwei weitere Menschen erlitten schwere Verletzungen und wurden in Leipziger Kliniken transportiert.
Bürgermeister Burkhard Jung (68, SPD) bestätigte vor Ort den Tod von zwei Menschen. Zugleich erklärte er, dass die Polizei den mutmaßlichen Täter gefasst habe: "Die Lage ist geklärt, alle können nach Hause gehen. Es gibt keine Gefährdungslage mehr", so Jung.
Laut Polizeiangaben soll der Fahrer beim Eintreffen der Beamten im von ihm selbst gestoppten Fahrzeug gesessen haben.
Es wurde ein Massenanfall von Verletzten ausgerufen. Die Kliniken in Leipzig stellten sich umgehend auf die Lage ein, um eine schnelle und koordinierte Versorgung sicherzustellen.
Im Einsatz befanden sich nach Angaben der Feuerwehr rund 40 Kräfte der Feuerwehr sowie etwa 40 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes. Zusätzlich kamen zwei Rettungshubschrauber zum Einsatz. Der betroffene Bereich der Innenstadt wurde großräumig abgesperrt.
In den sozialen Netzwerken sind Videos aufgetaucht, die die Festnahme des mutmaßlichen Täters zeigen.
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Neben einem Großaufgebot an Rettungskräften und Feuerwehr ist auch ein Kriseninterventionsteam vor Ort.
Noch sind die Hintergründe laut Polizei völlig unklar. Auch, ob es sich um einen Unfall oder Absicht handelt.
Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa
