Von Lutz Brose
Leipzig - Nach rund 25 Jahren Planung und Entwicklung wurde am heutigen Freitag endlich der Stadthafen Leipzig feierlich eröffnet.
Zum Festakt zeigte sich fast die gesamte Polit-Prominenz aus Stadt und Land. Musikalisch wurde die Einweihung standesgemäß vom Thomanerchor Leipzig begleitet.
In ihren Ansprachen lobten sich Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (68, SPD) und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (51, CDU) gegenseitig. Tatsächlich war das Mammutprojekt nur in perfekter Zusammenarbeit und finanzieller Unterstützung mit und durch den Freistaat Sachsen zu stemmen.
Wenn 25 Jahre auch gewaltig klingen, ging es mit dem Stadthafen noch vergleichsweise zügig, denn in dem mit Baubeginn 1938 errichteten Hafen im Stadtteil Lindenau hat bis heute noch kein Schiff angelegt. Aber genau das wünscht sich Burkhard Jung von seinem Nachfolger in Angriff zu nehmen, damit irgendwann vom Stadthafen über den Saale-Leipzig-Kanal bis nach Hamburg und von dort aus in die weite Welt geschippert werden kann.
Von den Visionen inspiriert rief Michael Kretschmer unter dem Beifall der geladenen Gäste beinahe euphorisch ins Mikrofon: "Das hier ist Leipzig. Das ist die coolste, größte und die wichtigste Stadt in Ostdeutschland!"
Gäste nehmen Stadthafen bereits fleißig in Beschlag
Mit Aufnahme des Probebetriebes vor einer Woche haben die Leipziger und ihre Gäste das neue Domizil längst in Beschlag genommen, paddeln, was das Zeug hält, schauen sich vom Wasser aus die Stadt an oder lassen sich von der Stadthafen-Gastronomie verwöhnen.
Der Stadthafen umfasst in seiner Gesamtheit ein Areal von circa 13.800 Quadratmetern, wovon das Hafenbecken circa 4025 Quadratmeter groß ist. Er bietet im Bereich des Hafenbeckens Liegeplätze für drei Fahrgastschiffe, 40 Sport- und Familienboote sowie Anlegeplätze für sogenannte handbetriebene Boote.
Weitere sechs Liegeplätze für Fahrgastschiffe befinden sich an der Außenmole.