Endlich! Glück für Leipzig, dass dieser Brückenbau schon vor drei Jahren begonnen hat

Leipzig - Nicht nur Autofahrer, auch Anwohner in den Leipziger Stadtteilen Plagwitz und Schleußig können aufatmen: Nach drei Jahren Bauzeit ist die Karlbrücke in der Industriestraße endlich fertig, der Verkehr kann seit Freitagmittag wieder rollen.

Am Freitag konnte die Karlbrücke endlich wiedereröffnet werden.  © Christian Grube

Am Vormittag liefen noch die letzten Aufräumarbeiten rund um die Brücke, bevor die Verantwortlichen vor Ort gemeinsam feierlich das Einweihungsband durchgeschnitten haben. Am Mittag konnten dann die ersten motorisierten Fahrzeuge über die Weiße Elster rollen.

"Ich freue mich, diese Brücke nach so langer Zeit eröffnen zu können", sagte Leipzigs Bau-Bürgermeister Thomas Dienberg (64) während der Eröffnung.

Man sei froh, dieses Brückenvorhaben bereits vor mehr als drei Jahren angeschoben zu haben, denn mittlerweile stehe ihm für infrastrukturelle Baumaßnahmen nur noch die Hälfte des früheren Etats zur Verfügung.

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Heißt: Heute hätten andere Brücken Vorrang. Dennoch war der Umbau wichtig und notwendig, denn es drohte damals eine Lastbeschränkung der alten Ziegelbrücke aus dem Jahr 1900.

Insgesamt hat der Neubau der Karlbrücke, die Schleußig und Plagwitz miteinander verbindet, 9,8 Millionen Euro gekostet.

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Gemeinsam schnitten Rene Wenzel (Abteilungsleiter Ingenieurbauwerke, v.l.), Michael Jana (Leiter Mobilitäts- und Tiefbauamt), Bau-Bürgermeister Thomas Dienberg und Christoph Heil von der Baufirma Otto Heil das Einweihungsband durch.  © Christian Grube
Die letzten Aufräumarbeiten liefen am Vormittag, damit die Autos nun auch wieder über die Brücke fahren können.  © Christian Grube

Die Karlbrücke ist fertig: Industriestraße jetzt Tempo-30-Zone

Es gibt Sitzgelegenheiten, von denen aus man das Treiben auf der Weißen Elster beobachten kann.  © Christian Grube

Ursprünglich sollte sie bereits vor einem Dreivierteljahr fertiggestellt werden. Der kalte Winter und lange Lieferzeiten hätten allerdings zu langen Verzögerungen beigetragen, ergänzte Michael Jana, Leiter des Mobilitäts- und Tiefbauamts.

Demnach seien auch alle Trinkwasserleitungen mit erneuert worden, was eine große Herausforderung darstellte. Die neue Brücke ist nun außerdem breiter, Fahrrad- und Gehwege wurden mit erneuert sowie Bushaltestellen - dort verkehrt die Linie 74. Auch die Barrierefreiheit ist gewährleistet.

In Richtung Könneritzstraße werden auf der Industriestraße aber noch weitere Arbeiten an den Radverkehrsanlagen stattfinden. Die Verkehrssicherheit habe oberste Priorität, in dem Bereich herrscht Tempo 30.

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Für Autofahrer ist die Wiedereröffnung der Brücke eine deutliche Entlastung. Vor allem, weil ab kommendem Montag die Könneritzbrücke nicht mehr für den motorisierten Verkehr erreichbar ist. Auch dort finden in den kommenden fast zehn Monaten Arbeiten der Wasserwerke statt.

Glücklicherweise konnten nun auch die Arbeiten der Wasserwerke in der Holbein- und Stieglitzstraße abgeschlossen werden.

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