"Bedauere seinen Entschluss": Tino Chrupalla tritt nicht bei Leipziger OB-Wahl an
Leipzig - Es sollte der Coup im Rennen um das Leipziger Oberbürgermeisteramt werden. Nach dem Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt gab die Leipziger AfD am Montag bekannt, Tino Chrupalla (51) aufstellen zu wollen. Nun soll sich der Bundesvorsitzende zu den Plänen geäußert und ihnen eine Absage erteilt haben.
"Die AfD Leipzig bedankt sich bei unserem Bundessprecher Tino Chrupalla für seine Unterstützung bei unserer Spendenkampagne zur Oberbürgermeisterwahl in Leipzig 2027", erklärte der AfD-Kreisvorsitzende Siegbert Droese auf Anfrage.
Und weiter: "Ich bedauere daher seinen, gestern in einem freundschaftlichen Gespräch geäußerten Entschluss, nicht als Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl in Leipzig zur Verfügung zu stehen."
In der Messestadt wird am 21. Februar 2027 ein neuer Oberbürgermeister gewählt. Amtsinhaber Burkhard Jung (68, SPD) tritt nicht noch einmal an.
Seine Amtszeit endet am 28. März. Die AfD ist die letzte große Partei, die noch keinen Kandidaten nominiert hat.
Ihren Hut in den Ring geworfen haben bislang: Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (52, SPD), CDU-Stadtfraktionschef Michael Weickert (36), Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (49, Linke), Ex-Umweltminister Wolfram Günther (53, Grüne), FDP-Mann Alexander Türpe (42), Unternehmer Falk Fiebig (51) für die Europa-Partei Volt, Tom Rodig (38, "Die Partei"), der BSW-Landtagsabgeordnete Eric Recke (39) und der frühere Konsum-Chef Dirk Thärichen (56) als freier Kandidat.
Titelfoto: Christoph Soeder/dpa
