Nach Sachsen-Anhalt-Hype: Leipziger AfD will Tino Chrupalla ins OB-Rennen schicken

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Von Andreas Tappert, Alexander Bischoff

Leipzig - Der Personen-Hype schwappt jetzt nach Sachsen über: Nach der erfolgreichen Wahl in Sachsen-Anhalt will die Leipziger AfD ihren Bundesvorsitzenden Tino Chrupalla (51) ins Rennen um das Oberbürgermeisteramt der Messestadt schicken. Das erfuhr TAG24 exklusiv aus dem Kreisvorstand. Gesicht der Leipziger Wahl-Spendenkampagne ist der Oberlausitzer bereits.

Tino Chrupalla (51, AfD) soll als Leipziger OB-Kandidat aufgestellt werden.
Tino Chrupalla (51, AfD) soll als Leipziger OB-Kandidat aufgestellt werden.  © Kay Nietfeld/dpa

"Unser Vorstand ist übereingekommen, Tino Chrupalla zu bitten, sich als unser Kandidat für die OB-Wahl aufstellen zu lassen", erklärte der Leipziger AfD-Kreisvorsitzende Siegbert Droese (57) am Montag auf Anfrage von TAG24. "Herr Chrupalla ist Sachse und in Leipzig wählbar."

Ein erstes Gespräch mit Chrupalla habe bereits stadtgefunden. "Er hat uns nicht abgesagt", berichtet Droese. "Vielleicht gelingt es uns, ihn zu gewinnen. Er ist das Gesicht der Ost-AfD und ein Pfund, mit dem wir wuchern können."

Laut Droese hat der Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt "eine starke Dynamik" in die Partei und in die Entwicklungen in Berlin getragen. Die Aufstellungsversammlung, in der die AfD Leipzig ihren Kandidaten für die OB-Wahl bestimmt, findest am 26. September statt - relativ kurz nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern.

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Beobachter gehen davon aus, dass die AfD auch mit dem Rückenwind dieser Wahl in den Leipziger OB-Wahlkampf starten will.

Siegbert Droese (57) will den Rückenwind des Wahlerfolgs in Sachsen-Anhalt für die anstehende OB-Wahl nutzen.
Siegbert Droese (57) will den Rückenwind des Wahlerfolgs in Sachsen-Anhalt für die anstehende OB-Wahl nutzen.  © Sebastian Willnow/dpa

AfD-Flyer vor Leipziger OB-Wahl: Chrupalla erinnert an Friedliche Revolution

Mit diesem Flyer wirbt Chrupalla in Leipzig für seine Partei.
Mit diesem Flyer wirbt Chrupalla in Leipzig für seine Partei.  © AfD Leipzig

Chrupalla engagiert sich bereits in Leipzig. Er ist das Gesicht einer Kampagne, mit der die Partei aktuell um Spenden für die OB-Wahl wirbt. Slogan der Aktion: "Wir werden Oberbürgermeister! Mit uns zählt Ihr Viertel wieder."

Chrupalla erinnert in dem Flyer an die Friedliche Revolution. Die Leipziger hätten damals gezeigt, "welche immense Kraft von einem Volk ausgehen kann, dass seine Zukunft selbst in die Hand nehmen will", wird er zitiert.

Und weiter: "Eine gute Verwaltung hört zu, wägt ab, trifft klare Entscheidungen und handelt im Dienst der Bürger. Eine gute Verwaltung braucht eine glaubwürdige Person an ihrer Spitze! Leipzig verdient eine Führung, die das Wohl der gesamten Stadt in den Mittelpunkt stellt."

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In der Messestadt wird am 21. Februar 2027 ein neuer Oberbürgermeister gewählt. Amtsinhaber Burkhard Jung (68, SPD) tritt nicht noch einmal an. Seine Amtszeit endet am 28. März. Die AfD ist die letzte große Partei, die noch keinen Kandidaten nominiert hat.

Ihren Hut in den Ring geworfen haben bislang: Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (52, SPD), CDU-Stadtfraktionschef Michael Weickert (36), Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (49, Linke), Ex-Umweltminister Wolfram Günther (53, Grüne), FDP-Mann Alexander Türpe (42), Unternehmer Falk Fiebig (51) für die Europa-Partei Volt, Tom Rodig (38, "Die Partei"), der BSW-Landtagsabgeordnete Eric Recke (39) und der frühere Konsum-Chef Dirk Thärichen (56) als freier Kandidat.

Titelfoto: Montage AfD Leipzig ; Kay Nietfeld/dpa

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