Coronavirus in Leipzig: Ab heute weitere Lockerungen in ganz Sachsen

Leipzig - Leipzig in der Corona-Krise. Die Zahl der Neuinfektionen steigt nur noch langsam, die Maßnehmen werden immer mehr gelockert und somit kehrt auch das öffentliche Leben zunehmend in die Stadt zurück. Stand 6. Juni hatten sich 600 Bürger infiziert, sachsenweit sind es mindestens 5320. Über vier Fünftel sind geheilt.

Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.
Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.  © Holger Baumgärtner

Zwar sind die Auswirkungen der Corona-Epidemie noch immer auch in Leipzig spürbar. Zahlreiche Maßnahmen und Regelungen zur Bekämpfung des Virus wurden mittlerweile jedoch wieder gelockert.

So gilt zwar weiterhin eine Maskenpflicht im ÖPNV und in Geschäften. Sowohl große als auch kleine Läden sowie Einkaufszentren haben jedoch wieder geöffnet. Das gleiche gilt für Bibliotheken, Bars, Cafés, Fitnessstudios und andere Einrichtungen, wobei stets mit der Beachtung bestimmter Verhaltens- und Hygieneregeln verbunden ist.

Der Grund für die Lockerungen ist klar: Die Zahl der Neuinfektionen steigt deutlich langsamer. Die Daten sehen offenbar so gut aus, dass Sachsens Landesregierung für Juni einen Paradigmenwechsel bei der Neu-Regelung der Corona-Maßnahmen angekündigt hat, sollten sich diese so weiter entwickeln (TAG24 berichtete).

Stand Samstag (6. Juni) gibt es in der Messestadt 600 bestätigte Fälle. Viele Hundert Menschen befanden oder befinden sich noch immer in häuslicher Quarantäne, der überwiegende Teil der Infizierten gilt aber als geheilt.

Über alle weiteren Entwicklungen werdet Ihr in unserem Ticker informiert.

Alle aktuellen Infos aus Deutschland und der Welt auch im großen +++ Coronavirus-Liveticker +++

UPDATE, 6. Juni, 15.15 Uhr: Weiter minimaler Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Sachsen

In Sachsen nehmen die nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen weiterhin leicht zu. Am Samstag wies die vom Gesundheitsministerium täglich veröffentlichte Statistik mit 5320 Fällen nur einen Fall mehr auf als am Freitag.

Die Anzahl der Todesopfer erhöhte sich um zwei auf 213. Geschätzt etwa 4970 Menschen im Freistaat, die positiv auf das Virus getestet wurden, sind inzwischen genesen. Die Sterberate - der Anteil Gestorbener im Verhältnis zu allen festgestellten Infizierten - liegt weiter bei vier Prozent.

UPDATE, 6. Juni, 13 Uhr: Sachsen-Anhalt zahlt gut 400 000 Euro Soforthilfe für Künstler aus

In Sachsen-Anhalt haben mehr als 1000 Künstlerinnen und Künstler von einer 400-Euro-Soforthilfe profitiert. Insgesamt seien 1608 Anträge auf die Corona-Soforthilfe eingegangen, teilte das Landesverwaltungsamt in Halle mit. 

1014 Anträge wurden demnach schon genehmigt. Es seien bislang 405 600 Euro ausgezahlt worden. Rund 170 Fälle seien noch offen. Sie seien erst kürzlich eingegangen oder es würden noch weitere Unterlagen benötigt. Knapp 400 Anträge für die Soforthilfe seien abgelehnt worden, etwa weil die Hilfesuchenden keinen künstlerischen Beruf ausübten. 33 Anträge seien zurückgenommen worden.

UPDATE, 6. Juni, 9.45 Uhr: Besuche im Pflegeheim, Familienfeiern und Busreisen wieder möglich

Die sächsische Landesregierung hat umfangreiche Lockerungen beschlossen, die ab dem heutigen Samstag gelten. Das betrifft auch die bisherigen Kontaktvorschriften.

Unter anderem öffnen Schwimmhallen, Thermen und Sauna wieder. Und auch Familienfeiern oder Besuche von Verwandten in Pflegeheimen sind nun möglich. Mehr Infos erhaltet Ihr >>>hier

UPDATE, 5. Juni, 22 Uhr: Finanzhilfe für den Osten bei Kita-Sanierungen

Ostdeutsche Kommunen können nach Angaben von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (42) auf deutlich höhere finanzielle Hilfen bei der Modernisierung von Kitas hoffen. 

Das sei ein Ziel, das mit der zusätzlichen eine Milliarde Euro im Konjunkturpaket des Bundes angepeilt wird, erklärte die SPD-Politikerin am Freitag auf einem Bürgerforum in Torgelow (Vorpommern-Greifswald). 

Vor allem kleinere Gemeinden hatten trotz Förderung bisher große Probleme, nötige Eigenanteile aufzubringen.

Bundesfamilienminsterin Franziska Giffey (42, SPD).
Bundesfamilienminsterin Franziska Giffey (42, SPD).  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 5. Juni, 19 Uhr: Neue Lockerungen für Pflegeheime, Familienfeiern und Busreisen

Besuche in Pflegeheimen, Schwimmhallen, Sauna, Familienfeiern oder Busreisen - in Sachsen kehrt nach der Corona-Krise immer mehr Normalität zurück. 

Am Samstag tritt die neue Corona-Schutzverordnung in Kraft, mit zahlreichen weiteren Lockerungen

Gesundheitsministerin Petra Köpping (61, SPD) hatte betont, dass es keine Verbotsverordnung mehr sein soll. Vielmehr sollen immer mehr Dinge ermöglicht werden, die entsprechenden Hygiene-Auflagen vorausgesetzt. 

Verboten bleiben allerdings Jahrmärkte, Sportveranstaltungen mit Publikum, Disco-Besuch und Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern.

UPDATE, 5. Juni, 17 Uhr: Weiter minimaler Anstieg der Corona-Neuinfektionen

In Sachsen nehmen die nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen weiterhin kaum zu. Am Freitag wies die vom Gesundheitsministerium täglich veröffentlichte Statistik mit 5319 nur zwölf Fälle mehr auf als am Donnerstag. Die Anzahl der Todesopfer erhöhte sich nicht und liegt weiter bei 211. Geschätzt etwa 4960 Menschen im Freistaat, die positiv auf das Virus getestet wurden, sind inzwischen genesen. Die Sterberate - der Anteil Gestorbener im Verhältnis zu allen festgestellten Infizierten - liegt weiter bei vier Prozent.

UPDATE, 5. Juni, 14.50 Uhr: Wieder Besucher in Leipziger Kliniken erlaubt

Ab Samstag, dem 6. Juni, erlauben die HELIOS-Kliniken, das Klinikum St. Georg, das Diakonissenkrankenhaus, das Universitätsklinikums Leipzig und das St. Elisabeth-Krankenhaus wieder mehr Besuche bei ihren Patienten. Das teilten die Einrichtungen am Freitag mit. Allerdings gelten einige einschränkende Auflagen

So ist die Besuchszeit auf einige Stunden am Nachmittag beschränkt. Zudem darf jeder Patient pro Tag nur einen Besucher für jeweils eine Stunde empfangen, wobei hier individuelle Ausnahmeregelungen möglich sind. Kinder unter 16 Jahren können ohne Zeitbeschränkung von einer Person besucht werden.

Alle Besucher und Gäste der Kliniken müssen die geltenden Hygieneregeln, genauso wie die Maskenpflicht und die Einhaltung von Abstandsregeln. Um die Kontakte nachverfolgen zu können, sind alle Besucher verpflichtet, sich am Eingang mit einem Formular zu registrieren.

Die bisherigen Einschränkungen erlaubten nur Besuche bei Schwerstkranken sowie kranken Kindern.  Ab Samstag können alle Patienten wieder von ihren Angehörigen besucht werden. 

In den letzten Wochen durften nur Schwerkranke und Kinder in den Leipziger Kliniken besucht werden. (Symbolbild)
In den letzten Wochen durften nur Schwerkranke und Kinder in den Leipziger Kliniken besucht werden. (Symbolbild)  © Hendrik Schmidt/dpa

UPDATE, 5. Juni, 13.20 Uhr: Polnische Behörden öffnen Grenzübergang Hagenwerder

Die polnischen Behörden haben am Freitag für einen begrenzten Zeitraum den Grenzübergang Hagenwerder bei Görlitz geöffnet. Damit soll vor allem die Görlitzer Innenstadt am Wochenende entlastet werden, wie die Polizeidirektion Görlitz mitteilte. Der Übergang ist lediglich für Pkw und kleinere Lkw zugelassen. Lastwagen sollten daher den Grenzübergang im Görlitzer Ortsteil Ludwigsdorf nutzen, er sei in Sachsen die einzige Möglichkeit der Ausreise. Der Grenzübergang Hagenwerder ist bis Samstag 22 Uhr geöffnet.

Tschechien hat seit Freitag nach fast drei Monaten wieder seine Grenze für Bürger aus Deutschland, Österreich und Ungarn geöffnet. Das hatte das Kabinett in Prag auf einer Sondersitzung beschlossen. Die Verordnung sollte ab 12.00 Uhr in Kraft treten. Ein negativer Corona-Test muss nicht mehr vorgelegt werden. Wegen der Coronavirus-Pandemie hatte Tschechien Mitte März einen weitgehenden Einreisestopp für Ausländer verhängt.

Seit Mitte März herrschte in Polen ein Einreisestopp.
Seit Mitte März herrschte in Polen ein Einreisestopp.  © Stefan Sauer/dpa

UPDATE, 5. Juni, 12.30 Uhr: Tierhäuser im Zoo Leipzig öffnen wieder

Wie der Zoo Leipzig am Freitag mitteilte werden dank den neuen Lockerungen der Corona-Verordnung in Sachsen auch die Tierhäuser wieder öffnen. Auch hier gelten nach wie vor die allgemein gültigen Hygiene- und Abstandsregeln, ebenso wird ein Nasen-Mundschutz empfohlen. 

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UPDATE, 5. Juni, 9.45 Uhr: Corona hatte kaum Auswirkungen auf Organspenden am UKL

Auch während der Corona-Pandemie warteten und warten schwerkranke Menschen auf ein neues Organ. Nicht vergeblich, denn Transplantationen fanden weiterhin fast unverändert statt: In den letzten drei Monaten wurden am Universitätsklinikum Leipzig neun Lebern, zehn Nieren und eine Bauchspeicheldrüse transplantiert.Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum am UKL 19 Organe, also faktisch genauso viele.

Trotz Corona wurden am UKL weiterhin Organe transplantiert. (Symbolbild)
Trotz Corona wurden am UKL weiterhin Organe transplantiert. (Symbolbild)  © Jan-Peter Kasper/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 4. Juni, 16.45 Uhr: Tschechien öffnet Grenze für Deutsche schon früher

Tschechien will seine Grenzen für Deutsche schon ab Samstag öffnen.
Tschechien will seine Grenzen für Deutsche schon ab Samstag öffnen.  © Václav Šálek/CTK/dpa

Tschechien öffnet seine Grenze für Bürger aus Deutschland, Österreich und Ungarn früher als geplant - voraussichtlich bereits ab Samstag. Das sagte Ministerpräsident Andrej Babis am Donnerstag der Agentur CTK am Rande eines Besuchs in der Nähe des Kurorts Marienbad (Marianske Lazne). 

Er habe das Kabinett für Freitagmorgen zu einer Sondersitzung in Prag einberufen, um darüber formal zu entscheiden.

Ursprünglich sollte die Lockerung erst am 15. Juni in Kraft treten. Für Bürger der genannten Staaten sind dann weder ein negativer Corona-Test noch eine 14-tägige Quarantäne vorgeschrieben. Das Kabinett Babis hatte Mitte März einen weitgehenden Einreisestopp für Ausländer verhängt. Als Grund wurde die Coronavirus-Pandemie genannt. Nun wird ein neues Ampel-Modell eingeführt, das Länder nach epidemiologischen Kriterien einteilt.

Deutsche stellten im vorigen Jahr mit mehr als zwei Millionen Übernachtungsgästen die größte Gruppe unter den ausländischen Touristen in Tschechien. In den Grenzregionen profitieren zudem viele Händler von Einkaufstouristen, die günstig Zigaretten und Spirituosen einkaufen.

Bei der Lockerungspolitik hat Tschechien eine erstaunliche Kehrtwende hingelegt. Noch Ende April hatte Präsident Milos Zeman gefordert, die Grenzen für ein Jahr geschlossen zu halten. Bis Donnerstag waren in dem EU-Mitgliedstaat 9441 bestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. 324 Menschen starben.

Titelfoto: Holger Baumgärtner

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