Traurige Silvester-Bilanz an Leipziger Uniklinikum: Über doppelt so viele Not-OPs

Leipzig - Jedes Jahr um die Weihnachtsfeiertage, vor allem aber auch um Silvester, ist das Personal der Notfallaufnahme am Leipziger Universitätsklinikum (UKL) gefragt, wie nie. Besonders traurig: Über doppelt so viele Personen mussten im Zuge der Jahreswende wegen schweren Verletzungen durch Feuerwerkskörper notoperiert werden.

Die Anzahl der Notfallpatienten steigt über Silvester deutlich an.
Die Anzahl der Notfallpatienten steigt über Silvester deutlich an.  © UKL/Stefan Straube

Im Schnitt behandelt das UKL 120 bis 150 Notfälle täglich. Zwischen Weihnachten und Neujahr sieht das anders aus.

Alleine über Silvester verzeichnete die Klinik 249 Patienten und somit nochmal mehr, als im Vorjahr (da wurden 228 Menschen behandelt).

"Darunter waren jetzt 13 Sprengverletzungen, bei denen die Hände betroffen waren", erklärte Prof. Christian Kleber. Er leitet den Bereich Unfallchirurgie und Traumazentrum am UKL.

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Sieben Fälle waren sogar so schwer, dass Notoperationen eingeleitet werden mussten. Zum Vergleich: Letztes Jahr waren es drei.

"Die Verletzungen reichen von abgetrennten Fingern über massive Handverletzungen durch das Halten von Böllern in den Händen", klärt Kleber weiter auf.

Sieben Personen mussten aufgrund schwerer Handverletzungen nach dem Böllern notoperiert werden. (Symbolbild)
Sieben Personen mussten aufgrund schwerer Handverletzungen nach dem Böllern notoperiert werden. (Symbolbild)  © Pablo Rojas Madariaga/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

Doch wer ist bereit, seine eigene Gesundheit für einen kurzen Nervenkitzel aufs Spiel zu setzen? Die Mehrheit der Betroffenen bestehe aus betrunkenen jungen Männern, hieß es.

Titelfoto: Montage: UKL/Stefan Straube; Pablo Rojas Madariaga/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

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