Coronavirus in Leipzig: Ab heute wieder Maskenpflicht beim Einkaufen!

Leipzig - Leipzig in der Corona-Krise: Stand Dienstag, 3. August, hatten sich laut Leipziger Stadtverwaltung 22.675 Bürger infiziert. Der für mögliche weitere Maßnahmen verwendete Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts liegt bei 12,1 (Stand: 3. August, 3.15 Uhr).

Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.
Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

Deutschland hat nach Monaten des Lockdowns endlich wieder viele Freiheiten zurück. Die Wirtschaft läuft wieder an, Reisen innerhalb Deutschlands sind nahezu problemlos möglich und beim Einkaufen in Sachsen war die Maskenpflicht zweieinhalb Wochen entfallen. Seit 3. August gilt sie wieder. Alle Infos im Extra-Artikel.

Weil der Inzidenzwert in Leipzig bereits seit längerem unter dem kritischen Wert von 100 liegt, greift mittlerweile die bundesweite "Notbremse" nicht mehr. Die Messestadt, sie lockert und öffnet!

Und auch die Impfquote erhöht sich immer weiter - auch wenn Sachsen im Bundesvergleich eine der niedrigsten Quoten aufweist (Stand Mitte Juli).

Leipzig: Maskenpflicht beim Einkaufen wohl ab Dienstag auch in Leipzig
Leipzig Maskenpflicht beim Einkaufen wohl ab Dienstag auch in Leipzig

Über alle weiteren Entwicklungen werdet Ihr in unserem Ticker informiert.

Einen Rückblick der bisherigen Geschehnisse findet Ihr hier.

Alle aktuellen Infos aus Deutschland und der Welt auch im großen +++ Coronavirus-Liveticker +++

UPDATE, 3. August, 14.25 Uhr: Sachsen bestellt Zehntausende Corona-Impfdosen ab

Sachsen hat angesichts geringer Nachfrage Zehntausende Corona-Impfdosen beim Bund abbestellt. Für die nächste Woche sei die Bestellung von 58.500 Biontech-Impfdosen laut Gesundheitsministerium nun storniert worden.

Mehr Infos dazu gibt's im >>>Extra-Artikel.

UPDATE, 3. August, 11.25 Uhr: Sächsische Impfkommission verteidigt Impfempfehlung für Kinder ab 12

Der Vorsitzende der Sächsischen Impfkommission (Siko), Thomas Grünewald, hat die Empfehlung für eine Corona-Schutzimpfung für alle Kinder ab zwölf Jahren verteidigt. "Der individuelle Nutzen für ein Kind ist deutlich größer als der Schaden oder die Probleme, die eine Impfung anrichten kann", sagte der Experte der Leipziger Volkszeitung (LVZ) am Dienstag. Grundlage seien neue Daten aus Ländern wie den USA oder Israel, wo seit Langem auch ab 12 Jahren geimpft wird.

"Wir können die Impfung nun guten Gewissens empfehlen", so Grünewald. Auch die Ständige Impfkommission (Stiko) prüfe die Daten gründlich und werde noch Ergebnisse aus Deutschland und Europa hinzuziehen. "Doch in Sachsen sind wir vielleicht etwas elastischer als auf Bundesebene."

Die Impfung sollte aber nur erfolgen, "wenn alle - sowohl Impfling als auch Sorgeberechtigte und natürlich der Impfende - zustimmen", betonte Grünewald. Mit der neuen Empfehlung werde auch keine Impfpflicht eingeführt. Sachsen, das mit der Siko als einziges Bundesland über eine eigene Impfkommission verfügt, empfiehlt seit dieser Woche eine Corona-Schutzimpfung auch für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahre.

In Deutschland hingegen empfiehlt die unabhängige Ständige Impfkommission (Stiko) Impfungen von Kindern bisher aber nicht allgemein, sondern nur bei höherem Risiko für schwerere Corona-Verläufe etwa wegen Erkrankungen wie Diabetes. Die Gesundheitsminister von Bund und Länder hatten am Montagabend einstimmig beschlossen in allen Ländern Impfungen für 12- bis 17-Jährige auch in regionalen Impfzentren anzubieten. Die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und von Moderna sind für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen.

In Sachsen sind laut Übersicht des Robert-Koch-Institutes (RKI) aktuell 10,1 Prozent der 12- bis 17-Jährigen vollständig geimpft - der Freistaat liegt damit genau im Bundesdurchschnitt und im bundesweiten Vergleich zusammen mit Bayern auf dem vierten Platz.

Die Sächsische Impfkommission spricht sich für eine Impfung für Kinder ab 12 Jahren aus.
Die Sächsische Impfkommission spricht sich für eine Impfung für Kinder ab 12 Jahren aus.  © Fabian Sommer/dpa

UPDATE, 3. August, 11 Uhr: Altmarkkreis Salzwedel zieht Lockerungen zur Testpflicht zurück

Nach vermehrten Corona-Ausbrüchen im Altmarkkreis Salzwedel soll dort ab Mittwoch wieder die Testpflicht in verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens gelten. Das bestätigte eine Sprecherin der Kreisverwaltung.

Somit sei unter anderem in der Innengastronomie, in Kinos, Theatern, Bädern und Sportkursen ein negativer Corona-Test erneut verpflichtend. Die Corona-Verordnung des Landes sieht die Aussetzung der Testpflicht in diesen Bereichen nur bei einer Inzidenz von unter 35 vor. Wird diese an drei aufeinander folgenden Tagen überschritten, muss wieder getestet werden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz war laut Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Sonntag sprunghaft auf 40,9 angestiegen, am Samstag hatte sie noch bei 22,8 gelegen. Nun erreichte die Inzidenz in dem Kreis an drei Tagen in Folge einen Wert jenseits der kritischen Grenze von 35. Am Dienstag meldete das RKI erneut 40,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. In ganz Sachsen-Anhalt lag die Inzidenz am Dienstag bei 6,1.

Die gemeldeten Neuinfektionen seien unter anderem auf eine größere Familienfeier zurückzuführen, bei der sich einige Menschen mit dem Coronavirus infiziert hätten, teilte der Landkreis am Sonntag mit. Weitere Fälle seien bei Mitarbeitern eines holzverarbeitenden Unternehmens aufgetreten.

UPDATE, 3. August, 10.04 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen-Anhalt wieder leicht gesunken

In Sachsen-Anhalt ist die Corona-Inzidenz wieder leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner am Dienstag mit 6,1 aus – am Tag zuvor waren es noch 6,4. Der höchste Wert im Land wurde mit 40,9 im Altmarkkreis Salzwedel registriert, am niedrigsten ist die Corona-Inzidenz im Kreis Anhalt-Bitterfeld mit 0,0.

Am Montag hatte das Land seine Regeln zur Eindämmung der Pandemie im Wesentlichen bis zum 26. August verlängert. Sachsen-Anhalt zählt bundesweit zu den Ländern mit den niedrigsten Inzidenzwerten und liegt gleichauf mit Sachsen. Nur in Thüringen ist die Ansteckungsrate mit 5,7 noch geringer.

UPDATE, 3. August, 7.35 Uhr: Inzidenz sinkt leicht - wieder Maskenpflicht in Leipzig

In Sachsen ist die Corona-Inzidenz wieder leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner am Dienstag mit 6,1 aus - am Samstag waren es noch 6,4. Der landesweit höchste Wert wurde nach wie vor mit 12,1 in Leipzig registriert - wegen der steigenden Infektionszahlen gilt hier seit Dienstag in den Läden und Geschäften wieder eine Maskenpflicht beim Einkaufen.

Die aktuelle Landesverordnung sieht strengere Corona-Maßnahmen vor, wenn die Wocheninzidenz fünf Tage in Folge über 10 liegt.

In Dresden gilt die Maskenpflicht bereits seit vergangenem Samstag wieder. Aktuell liegt die Inzidenz in der Landeshauptstadt mit 9,2 zwar wieder unter der kritischen Marke, allerdings erst den zweiten Tag in Folge. Die anderen Städte und Landkreise liegen noch unter der Inzidenz von 10.

UPDATE, 2. August, 20.50 Uhr: Sachsen-Anhalts Hochschulen planen mit Präsenzlehre im Wintersemester

In Sachsen-Anhalt sollen Studierende im kommenden Wintersemester wieder in die Hörsäle zurückkehren dürfen. (Symbolbild)
In Sachsen-Anhalt sollen Studierende im kommenden Wintersemester wieder in die Hörsäle zurückkehren dürfen. (Symbolbild)  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Die Hochschulen in Sachsen-Anhalt planen einem Medienbericht zufolge für das anstehende Wintersemester 2021/22 eine Rückkehr der Studierenden in die Hörsäle. Man wolle nach drei Semestern nahezu gänzlich im Online-Studium "soweit es geht" zum Präsenzbetrieb zurückkehren, sagte der Präsident der Landesrektorenkonferenz, Jens Strackeljan, der "Mitteldeutschen Zeitung".

Im Bereich Online-Lehre hätten zwar alle viel dazugelernt, "aber ein richtiges Studium ist es nicht, wenn Studierende überhaupt keinen persönlichen Kontakt haben", sagte Strackeljan der Zeitung.

Die Rektoren der Hochschulen gingen von einem erheblichen Studierenden-Schwund aus, hieß es. "Zur Zeit wissen wir nicht einmal, wer den Online-Veranstaltungen noch gefolgt ist und wer bereits ausgestiegen ist", sagte Strackeljan der Zeitung.

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Unklar blieb auch, unter welchen Bedingungen die Hochschulen ihre Tore wieder öffnen. Strackeljan forderte Vorgaben des Landes, etwa zur Frage von Obergrenzen für Sitzplätze in Hörsälen. "Das brauchen wir, damit wir planen können", sagte er der Zeitung.

Seit Beginn der Pandemie seien das Wissenschaftsministerium und die Rektoren und Präsidenten übereingekommen, möglichst viele Entscheidungen an den Hochschulstandorten selbst zu treffen, um möglichst konkret die jeweiligen Gegebenheiten berücksichtigen zu können, sagte ein Ministeriumssprecher diesbezüglich der Zeitung.

In Sachsen-Anhalt waren laut Statistischem Bundesamt zum Wintersemester 2020/21 rund 55.000 Menschen an einer Hochschule eingeschrieben.

UPDATE, 2. August, 18.45 Uhr: Impfangebot für Kinder und Jugendliche in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt bleiben die aktuellen Regeln zur Eindämmung der Pandemie im Wesentlichen bestehen. Dazu gehören Abstand und Hygiene, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sowie Tests. Die Landesregierung hat die entsprechende 14. Eindämmungsverordnung bis zum 26. August verlängert, wie die Staatskanzlei am Montag in Magdeburg mitteilte. Einzelne Lockerungen gebe es aber, so für Bereiche in Pflegeheimen bei der Maskenpflicht. Die Verordnung hatte zuvor bis zum 5. August gegolten.

Unterdessen wurde zum Beispiel in Dessau-Roßlau in der Anhalt-Arena am Montag angeboten, auch Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren gegen das Coronavirus zu impfen. Das Land hatte in der Vorwoche den Impfzentren diese Möglichkeit gegeben. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte im Mai für diese Altersgruppe den Impfstoff von Biontech/Pfizer zugelassen, vor wenigen Tagen folgte auch eine Freigabe für Moderna.

Für Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) die Impfungen trotz politischen Drucks bisher aber nicht allgemein für Kinder und Jugendliche, sondern nur bei einem höheren Risiko für schwerere Corona-Verläufe etwa wegen Erkrankungen wie Diabetes. Nach ärztlicher Beratung sind sie in individueller Entscheidung von Eltern und Kindern aber möglich.

UPDATE, 2. August, 18.30 Uhr: Wieder Maske auf beim Einkaufen in Leipzig ab Dienstag

Nach Dresden verschärft auch Leipzig die Corona-Regeln. Ab Dienstag muss in der Messestadt beim Einkaufen und in einigen anderen Bereichen wieder Maske getragen werden. Welche weitere Bestimmungen aufgrund der aktuellen Inzidenz in Leipzig wieder eintreten, lest Ihr in unserer Übersicht.

Ein Mann hält seine FFP2-Maske in der Hand. Künftig muss diese beim Einkaufen in Leipzig wieder dabei sein.
Ein Mann hält seine FFP2-Maske in der Hand. Künftig muss diese beim Einkaufen in Leipzig wieder dabei sein.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 2. August, 6.10 Uhr: Der neue Corona-Richtwert? Er ist der Erfinder der "Betten-Inzidenz"

Hat die bisherige Inzidenz als Corona-Richtgröße ausgedient? Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fordert jetzt nicht nur die Inzidenz, sondern auch die Bettenbelegung in den Kliniken zur Einschätzung des Pandemiegeschehens heranzuziehen.

In Sachsen wird das längst praktiziert. Erfinder der "Betten-Inzidenz" ist Prof. Michael Albrecht (71) von der TU Dresden.

Das ganze Thema gibt's im Extra-Artikel.

UPDATE, 1. August, 13.05 Uhr: Corona-Inzidenz steigt in Sachsen-Anhalt - ein Landkreis über 35

In Sachsen-Anhalt ist die Sieben-Tage-Inzidenz weiter gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntag 6,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche. Am Samstag hatte der Wert noch bei 5,3 gelegen. Damit bleibt Sachsen-Anhalt das Bundesland mit der zweitniedrigsten Sieben-Tage-Inzidenz. Nur Thüringen liegt mit 5,2 darunter. Bundesweit stieg die Inzidenz auf von 16,9 auf 17,5.

Der höchste Wert im Land wurde mit 40,9 im Altmarkkreis Salzwedel registriert. Damit liegt der Landkreis zum ersten Mal seit Wochen wieder über dem wichtigen Grenzwert von 35. Wird der Wert an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten, sollen dort laut der aktuellen Corona-Landesverordnung wieder schärfere Corona-Regelungen in Kraft treten, wie etwa Testpflichten in Innenräumen der Gastronomie.

Titelfoto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

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