Coronavirus in Leipzig: Ab Dienstag wieder Maskenpflicht beim Einkaufen!

Leipzig - Leipzig in der Corona-Krise: Stand Mittwoch, 4. August, hatten sich laut Leipziger Stadtverwaltung 22.685 Bürger infiziert. Der für mögliche weitere Maßnahmen verwendete Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts liegt bei 9,8 (Stand: 4. August, 3.14 Uhr).

Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.
Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.  © Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

Deutschland hat nach Monaten des Lockdowns endlich wieder viele Freiheiten zurück. Die Wirtschaft läuft wieder an, Reisen innerhalb Deutschlands sind nahezu problemlos möglich und beim Einkaufen in Sachsen war die Maskenpflicht zweieinhalb Wochen entfallen. Seit 3. August gilt sie wieder. Alle Infos im Extra-Artikel.

Weil der Inzidenzwert in Leipzig bereits seit längerem unter dem kritischen Wert von 100 liegt, greift mittlerweile die bundesweite "Notbremse" nicht mehr. Die Messestadt, sie lockert und öffnet!

Und auch die Impfquote erhöht sich immer weiter - auch wenn Sachsen im Bundesvergleich eine der niedrigsten Quoten aufweist (Stand Mitte Juli).

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Über alle weiteren Entwicklungen werdet Ihr in unserem Ticker informiert.

Einen Rückblick der bisherigen Geschehnisse findet Ihr hier.

Alle aktuellen Infos aus Deutschland und der Welt auch im großen +++ Coronavirus-Liveticker +++

UPDATE, 4. August, 13.10 Uhr: DRK richtet Gutschein-Portal für Geimpfte in Sachsen ein

Mit Gutscheinen und Rabatten will das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Sachsen Schwung in die stagnierende Impfkampagne bringen. Über ein Webportal können sich ab sofort alle geimpften Sachsen registrieren lassen, teilte der DRK-Landesverband am Mittwoch mit.

Mehr Infos dazu gibt's im >>>Extra-Artikel.

UPDATE, 4. August, 11.30 Uhr: Klinikum St. Georg unterstützt Vietnam mit Sachspenden

Wie das Klinikum St. Georg am Mittwoch mitteilte, unterstützt die Einrichtung Ho-Chi-Minh-Stadt mit Spenden von medizinischer Ausrüstung wie Atemschutzmasken, Schnelltest und Schutzkitteln im Wert von 60.000 Euro.

Bei der Bekanntgabe der Städtepartnerschaft zwischen Leipzig und Ho-Chi-Minh-Stadt vor zwei Wochen hatte der vietnamesischen Botschafters Dr. Nguyen Minh Vu die dramatische Situation in seiner asiatischen Heimat geschildert und um Unterstützung gebeten.

Aktuell werden dort bis zu 6.000 Covid19-Fälle pro Tag mit steigender Tendenz verzeichnet. Dabei ist Ho-Chi-Minh-Stadt mit mehr als 9 Millionen Einwohnern die mit Abstand am stärksten betroffene Region.

"Wir haben in den letzten eineinhalb Jahren gelernt, dass wir diese Pandemie nur gemeinsam erfolgreich bewältigen können", sagt Dr. Iris Minde, Geschäftsführerin der St. Georg Unternehmensgruppe.

"Die Entscheidung, Vietnam mit einer weiteren Sachspende zu unterstützen ist daher leicht und schnell gefallen, zumal wir ja 2020 ebenfalls schon Unterstützung bekommen haben."

Medizinische Ausrüstung im Wert von 60.000 ist aktuell von Leipzig nach Vietnam unterwegs.
Medizinische Ausrüstung im Wert von 60.000 ist aktuell von Leipzig nach Vietnam unterwegs.  © Klinikum St. Georg

UPDATE, 4. August, 10.14 Uhr: Inzidenz in Sachsen weiter leicht sinkend

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen ist weiter rückläufig. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner am Mittwoch mit 5,9 aus. Am Dienstag lag sie noch bei 6,1.

Sachsen gehört damit weiterhin zusammen mit Thüringen und Sachsen-Anhalt zu den Bundesländern, die derzeit am wenigsten von der Corona-Pandemie betroffen sind. Nach der aktuellen Landesverordnung greifen strengere Corona-Regeln, wenn die Wocheninzidenz fünf Tage in Folge über 10 liegt.

UPDATE, 4. August, 10.11 Uhr: Nur wenig Bewegung bei Corona-Inzidenz in Sachsen-Anhalt

Das Infektionsgeschehen in Sachsen-Anhalt bewegt sich im Ländervergleich weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Mittwoch nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 6,3 nach 6,1 am Dienstag. Zu Wochenbeginn hatte die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche bei 6,4 gelegen.

Sachsen-Anhalt gehört damit weiterhin zusammen mit Thüringen und Sachsen zu den Bundesländern, die derzeit am wenigsten von der Corona-Pandemie betroffen sind. Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch bei 18,5 – mit steigender Tendenz.

UPDATE, 3. August, 14.25 Uhr: Sachsen bestellt Zehntausende Corona-Impfdosen ab

Sachsen hat angesichts geringer Nachfrage Zehntausende Corona-Impfdosen beim Bund abbestellt. Für die nächste Woche sei die Bestellung von 58.500 Biontech-Impfdosen laut Gesundheitsministerium nun storniert worden.

Mehr Infos dazu gibt's im >>>Extra-Artikel.

UPDATE, 3. August, 11.25 Uhr: Sächsische Impfkommission verteidigt Impfempfehlung für Kinder ab 12

Der Vorsitzende der Sächsischen Impfkommission (Siko), Thomas Grünewald, hat die Empfehlung für eine Corona-Schutzimpfung für alle Kinder ab zwölf Jahren verteidigt. "Der individuelle Nutzen für ein Kind ist deutlich größer als der Schaden oder die Probleme, die eine Impfung anrichten kann", sagte der Experte der Leipziger Volkszeitung (LVZ) am Dienstag. Grundlage seien neue Daten aus Ländern wie den USA oder Israel, wo seit Langem auch ab 12 Jahren geimpft wird.

"Wir können die Impfung nun guten Gewissens empfehlen", so Grünewald. Auch die Ständige Impfkommission (Stiko) prüfe die Daten gründlich und werde noch Ergebnisse aus Deutschland und Europa hinzuziehen. "Doch in Sachsen sind wir vielleicht etwas elastischer als auf Bundesebene."

Die Impfung sollte aber nur erfolgen, "wenn alle - sowohl Impfling als auch Sorgeberechtigte und natürlich der Impfende - zustimmen", betonte Grünewald. Mit der neuen Empfehlung werde auch keine Impfpflicht eingeführt. Sachsen, das mit der Siko als einziges Bundesland über eine eigene Impfkommission verfügt, empfiehlt seit dieser Woche eine Corona-Schutzimpfung auch für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahre.

In Deutschland hingegen empfiehlt die unabhängige Ständige Impfkommission (Stiko) Impfungen von Kindern bisher aber nicht allgemein, sondern nur bei höherem Risiko für schwerere Corona-Verläufe etwa wegen Erkrankungen wie Diabetes. Die Gesundheitsminister von Bund und Länder hatten am Montagabend einstimmig beschlossen in allen Ländern Impfungen für 12- bis 17-Jährige auch in regionalen Impfzentren anzubieten. Die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und von Moderna sind für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen.

In Sachsen sind laut Übersicht des Robert-Koch-Institutes (RKI) aktuell 10,1 Prozent der 12- bis 17-Jährigen vollständig geimpft - der Freistaat liegt damit genau im Bundesdurchschnitt und im bundesweiten Vergleich zusammen mit Bayern auf dem vierten Platz.

Die Sächsische Impfkommission spricht sich für eine Impfung für Kinder ab 12 Jahren aus.
Die Sächsische Impfkommission spricht sich für eine Impfung für Kinder ab 12 Jahren aus.  © Fabian Sommer/dpa

UPDATE, 3. August, 11 Uhr: Altmarkkreis Salzwedel zieht Lockerungen zur Testpflicht zurück

Nach vermehrten Corona-Ausbrüchen im Altmarkkreis Salzwedel soll dort ab Mittwoch wieder die Testpflicht in verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens gelten. Das bestätigte eine Sprecherin der Kreisverwaltung.

Somit sei unter anderem in der Innengastronomie, in Kinos, Theatern, Bädern und Sportkursen ein negativer Corona-Test erneut verpflichtend. Die Corona-Verordnung des Landes sieht die Aussetzung der Testpflicht in diesen Bereichen nur bei einer Inzidenz von unter 35 vor. Wird diese an drei aufeinander folgenden Tagen überschritten, muss wieder getestet werden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz war laut Zahlen des Robert-Koch-Instituts am Sonntag sprunghaft auf 40,9 angestiegen, am Samstag hatte sie noch bei 22,8 gelegen. Nun erreichte die Inzidenz in dem Kreis an drei Tagen in Folge einen Wert jenseits der kritischen Grenze von 35. Am Dienstag meldete das RKI erneut 40,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. In ganz Sachsen-Anhalt lag die Inzidenz am Dienstag bei 6,1.

Die gemeldeten Neuinfektionen seien unter anderem auf eine größere Familienfeier zurückzuführen, bei der sich einige Menschen mit dem Coronavirus infiziert hätten, teilte der Landkreis am Sonntag mit. Weitere Fälle seien bei Mitarbeitern eines holzverarbeitenden Unternehmens aufgetreten.

UPDATE, 3. August, 10.04 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen-Anhalt wieder leicht gesunken

In Sachsen-Anhalt ist die Corona-Inzidenz wieder leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner am Dienstag mit 6,1 aus – am Tag zuvor waren es noch 6,4. Der höchste Wert im Land wurde mit 40,9 im Altmarkkreis Salzwedel registriert, am niedrigsten ist die Corona-Inzidenz im Kreis Anhalt-Bitterfeld mit 0,0.

Am Montag hatte das Land seine Regeln zur Eindämmung der Pandemie im Wesentlichen bis zum 26. August verlängert. Sachsen-Anhalt zählt bundesweit zu den Ländern mit den niedrigsten Inzidenzwerten und liegt gleichauf mit Sachsen. Nur in Thüringen ist die Ansteckungsrate mit 5,7 noch geringer.

UPDATE, 3. August, 7.35 Uhr: Inzidenz sinkt leicht - wieder Maskenpflicht in Leipzig

In Sachsen ist die Corona-Inzidenz wieder leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner am Dienstag mit 6,1 aus - am Samstag waren es noch 6,4. Der landesweit höchste Wert wurde nach wie vor mit 12,1 in Leipzig registriert - wegen der steigenden Infektionszahlen gilt hier seit Dienstag in den Läden und Geschäften wieder eine Maskenpflicht beim Einkaufen.

Die aktuelle Landesverordnung sieht strengere Corona-Maßnahmen vor, wenn die Wocheninzidenz fünf Tage in Folge über 10 liegt.

In Dresden gilt die Maskenpflicht bereits seit vergangenem Samstag wieder. Aktuell liegt die Inzidenz in der Landeshauptstadt mit 9,2 zwar wieder unter der kritischen Marke, allerdings erst den zweiten Tag in Folge. Die anderen Städte und Landkreise liegen noch unter der Inzidenz von 10.

UPDATE, 2. August, 20.50 Uhr: Sachsen-Anhalts Hochschulen planen mit Präsenzlehre im Wintersemester

In Sachsen-Anhalt sollen Studierende im kommenden Wintersemester wieder in die Hörsäle zurückkehren dürfen. (Symbolbild)
In Sachsen-Anhalt sollen Studierende im kommenden Wintersemester wieder in die Hörsäle zurückkehren dürfen. (Symbolbild)  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Die Hochschulen in Sachsen-Anhalt planen einem Medienbericht zufolge für das anstehende Wintersemester 2021/22 eine Rückkehr der Studierenden in die Hörsäle. Man wolle nach drei Semestern nahezu gänzlich im Online-Studium "soweit es geht" zum Präsenzbetrieb zurückkehren, sagte der Präsident der Landesrektorenkonferenz, Jens Strackeljan, der "Mitteldeutschen Zeitung".

Im Bereich Online-Lehre hätten zwar alle viel dazugelernt, "aber ein richtiges Studium ist es nicht, wenn Studierende überhaupt keinen persönlichen Kontakt haben", sagte Strackeljan der Zeitung.

Die Rektoren der Hochschulen gingen von einem erheblichen Studierenden-Schwund aus, hieß es. "Zur Zeit wissen wir nicht einmal, wer den Online-Veranstaltungen noch gefolgt ist und wer bereits ausgestiegen ist", sagte Strackeljan der Zeitung.

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Unklar blieb auch, unter welchen Bedingungen die Hochschulen ihre Tore wieder öffnen. Strackeljan forderte Vorgaben des Landes, etwa zur Frage von Obergrenzen für Sitzplätze in Hörsälen. "Das brauchen wir, damit wir planen können", sagte er der Zeitung.

Seit Beginn der Pandemie seien das Wissenschaftsministerium und die Rektoren und Präsidenten übereingekommen, möglichst viele Entscheidungen an den Hochschulstandorten selbst zu treffen, um möglichst konkret die jeweiligen Gegebenheiten berücksichtigen zu können, sagte ein Ministeriumssprecher diesbezüglich der Zeitung.

In Sachsen-Anhalt waren laut Statistischem Bundesamt zum Wintersemester 2020/21 rund 55.000 Menschen an einer Hochschule eingeschrieben.

Titelfoto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

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