Coronavirus in Leipzig: Erster Omikron-Fall in der Messestadt bestätigt

Leipzig - Leipzig in der Corona-Krise: Stand Dienstag, 30. November, hatten sich laut Leipziger Stadtverwaltung 40.046 Bürger infiziert. Der für mögliche weitere Maßnahmen verwendete Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts liegt bei 753,0 (Stand: 30. November, 3.15 Uhr).

Leipzigs Bürger kämpfen weiterhin mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie.
Leipzigs Bürger kämpfen weiterhin mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

Die kalte Jahreszeit bricht herein und damit steigen auch wieder die Corona-Fallzahlen.

Nach Monaten der Lockerungen, des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufschwungs, füllen sich nun wieder die Krankenhäuser mit Corona-Patienten und Maßnahmen müssen verschärft werden.

Sachsen hat mittlerweile die 2G-Regelung in vielen Bereichen beschlossen, Ministerpräsident Kretschmer (46, CDU) hat auch die Absage der Weihnachtsmärkte im Freistaat beschlossen.

Leipzig: Erster Omikron-Fall in Leipzig: Das ist bisher bekannt
Leipzig Erster Omikron-Fall in Leipzig: Das ist bisher bekannt

Auch Leipzig, bisweilen Sachsens Aushängeschild in Sachen Inzidenzwert, verzeichnet mittlerweile traurige Höchstwerte.

Über alle weiteren Entwicklungen werdet Ihr in unserem Ticker informiert.

Einen Rückblick der bisherigen Geschehnisse findet Ihr hier.

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Update, 30. November, 18.30 Uhr: Sächsische Impfkommission empfiehlt Kinderimpfung für Risikogruppen

Die Sächsische Impfkommission (SIKO) empfiehlt die Corona-Schutzimpfung für Kinder von fünf bis elf Jahren, wenn diese einer Risikogruppe angehören oder Kontakt zu Risikopatienten haben. Für die übrigen Kinder gilt, dass ihnen die Impfung auf eigenen Wunsch hin nicht verwehrt werden solle, teilte die Kommission am Dienstag mit. Diese Empfehlung gilt ab Mittwoch.

Die SIKO begründete ihre noch zurückhaltende Position damit, dass die Frage nach seltenen unerwünschten Nebenwirkungen der Impfung in dieser Altersgruppe noch nicht ausreichend beantwortet werden kann. Dafür sei die untersuchte Gruppe von 1500 Kindern zu klein gewesen.

Die sächsische Empfehlung geht dennoch über den Stand der bundesweiten Ständigen Impfkommission (STIKO) hinaus, die zu den Kindern unter zwölf Jahren noch keine Entscheidung getroffen hat.

Die Sächsische Impfkommission (SIKO) empfiehlt die Corona-Schutzimpfung für Kinder von fünf bis elf Jahren, wenn diese einer Risikogruppe angehören oder Kontakt zu Risikopatienten haben.
Die Sächsische Impfkommission (SIKO) empfiehlt die Corona-Schutzimpfung für Kinder von fünf bis elf Jahren, wenn diese einer Risikogruppe angehören oder Kontakt zu Risikopatienten haben.  © Emmi Korhonen/Lehtikuva/dpa

Update, 30. November, 13.15 Uhr: Zahl corona-erkrankter Kinder im Kita-Alter steigt

Selbst Kinder im Kita-Alter müssen sich zuhause testen. (Symbolbild)
Selbst Kinder im Kita-Alter müssen sich zuhause testen. (Symbolbild)  © Friso Gentsch/dpa

In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der am Coronavirus erkrankten Null- bis Sechsjährigen im Verlauf des Novembers deutlich angestiegen.

Während in der ersten Novemberwoche noch 226 Kinder im Kita-Alter infiziert waren, waren es in der vierten Novemberwoche 999. Die Zahlen sind in diesem Monat von Woche zu Woche gestiegen, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag auf Anfrage mitteilte.

Insgesamt haben sich im November 2413 Null- bis Sechsjährige in Sachsen-Anhalt mit dem Coronavirus infiziert.

Leipzig: Drei Raubüberfälle in Leipzig am Wochenende: Täter hatten es auf Klamotten abgesehen!
Leipzig Crime Drei Raubüberfälle in Leipzig am Wochenende: Täter hatten es auf Klamotten abgesehen!

Das Land stellt Kindertagesstätten pro Woche zwei Corona-Tests für jedes Kind zur Verfügung. In der Regel erfolgt die Testausgabe an die Eltern, die ihre Kinder zu Hause testen können.

Update, 30. November, 8.55 Uhr: Corona-Inzidenzwert in Sachsen sinkt leicht – Wert bei 1268,9

Im bundesweiten Corona-Hotspot Sachsen ist die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag leicht gesunken und liegt nun bei 1268,9. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervor. Am Montag lag der Wert bei 1284,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, am Sonntag bei 1205,5.

Der Freistaat bleibt den RKI-Daten zufolge das mit Abstand am stärksten von der Infektionswelle betroffene Bundesland in Deutschland.

Seit Beginn der Pandemie sind landesweit laut RKI inzwischen 493.481 Covid-19-Fälle und 10.944 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet worden. Seit Montag kamen 6627 Infektionen dazu und 37 weitere Menschen starben an oder mit dem Virus.

Update, 30. November, 8.10 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen-Anhalt steigt wieder - Wert bei 717,2

In Sachsen-Anhalt liegt die Corona-Inzidenz bei 717,2. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervor.

Sachsen-Anhalt zählt weiter zu den vier Bundesländern mit der höchsten Inzidenz. Nur Sachsen mit 1268,9, Thüringen mit 936,8 und Brandenburg mit 727,8 lagen am Dienstag laut RKI darüber. Bundesweit gab das RKI einen Wert von 452,2 an.

Binnen eines Tages wurden den Angaben zufolge in Sachsen-Anhalt 2509 neue Corona-Fälle gemeldet. Fünf weitere Menschen starben an oder mit dem Virus, seit Beginn der Pandemie waren es landesweit 3788.

Das Infektionsgeschehen ist in den einzelnen Landkreisen und kreisfreien Städten sehr unterschiedlich. Der Burgenlandkreis wies am Dienstag mit 1085,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen den höchsten Wert aus. Die geringsten Inzidenzen haben der Landkreis Börde mit 211,1 und der Landkreis Anhalt-Bitterfeld mit 325,0.

Update, 29. November, 19.40 Uhr: Erster Omikron-Fall in Leipzig bestätigt

In Sachsen wurde erstmals die Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen! Ein 39-jähriger Mann aus Leipzig trägt den Mutanten in sich. Alles Wichtige über den ersten Omikron-Fall in Sachsen lest Ihr >>>hier.

Der 39-jährige Erkrankte wurde am Montag in eine Leipziger Klinik eingeliefert. (Symbolbild)
Der 39-jährige Erkrankte wurde am Montag in eine Leipziger Klinik eingeliefert. (Symbolbild)  © Fabian Strauch/dpa

Update, 29. November, 16.50 Uhr: Ministerium: Effekt der Corona-Regeln bislang schwer einzuschätzen

Aus Sicht des sächsischen Gesundheitsministeriums lässt sich die Wirkung der seit einer Woche geltenden Corona-Notfallverordnung noch nicht beurteilen. Mit Blick auf die Inzidenz und Krankenhaus-Belegung könne noch nicht von einem Effekt gesprochen werden, teilte das Ministerium am Montag mit. Die Einschätzung der Infektionslage werde erschwert, weil viele Gesundheitsämter überlastet seien und es zu Nachmeldungen von Infektionsfällen komme.

Wegen der dramatisch steigenden Infektionszahlen hatte die Landesregierung einen "Wellenbrecher" erlassen, der seit vergangenem Montag in Kraft ist. Er sieht unter anderem nächtliche Ausgangssperren für Ungeimpfte in Hotspot-Gebieten sowie die Schließung der Gastronomie nach 20 Uhr vor.

Im bundesweiten Corona-Hotspot Sachsen war die Sieben-Tage-Inzidenz zum Wochenstart auf 1284,8 gestiegen. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag hervor. Bundesweit betrug die Inzidenz am Montag 452,4.

Update, 29. November, 14.50 Uhr: Hochschule Harz wechselt in Online-Lehre

Die Reihen im Hörsaal bleiben erstmal leer. Die Hochschule Harz unterrichtet fortan online.
Die Reihen im Hörsaal bleiben erstmal leer. Die Hochschule Harz unterrichtet fortan online.  © Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

Von Montag an wird an der Hochschule Harz wieder online unterrichtet.

Damit reagiert die Bildungseinrichtung auf die Entwicklung der Corona-Inzidenz und der angespannten Situation in den Krankenhäusern.

Ausnahmen können für Labore und Projektveranstaltungen in kleinen Gruppen mit Abstandsregeln in Absprache mit der Hochschulleitung genehmigt werden, teilte die Hochschule auf ihrer Homepage mit.

Für verbleibende Präsenzveranstaltungen gelten die aktuellen Regeln, wie der Nachweis von 3G (Zugang nur für Geimpfte, Genesene und negativ Getestete) und das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

Update, 29. November, 13.27 Uhr: Praktischer Unterricht für Medizinstudenten in Leipzig ausgesetzt

Wegen der zugespitzten Corona-Lage wird die Ausbildung der Medizinstudentinnen und -studenten am Uniklinikum Leipzig wieder weitgehend ins Digitale verlegt.

Der Unterricht am Krankenbett und klinische Seminare seien zunächst bis Jahresende ausgesetzt, teilte die Universität Leipzig am Montag mit.

Stattdessen gebe es Online-Angebote wie etwa Live-Übertragungen von den Stationen.

Zugleich würden viele Studierende bei der Bewältigung der Pandemie helfen. Sie seien zum Beispiel in der Corona-Testambulanz oder in der Impfambulanz der Uniklinik im Einsatz.

Update, 29. November, 12.50 Uhr: Künftig 2G-plus - SC Magdeburg verschärft Corona-Maßnahmen

Der Handball-Bundesligist SC Magdeburg muss seine Corona-Maßnahmen angesichts der drastisch steigenden Infektionszahlen verschärfen.

Statt dem 2G-Modell für Geimpfte oder Genesene führt der SCM ab sofort das 2G-plus-Modell ein.

Zusätzlich zum Impf- oder Genesenennachweis benötigen Zuschauer nun einen negativen Corona-Test. Dies kann ein bei Spielende maximal 24 Stunden alter Schnelltest sein oder ein 48 Stunden alter PCR-Test. Das gab der Club am Montag bekannt, der seine Regularien damit den Maßnahmen der Landesregierung Sachsen-Anhalts anpasst.

Personen unter 18 Jahren bekommen ohne Nachweise Zutritt.

Update, 29. November, 9.36 Uhr: Corona-Inzidenzwert in Sachsen steigt auf 1284,8

Im bundesweiten Corona-Hotspot Sachsen ist die Sieben-Tage-Inzidenz zum Wochenstart auf 1284,8 gestiegen. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag hervor.

Am Sonntag lag der Wert bei 1205,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, am Samstag bei 1201,1. Der Freistaat bleibt den RKI-Daten zufolge das mit Abstand am stärksten von der Infektionswelle betroffene Bundesland in Deutschland. Bundesweit betrug die Inzidenz am Montag 452,4.

Seit Beginn der Pandemie sind landesweit laut RKI-Übersicht inzwischen 486.854 Covid-19-Fälle und 10.907 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet worden. Seit Sonntag kamen 6148 Infektionen dazu und vier weitere Menschen starben an oder mit dem Virus. Die Zahl der Genesenen wird auf etwa 342.000 geschätzt.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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