Coronavirus in Leipzig: Inzidenzwert in Sachsen steigt weiter an

Leipzig - Leipzig in der Corona-Krise. Seit Mitte Dezember herrscht in der Messestadt wie im Rest der Bundesrepublik ein harter Lockdown. Stand 2. März hatten sich laut Leipziger Stadtverwaltung 15.326 Bürger infiziert, der Inzidenzwert liegt bei 56,8. Der für mögliche weitere Maßnahmen verwendete Inzidenzwert des Robert-Koch-Instituts liegt bei 55,1 (Stand: 2. März, 6.28 Uhr). Dieser weicht meist ab, da das RKI die Daten erst später aus den Städten und Landkreisen übermittelt bekommt.

Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.
Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Seit Mitte Dezember befinden sich die Bürger Leipzigs wie der Rest Deutschlands im harten Lockdown. Wie bereits im Frühjahr 2020 ist der Großteil der Geschäfte geschlossen. Schüler lernen zuhause, Masken sollen nun nahezu permanent in der Öffentlichkeit getragen werden (TAG24 berichtete).

Am Mittwoch, 10. Februar, beschlossen Bund und Länder, die Maßnahmen bis 7. März zu verlängern. Gleichzeitig hat nun jedes Bundesland freie Hand darüber zu entscheiden, wie es mit der Öffnung von Kitas und Schulen verfährt.

Im Freistaat lautet die Entscheidung: Kitas und Grundschulen öffnen ab dem 15. Februar. Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 lernen weiter zuhause, mit Ausnahme der Abschlussklassen (TAG24 berichtete).

Stand Dienstag (2. März) gibt es in der Messestadt 15.326 bestätigte Fälle. Viele Menschen befinden sich in häuslicher Quarantäne, der überwiegende Teil der Infizierten gilt aber als geheilt.

Über alle weiteren Entwicklungen werdet Ihr in unserem Ticker informiert.

Einen Rückblick der bisherigen Geschehnisse findet Ihr hier.

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UPDATE, 2. März, 15.39 Uhr: Sachsens aktuelle Corona-Zahlen auf einen Blick

Die Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 2. März, 14.50 Uhr: Jobcenter muss keine Kosten für FFP2-Masken übernehmen

Hartz-IV-Bezieher haben nach einer Entscheidung des Sozialgerichts Dresden keinen Anspruch auf zusätzliches Geld vom Jobcenter für den Kauf von FFP2-Masken. Ein Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz in dieser Sache sei am Montag abgelehnt worden, teilte das Gericht am Dienstag mit. Ein alleinstehender Arbeitsloser hatte verlangt, dass ihm zum Schutz vor dem Corona-Virus monatlich zwölf FFP2-Masken bezahlt werden. Er habe jedoch nicht nachweisen können, dass "unabweisbarer, besonderer Bedarf besteht", so das Gericht. Der Beschluss kann nicht angefochten werden.

Das Sozialgericht Karlsruhe hatte Mitte Februar entschieden, dass Hartz-IV-Empfängern monatlich 129 Euro mehr zum Arbeitslosengeld II gezahlt werden müssen. Dies solle zur Deckung des Mehrbedarfs für Corona-Schutzmasken dienen. Nachdem dieses Urteil bekannt wurde, gingen auch beim Sozialgericht Dresden einige Eilanträge dieser Art ein. Im nun vorliegenden Fall sahen die Richter den Einzelfall offensichtlich anders als ihre Kollegen in Karlsruhe.

Eine absolute Pflicht zum Tragen einer Maske mit höheren Schutz sei in der sächsischen Corona-Verordnung nur für wenige Ausnahmen etwa in der ambulanten Pflege vorgeschrieben. Dies träfe für den Antragsteller jedoch nicht zu. Für den Nahverkehr, beim Einkaufen und in Arztpraxen und Krankenhäusern reichten OP-Masken aus, die der Mann günstig im Discounter kaufen könne. Diese Masken würden bei korrekter Anwendung einen ausreichenden Fremd- und hinreichenden Eigenschutz bieten. Für deren Erwerb seien die Hartz-IV-Zahlungen ausreichend, die der Antragsteller bereits erhalte.

In Sachsen gab es im Februar nahezu 240.000 Empfänger von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II, sogenannten Hartz-IV-Bezieher.

FFP2-Masken sind aktuell nur in der ambulanten Pflege eine absolute Pflicht - ansonsten reichen OP-Masken.
FFP2-Masken sind aktuell nur in der ambulanten Pflege eine absolute Pflicht - ansonsten reichen OP-Masken.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

UPDATE, 2. März, 9.05 Uhr: Corona-Wochenwert in Sachsen nur leicht gesunken

Mit 65 seit Montag neu nachgewiesenen Corona-Infektionen ist die Gesamtzahl der Betroffenen in Sachsen am Dienstag auf 194.778 gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche - mit 81,2 an. Das bedeutet einen leichten Rückgang gegenüber dem Vortag, als der Wert bei 84,3 lag.

Auch im nach wie vor am stärksten betroffenen Vogtlandkreis sank die Inzidenz auf 232,3 nach 230,5 am Vortag. Allerdings sind alle Angaben stets nur eine Momentaufnahme: Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 03.21 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Ein Mediziner führt einen Corona-Test durch. Die Fallzahlen in Sachsen gehen nur leicht zurück.
Ein Mediziner führt einen Corona-Test durch. Die Fallzahlen in Sachsen gehen nur leicht zurück.  © 123rf.com/dolgachov

UPDATE, 2. März, 6.30 Uhr: Sachsen-Anhalts MP Haseloff möchte mehr lockern

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (66, CDU) wirbt dafür, den Corona-Lockdown auch schon vor dem Unterschreiten einer Inzidenz von 50 weiter zu lockern.

Die Politik müsse schauen, ob die Bevölkerung noch die nötige Disziplin und Motivation aufbringe, sagte der CDU-Politiker in einem Interview der Funke-Mediengruppe. Viele seien nach dem Lockdown erschöpft. "Daher sollten wir mehr erlauben - mit strengen Hygienemaßnahmen, Tests und Impfangeboten."

Als Beispiel nannte er Training im Sportverein in Kleingruppen. Auch eine Perspektive für das Shoppen im Kleidungsladen oder einen Museumsbesuch müsse es geben, sagte Haseloff.

Am Mittwoch beraten die Regierungschefs von Bund und Ländern bei einer Schalte, wie die weitere Corona-Politik aussehen soll. Bisher galt, dass das Infektionsgeschehen möglichst unter 50 oder gar 35 Fälle je 100.000 Einwohner und Woche gedrückt werden soll, ehe Öffnungsschritte möglich sind. Deutschlandweit steigt diese sogenannte 7-Tage-Inzidenz wieder leicht. Die 50 ist deutlich überschritten, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind noch stärker vom Corona-Infektionsgeschehen betroffen.

Er sei der Meinung, dass nicht alles an den Inzidenzen von 35 und 50 festgemacht werden könne, sagte Haseloff der Funke-Mediengruppe weiter. Auch die Zahl der freien Intensivbetten, der Fortschritt beim Impfen und die Teststrategie müssten einbezogen werden.

Der CDU-Politiker rechnet nicht damit, dass sich Bund und Länder am Mittwoch auf einen einheitlichen Stufenplan für Corona-Lockerungen einigen. "Man kann nicht alle Länder und Landkreise über einen Kamm scheren." Dafür sei das Infektionsgeschehen zu unterschiedlich. Einheitliche Regeln seien auch gerichtlich nicht haltbar.

UPDATE, 1. März, 19.10 Uhr: Innerhalb einer Woche: 567 Verstöße gegen Corona-Regeln

Wie die Polizei Leipzig mitteilte, seien in der vergangenen Woche (22. bis 28. Februar) in und um Leipzig 567 Verstöße gegen die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung festgestellt worden. Kontroll-Schwerpunkt sei das Leipziger Stadtgebiet gewesen.

So sei am Sonntagabend im Zentrum eine Party gefeiert worden. Dazu hatten sich laut Polizei etwa 20 Leute in einer Wohnung versammelt. "Aufgrund des Verstoßes gegen die geltenden Bestimmungen zu den Kontaktbeschränkungen fertigten die Beamten zahlreiche Ordnungswidrigkeitenanzeigen", heißt es in der Mittelung weiter.

Zudem habe in Rötha eine unangemeldete Versammlung mit etwa 50 Personen stattgefunden. "Unter Zuhilfenahme von technischen Geräten wurde unter anderem 'Merkel muss weg' skandiert. Außerdem wurden Transparente, Fahnen und Sirenen mitgeführt sowie Bengalos gezündet", so die Polizei.

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UPDATE, 1. März, 17. 51 Uhr: Sachsen-Anhalt: Sieben-Tage-Inzidenz steigt wieder und kratzt an der 100

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen hat in Sachsen-Anhalt einen deutlichen Sprung nach oben gemacht.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz betrug laut Sozialministerium am Montag 97,37. Der Wert liegt somit deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Am Sonntag hatte der Wert noch bei 90,21 gelegen.

Laut Robert Koch-Institut gehört Sachsen-Anhalt nach Thüringen zu den Bundesländern mit dem höchsten Infektionsgeschehen. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt demnach bei 65,8. Auch hier zeigt die Tendenz wieder leicht nach oben.

Dem Sozialministerium wurden demnach 183 Neuinfektionen gemeldet sowie weitere 4 Sterbefälle im Zusammenhang mit dem Virus. Somit sind bislang 2454 Menschen im Land mit oder an Sars-CoV-2 gestorben.

Seit Beginn der Pandemie wurden in Sachsen-Anhalt 61.062 Corona-Fälle erfasst. Unterdessen sind 88 Intensiv- und Beatmungsbetten mit Covid-19-Patienten belegt. 47 dieser Patienten werden künstlich beatmet.

Seit dem Impfstart Ende 2020 haben landesweit 97.384 Menschen die erste Spritze bekommen, 52 392 auch die zweite Impfung. Am Samstag wurden laut Ministerium 2265 Erstimpfungen gemeldet. Die Quote für Erstimpfungen liegt damit landesweit bei 4,4 Prozent, die für die Zweitimpfungen bei knapp 2,4 Prozent.

Am Sonntag wurde im gesamten Bundesland nach Angaben des Ministeriums nicht gegen das Virus geimpft.

UPDATE, 1. März, 17.45 Uhr: Internationales Johannes-Brahms-Chorfestival in Wernigerode abgesagt

Das Internationale Johannes-Brahms-Chorfestival in Wernigerode ist für dieses Jahr coronabedingt abgesagt worden.

Angesichts der Pandemielage sei eine solche internationale Veranstaltung nicht durchführbar, teilte die Stadt Wernigerode am Montag mit.

Eine Wiederauflage sei für 2023 geplant.

Das Chorfestival und der Brahms-Wettbewerb werden alle zwei Jahre in der Harz-Stadt veranstaltet. Im Jahr 2019 waren laut der Stadt Chöre aus 17 Nationen wie Bolivien, Malaysia, Kenia und Schweden dabei sowie rund 13 500 Zuschauer.

UPDATE, 1. März, 16.29 Uhr: Die Corona-Zahlen aus Sachsen im Überblick

Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenzwerte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 1. März, 10.50 Uhr: Trotz Corona mehr als 620 neue Meister im sächsischen Handwerk

Ungeachtet der Einschränkungen durch die Corona-Krise haben im vergangenen Jahr 623 Männer und Frauen des sächsischen Handwerks ihren Meisterabschluss gemacht. Dies seien lediglich 30 weniger als im Jahr 2019 gewesen, teilte der Sächsische Handwerkstag am Montag in Dresden mit. Möglich gewesen sei dies durch den flexiblen Umstieg auf digitale Lernformate bei den Meisterkursen.

Die meisten Meisterabschlüsse gab es den Angaben zufolge in den Berufen Kfz-Techniker, Karosserie- und Fahrzeugbauer sowie Elektrotechniker. Zuwächse habe es auch bei Zimmerern, Metallbauern, Bäckern und Friseuren gegeben. Ältester Absolvent des Jahrgangs war ein 1964 geborener Elektromechanikermeister aus Chemnitz, jüngste Absolventin eine im Jahr 2000 geborene Frau aus Reichenbach im Vogtland, die Meisterin im Maler- und Lackiererhandwerk wurde.

Derzeit sind laut Handwerkstag in Sachsen rund 56.500 Handwerksbetriebe und handwerksähnliche Gewerbe gemeldet. Diese beschäftigen mehr als 300.000 Menschen.

Dank digitaler Lernformate hatte Corona keinen größeren Einfluss auf den Handwerker-Nachwuchs in 2020.
Dank digitaler Lernformate hatte Corona keinen größeren Einfluss auf den Handwerker-Nachwuchs in 2020.  © dpa/Nicolas Armer

UPDATE, 1. März, 7.17 Uhr: Sachsen-Anhalt öffnet Schulen, Kitas, Friseure und Baumärkte

Nach zweieinhalb Monaten coronabedingten Notbetriebs öffnen in Sachsen-Anhalt die Schulen und Kitas wieder ihre Türen.

Außer im besonders belasteten Burgenlandkreis gibt es in allen Kreisen und kreisfreien Städten wieder Präsenzunterricht für alle Jahrgänge. Zudem haben alle Familien wieder die Möglichkeit, ihre Kinder in die Kita zu bringen. An den Grundschulen bekommen die Kinder täglichen Präsenzunterricht in festen Klassen mit fest zugeteilten Lehrkräften. Die älteren Jahrgänge werden in Gruppen geteilt und lernen im Wechsel abwechselnd in der Schule und zu Hause.

Zudem werden mehrere Schließungsanordnungen aufgehoben: So dürfen nicht nur Friseursalons und Fußpflegestudios wieder öffnen, sondern auch Baumärkte, Gärtnereien, Blumenläden sowie Fahr- und Flugschulen.

In Sachsen-Anhalt wie bundesweit wurde das öffentliche Leben seit November weitgehend heruntergefahren, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Im Vergleich zum Jahreswechsel ist die Zahl der neuen Fälle und der Covid-Patienten auf der Intensivstation deutlich gesunken. Sachsen-Anhalt gehört aber weiterhin zu den Bundesländern, die am stärksten vom Coronavirus betroffen sind.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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