Coronavirus in Leipzig: Sachsen startet Ende der Woche mit Schnelltests

Leipzig - Leipzig in der Corona-Krise. Seit Anfang November befindet sich die Messestadt, wie der Rest der Bundesrepublik, in einem Teil-Lockdown. Stand 2. Dezember hatten sich 4079 Bürger infiziert, der Inzidenzwert (Neuinfektionen der letzten sieben Tage auf 100.000 Einwohner) liegt bei 113,3. Sachsenweit gibt es mindestens 60.720 Infektionen.

Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.
Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Ende Oktober beschlossen Länder und Bundesregierung, ganz Deutschland in einen Teil-Lockdown zu versetzen, um den Fallzahlen entgegenzuwirken (TAG24 berichtete). Seit Anfang November sollen in Leipzig, wie im Rest der Nation, soziale Kontakte auf ein Minimum begrenzt werden, unter anderem haben Restaurants und Veranstaltungsorte erneut geschlossen, darüber hinaus gilt im Bereich des Innenstadt-Rings, an Haltestellen und auf Wochenmärkten Maskenpflicht.

Mittlerweile wurde der Teil-Lockdown durch Bund und Länder verlängert, die Maßnahmen nochmals verschärft (TAG24 berichtete). Weil die Infektionszahlen in Sachsen besonders hoch ausfallen, das Gesundheitssystem an einigen Orten bereits an seine Belastungsgrenzen gerät, geht der Freistaat sogar noch einen Schritt weiter und hat Ausgangssperren erlassen (TAG24 berichtete). Diese treten in Kraft, wenn in einem Gebiet ein Inzidenzwert von 200 überschritten wird.

Stand Mittwoch (2. Dezember) gibt es in der Messestadt 4079 bestätigte Fälle. Viele Hundert Menschen befanden sich in häuslicher Quarantäne, der überwiegende Teil der Infizierten gilt aber als geheilt.

Über alle weiteren Entwicklungen werdet Ihr in unserem Ticker informiert.

Einen Rückblick der bisherigen Geschehnisse findet Ihr hier.

Alle aktuellen Infos aus Deutschland und der Welt auch im großen +++ Coronavirus-Liveticker +++

UPDATE, 2. Dezember, 18.38 Uhr: Sachsen startet Ende der Woche mit Corona-Schnelltests

Sachsen setzt zur Eindämmung der Corona-Pandemie künftig verstärkt auf Schnelltests.

Ende der Woche soll mit den Schnelltests begonnen werden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Mittwoch. Bereitgestellt werden sie vom Ministerium.

Letztendlich entscheiden die Landkreise, wo die Tests am meisten benötigt werden. Organisiert werden sollen die großangelegten Testungen dann mit Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) - etwa in Kitas, Schulen, Pflegeheimen oder in der gesamten Gemeinde. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet.

Mehr Infos dazu >>> hier.

UPDATE, 2. Dezember, 18.10 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Sachsen

Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenz-Werte aus Sachsen.
Die aktuellen Fallzahlen und Inzidenz-Werte aus Sachsen.  © TAG24

UPDATE, 2. Dezember, 17.50 Uhr: 534 Neuinfektionen und neun weitere Tote in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt sind binnen eines Tages 534 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Die Zahl der aktuell Infizierten im Land stieg damit am Mittwoch auf 4352, wie das Sozialministerium in Magdeburg mitteilte.

Die Zahl der Gestorbenen, bei denen das Virus nachgewiesen wurde, kletterte von Dienstag auf Mittwoch um 9 auf 190.

Die Zahl der Ansteckungen mit Sars-CoV-2 je 100.000 Einwohner im Land nahm binnen eines Tages von 102,79 auf 106,34 zu. Vor einer Woche hatte der Wert erst 87,75 betragen.

Die mit Abstand höchste sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz hatte den Ministeriumsangaben zufolge am Mittwoch der Burgenlandkreis mit 248,26. In Sachsen-Anhalt wurden bislang insgesamt 13.361 Corona-Fälle erfasst und 1176 Erkrankte in Krankenhäusern behandelt.

UPDATE, 2. Dezember, 17.20 Uhr: Rund 170 Infizierte bei Tönnies in Weißenfels

Im Schlachtbetrieb Tönnies in Weißenfels wurden 172 Mitarbeiter positiv auf Corona getestet. (Archivbild)
Im Schlachtbetrieb Tönnies in Weißenfels wurden 172 Mitarbeiter positiv auf Corona getestet. (Archivbild)  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

Beim Schlachtbetrieb Tönnies in Weißenfels sind derzeit 172 Mitarbeiter mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert.

Zuvor habe es einen großangelegten Reihentest bei den Beschäftigten des Unternehmens gegeben, erklärte Ariane Körner vom Burgenlandkreis am Mittwoch. Das Unternehmen wolle die Betroffenen nun in einer gesonderten Quarantäneeinrichtung unterbringen. Zudem soll es Ende der Woche erneute Tests geben.

Der Landkreis hoffe, dass so das Infektionsgeschehen eingedämmt werden könne. Das Werk soll jedoch weiter geöffnet bleiben.

>>>Hier findet Ihr weitere Infos zur Situation in Weißenfels.

UPDATE, 2. Dezember, 15.40 Uhr: Rund 1150 Corona-Tests an einem Tag in Halle

In Halle sind so viele Corona-Tests wie noch nie seit Pandemie-Beginn innerhalb eines Tages gemacht worden.

Insgesamt seien am Dienstag 1154 Abstriche genommen worden, sagte Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (63, parteilos) am Mittwoch. Das sei das höchste Testaufkommen seit Anfang der Pandemie. Bei 738 Tests handelte es sich um Schnelltests an Gemeinschaftseinrichtungen. Davon fielen 12 Abstriche positiv aus.

Insgesamt wurden am Mittwoch 33 Neuinfektionen gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag weiterhin auf einem hohen Wert von 86,9 Infizierten pro 100.000 Einwohner.

Die Lage in den Krankenhäusern der Stadt sei derweil unter Kontrolle, so Wiegand. Es gebe bereits Anfragen aus anderen Landkreisen und Bundesländern zur Aufnahme von Corona-Patienten. Das zeige, wie angespannt die Situation derzeit sei.

Mit Blick auf die verlängerten Weihnachtsferien müsse es jedoch ausreichend Betreuungsangebote für die Kinder des Krankenhauspersonals geben. Halle wolle gemeinsam mit dem Land über entsprechende Lösungen nachdenken, hieß es.

UPDATE, 2. Dezember, 15.17 Uhr: Magdeburgs OB spricht von Widerstand gegen Schnelltests in Altenpflegeheimen

Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (65, SPD) hat von Unwillen in den Altenpflegeheimen berichtet, für Besucher und Personal Corona-Schnelltests einzusetzen.

"Dagegen gibt es Widerstand", berichtete der OB am Mittwoch in Magdeburg. Als Begründung werde der Aufwand genannt. Die Stadt hatte in einem Schreiben an die Heime festgelegt, dass jeder Besucher und die Mitarbeiter getestet werden.

Das Ziel war, das Virus von den Einrichtungen fern zu halten. Nun seien Bewohner und Mitarbeiter von vier Heimen in der Stadt betroffen, sagte Trümper. In einem seien Infektionen bei 19 Bewohnern und 13 Mitarbeitern bekannt geworden. Drei Bewohner seien bereits gestorben.

Insgesamt sieht Trümper das Ziel des November-Teil-Lockdowns nicht erreicht. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und Woche hätte auf 50 gesenkt werden sollen. Das sei nicht geschafft worden, sagte der OB. In Magdeburg mit 240.000 Einwohnern habe der Wert am Mittwoch bei 66,9 gelegen. Das sei zu hoch.

Trümper forderte die Menschen auf, die 1,5-Meter-Abstandsregel einzuhalten und ansonsten Maske zu tragen. Das gelte auch auf dem Domplatz, wo sich am Wochenende sehr viele Menschen tummelten. Dort stehen Lichtskulpturen und einige wenige weihnachtliche Stände.

UPDATE, 2. Dezember, 14.10 Uhr: Landkreis Leipzig ordnet Ausgangsbeschränkungen an

Wie der Landkreis Leipzig mitteilte, werden ab dem 3. Dezember die Corona-Maßnahmen verschärft. Grund hierfür seien die nach wie vor hohen Zahlen an Neuinfektionen.

Unter anderem wurden wieder Ausgangsbeschränkungen für den Kreis festgelegt.

Demnach ist das Verlassen der häuslichen Unterkunft ohne triftigen Grund ab Donnerstag untersagt. Zu den triftigen Gründen gehören unter anderem Wege zu Schule, Arbeit, Kita und Ärzten, die Erledigung von Einkäufen, Unterstützung Hilfsbedürftiger sowie Sport und Bewegung im Freien im Umkreis von 15 Kilometern des Wohnbereichs.

Mehr Infos dazu >>> hier.

UPDATE, 2. Dezember, 13.30 Uhr: Leipziger Messe verschiebt Pferdesport-Event "Partner Pferd"

Pferdesport-Fans werden sich noch bis März gedulden müssen. (Archivbild)
Pferdesport-Fans werden sich noch bis März gedulden müssen. (Archivbild)  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Nach der Absage der Publikumsmessen "HAUS-GARTEN-FREIZEIT" und "mitteldeutsche handwerksmesse" verschiebt die Leipziger Messe nun auch das Pferdesport-Event "Partner Pferd" um zwei Monate.

Wegen der Corona-Pandemie sei der Termin im Januar nicht zu halten, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die Messe soll nun vom 18. bis 21. März 2021 stattfinden.

Weitere Informationen zum Thema findet Ihr >>>hier.

UPDATE, 2. Dezember, 10.38 Uhr: Coronazahlen müssen laut Kretschmar bis Weihnachten sinken

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat einen härteren Lockdown angekündigt – falls die Corona-Infektionszahlen bis Weihnachten nicht runtergehen.

"Es hängt sehr davon ab, dass wir uns alle an die Maßnahmen halten, weil die Alternative wäre ein wirklich kompletter Lockdown und eine wirkliche Ausgangssperre. Das wollen wir auf jeden Fall verhindern", sagte Kretschmer.

Mehr Informationen zum Thema erhaltet Ihr im aktuellen TAG24-Artikel.

UPDATE, 1. Dezember, 18.35 Uhr: LSB-Präsident Franzen fordert Perspektiven für Vereinssport

Der Landessportbund Sachsen (LSB) sorgt sich angesichts der andauernden Corona-Pandemie und der damit einhergehenden strengen Verordnungen um den Fortbestand seiner Vereine. "Wir wollen Lösungen, die dem Pandemiegeschehen angepasst sind und dennoch Vereinssport ermöglichen – seine Hausaufgaben dafür hat der Sport bereits gemacht. Wir appellieren nun an die sächsische Landesregierung, diese Anstrengungen in ihren nächsten Verordnungen zu beachten. Nur so können wir die große, langjährig gewachsene und von Vielfalt und Solidarität geprägte sächsische Vereinslandschaft dauerhaft erhalten", sagte LSB-Präsident Ulrich Franzen am Dienstag in einer Mitteilung des Verbandes.

Bewegung und Sport in der Gemeinschaft seien für die psychische und physische Gesundheit vieler Menschen in Sachsen unverzichtbar. In Anbetracht der weiter andauernden Einschränkungen für den Sport müsse der Verband deswegen sowohl seinen Vereinen als auch allen Sportbegeisterten Perspektiven bieten – und das über den Dezember hinaus, betonte Franzen und drängte auf langfristige Lösungen und Perspektiven für einen Neustart 2021.

Franzen zeigte sich enttäuscht über die neue Coronaschutz-Verordnung des Freistaates, die am Dienstag in Kraft trat. "Die einschränkenden Inhalte der aktuellen Verordnungen sowie zahlreiche unklare Formulierungen sorgen zudem zunehmend für Ärger und Unsicherheit an der Basis und vor allem unter den vielen ehrenamtlich handelnden Akteuren des sächsischen Sportsystems", wird er in der Mitteilung zitiert.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Leipzig:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0